Kind vor ICE gestossen

29. Juli 2019 18:39; Akt: 29.07.2019 18:39 Print

Deutsche streiten nach Tragödie über Flüchtlinge

Wenige Stunden nach der Tragödie von Frankfurt schoss die AfD gegen die deutsche «Willkommenskultur». Darauf entbrannte eine heftige Debatte.

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Kaum war bekannt, dass der Mann, der ein achtjähriges Kind vor einen einfahrenden ICE-Zug gestoßen hat, ein Eritreer ist, meldete sich AfD-Vorsitzende Alice Weidel zu Wort: Sie twitterte: «Schützt endlich die Bürger unseres Landes – statt der grenzenlosen Willkommenskultur!» Der Tweet hatte innerhalb Kürze über 4000 Likes.

Damit entfachte sie eine heftige Debatte. «Frau Weidel und Co. instrumentalisieren den Tod des Jungen und kritisieren die Willkommenskultur. Das ist scheußlich», twittert Karamba Diaby, Mitglied des Deutschen Bundestags.

User Arandjel twittert: «Mir wird schlecht von den ganzen Wutbürgern, die den Vorfall in Frankfurt ausnutzen, um gegen Migration und Afrikaner zu propagieren.»

Auf der anderen Seite werden dagegen Stimmen laut, die Merkel eine «verantwortungslose Migrationspolitik» vorwerfen.

Auch wird die Kanzlerin dafür kritisiert, dass sie sich noch nicht zu Wort gemeldet hat und stattdessen in die Ferien fliegt – im Gegensatz zu Innenminister Horst Seehofer, der seine Ferien abgebrochen hat, um sich mit den Sicherheitsbehörden zu treffen. Am Dienstag will er die Presse über das Ergebnis informieren.

(L'essentiel/dp/zos/uten)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Jos am 29.07.2019 23:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Natürlich gibt es Verrückte und Verbrecher in allen Kulturkreisen und bei allen Nationalitäten. Diejenigen Kriminellen, welche die Nationalität des Landes haben, können Sie nur wegsperren, um den Rest der Bevölkerung vor ihnen zu schützen. Was machen Sie mit den anderen? Also ich schmeisse Gäste, die sich bei mir zu Hause nicht vernünftig aufführen, aus meinem Haus!

  • sputnik am 30.07.2019 07:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    @ Sylvie Darf man eigentlich sich noch “weiße Weihnachten wünschen“? Oder ist man dann auch gleich wieder ein Rassist? „Wenn das so weitergeht , gibts Mord und Totschlag denn es sind zuviele Ausländer hier.“ Zitat von Helmut Schmidt am 28/11/94 Frankfurter Rundschau

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  • Jürgen Rebafka am 29.07.2019 19:15 Report Diesen Beitrag melden

    Tatsache ist, dass in Deutschland u. a. Menschen aus Eritrea anteilmäßig signifikant viele Straftaten begehen. Wegen des stochastischen Schlusses auf das Verhalten weiterer von dort zu uns kommender, wie sich dieses gesamtheitlich betrachtet darstellen würde, ist die Verwendung dieses Falls zur Begründung von Meinungen zu unserer Flüchtlingspolitik (Art. 16a GG i. V. m. § 26a AsylG; Sichere-Drittstaaten-Regelung) begrifflich keine Instrumentalisierung, sondern Substantiierung.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Phil am 02.08.2019 08:52 Report Diesen Beitrag melden

    @Sylvie Der Bruder eines Arbeitskollegen ist vor 2 Jahren in einem Biergarten von einem afrikanischen Flüchtling mit neun (9) Messerstichen niedergestochen worden. Aufgrund von viel Glück und seiner sportlichen Konstitution hat er überlebt und ist genesen. Der Täter wurde damals aus der Untersuchunghaft entlassen und konnte sich frei bewegen. Nach Anhörung des Täters durch eine Psychologin wurde im trotz seiner feigen Tat ein hohes Intergrations- und ein geringes Wiederholungspotential bescheinigt welches im Gerichtsurteil einging. Er wurde zu 72 Wochen Sozialarbeit verurteilt. Noch Fragen?

  • sputnik am 31.07.2019 04:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    @ Sylvie “Gerüchte werden von Neidern erfunden,von Dummen verbreitet und von idioten geglaubt ”.

  • sputnik am 30.07.2019 17:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    @Sylvie Ihre Einstellung gegenüber Menschen die Täter sind missfällt mir und vielen anderen Lesern. Eine solche Tat zu banalisieren und sich laut ihrem Kommentar gegenüber rechtsextreme ,was überhaupt nicht zur Debatte steht, zu äußern, ergibt mir das Gefühl dass sie Feuer entzünden. Fakt ist das in letzter Zeit mehrere Auffälligkeiten, sexuelle Übergriffe und morde von Asylbewerbern getätigt worden sind. Und wenn der Bürger, Mütter, Väter, ganze Familien daran zerbrechen, finde ich das ihr Kommentar einfach der Realität nicht entspricht . Falls Sie eine Familie, Kinder oder nahestehende Menschen haben wünsche ich Ihnen nie solch eine Tragödie zu erleben. Ihrer Wichtigkeit durch herabspielende Kommentare ,Birnen mit Äpfeln zu vergleichen ( rechtsextremen) finde ich gegenüber diesen leidenden Famillen einfach nicht angebracht. Ein wenig frische Luft und Spaziergang würde Ihnen auch helfen die Realität ins Gleichgewicht zu bringen.

    • Sylvie am 30.07.2019 21:18 Report Diesen Beitrag melden

      sputnik, und mir missfällt, und bestimmt vielen anderen Lesern auch, dass Sie, ganz nach rechter Manier, die Morde von rechtsextremen Deutschen ausgeführt, VERHARMLOSEN!! Ist das etwa weniger schlimm???

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  • Léon am 30.07.2019 09:44 Report Diesen Beitrag melden

    Stop aux faux demandeurs d’asile,la politique n’a aucun contrôle sur les demandeurs d’asiles.

  • Bergold am 30.07.2019 08:45 Report Diesen Beitrag melden

    @Sylvie genau dat ass de Problem, et gëtt einfach alles sou gedréit wéi et grad passt an esou kenne keng Léisunge fonnt ginn. Sou gëtt just Haass a Mësstraue geséit. Mengen d'Leit vergiesse mëttlerweil wéi schlëmm et virun nach net allze laanger Zäit hei an Europa erofgaangen ass, soss géingen net nees déi riets Tendenzen opkommen. Dovun ofgesi fält mer bei der Flüchtlings-Problematik (déi et natierlech gëtt) d'Zitat "some animals are more equal than others" an.... wien ass rettenswäert a wien net?

    • Sylvie am 30.07.2019 09:37 Report Diesen Beitrag melden

      Bergold, richteg, déi riets an extremriets sin Meeschter am Verdréien vun Tatsachen, an sie flüchten sech emmer gär an d'Opferroll. Dobei sin sie alles wéi keng Opfer, mee Täter, mat hiren Hetzereien!

    • Wiem seng Wourecht ass richteg? am 30.07.2019 12:44 Report Diesen Beitrag melden

      Gottseidank verdréien die aner Fraktiounen nie d'Wourecht an soen just nemmen d'Wuerecht wéi se ass.

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