Mord an Politiker

05. August 2020 13:55; Akt: 05.08.2020 14:05 Print

Angeklagter im Lübcke-​​Prozess gesteht

In Frankfurt hat der Prozess um die Ermordung von Walter Lübcke begonnen. Bereits am ersten Verhandlungstag kam es zu einer Überraschung.

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Im Prozess um die Ermordung des deutschen Spitzenbeamten Walter Lübcke hat der Hauptverdächtige Stephan Ernst die Tat vor Gericht gestanden. Er habe den tödlichen Schuss auf den CDU-Politiker abgefeuert, ließ der 46-Jährige am Mittwoch vor dem Oberlandesgericht Frankfurt über seinen Anwalt erklären.

Lübcke war vor gut einem Jahr auf seiner heimischen Terrasse nahe der nordhessischen Stadt Kassel erschossen worden. Als Regierungspräsident leitete er eine Mittelbehörde, wie es sie in einigen deutschen Bundesländern als Bindeglied zwischen Land und Kommunen gibt.

Hassfigur der Rechten

Der Christdemokrat war zur Hassfigur der rechten Szene geworden, nachdem er bei einer Bürgerversammlung 2015 die Aufnahme von Flüchtlingen in Deutschland offensiv verteidigt hatte. Er hatte dabei an die Adresse der Rechten gesagt, dass diejenigen, die die Werte der Bundesrepublik Deutschland nicht teilten, das Land jederzeit verlassen könnten. Ernst war bei der Versammlung anwesend.

Die deutsche Bundesanwaltschaft sieht bei Ernst eine «von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit getragene völkisch-nationalistische Grundhaltung» als Motiv. Nach seiner Festnahme hatte der 46-Jährige ein Geständnis abgelegt, das er aber später widerrief. Der Prozess begann Mitte Juni.

(L'essentiel/SDA)

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