Drogenpolitik

08. September 2020 11:58; Akt: 08.09.2020 12:17 Print

Anstieg im Geschäft mit Drogen beunruhigt Politik

Die registrierten Rauschgiftdelikte deuten auf einen zunehmenden Konsum illegaler Drogen in Deutschland hin. Seit neun Jahren steigt die Zahl der Drogendelikte kontinuierlich an.

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Seit Jahren steigt die Zahl der Drogendelikte kontinuierlich an. (Bild: DPA/Daniel Reinhardt)

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Die von der Polizei im vergangenen Jahr registrierten Rauschgiftdelikte deuten auf einen tendenziell zunehmenden Konsum illegaler Drogen in Deutschland hin. Seit neun Jahren steige die Zahl der von der Polizei registrierten Drogendelikte kontinuierlich an, heißt es in einem Lagebild zur Drogenkriminalität.

Laut dem Bericht, den die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Daniela Ludwig (CSU), und der Präsident des Bundeskriminalamtes (BKA), Holger Münch, am Dienstag in Berlin vorstellten, wurde der mit Abstand größte Anstieg (plus 12,2 Prozent) bei Delikten im Zusammenhang mit Kokain verzeichnet. «Die Zahlen steigen seit Jahren, das ist nicht zu akzeptieren», erklärte Ludwig.

NRW als Transitstaat und Müllkippe

Dem Bericht zufolge wurden 2019 bundesweit 31 illegale Labors zur Herstellung von synthetischen Drogen ausgehoben. Das entspricht einem Anstieg von rund 63 Prozent. Deutschland – und insbesondere Nordrhein-Westfalen – kommt laut BKA zudem eine bedeutende Funktion als Zwischenlager und Transitstaat für Chemikalien zu, die zur Rauschgiftherstellung in den Niederlanden bestimmt sind.

NRW wird von den Betreibern niederländischer Drogenlabors nach Erkenntnissen der Polizei häufig auch als Müllkippe missbraucht. Um die Herkunft zu verschleiern, würden Abfallprodukte der Drogenherstellung häufig in Säcken mit gefälschten Etiketten deutscher Chemiehersteller oder -händler entsorgt, stellte das BKA fest.

(L'essentiel/dpa)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Jean-Claude am 08.09.2020 12:44 Report Diesen Beitrag melden

    Was vielen hier in der Schule diskret erzählt wurde: Vor langer Zeit gab es in Luxemburg einen Geheimschrank mit Kokain das den Investmentbanker gratis zur Verfügung stand. Da heute Computer handeln braucht man dieses Aufputschmittel kaum noch. Fand man früher in einer Kläranlage Kokain so war man nicht weit von einer Finanzmetropole. Gäbe es nicht unsere lieben Politiker die Drogen verbieten so wäre die Mafia ärmer. Jesus benutze Canabis und würde heute von Politikern christlicher Parteien verhaftet. Die "Law Enforcement Action Partnership" fordert den Congress auf Marijuana zu legalisieren

Die neusten Leser-Kommentare

  • Jean-Claude am 08.09.2020 12:44 Report Diesen Beitrag melden

    Was vielen hier in der Schule diskret erzählt wurde: Vor langer Zeit gab es in Luxemburg einen Geheimschrank mit Kokain das den Investmentbanker gratis zur Verfügung stand. Da heute Computer handeln braucht man dieses Aufputschmittel kaum noch. Fand man früher in einer Kläranlage Kokain so war man nicht weit von einer Finanzmetropole. Gäbe es nicht unsere lieben Politiker die Drogen verbieten so wäre die Mafia ärmer. Jesus benutze Canabis und würde heute von Politikern christlicher Parteien verhaftet. Die "Law Enforcement Action Partnership" fordert den Congress auf Marijuana zu legalisieren