Lockdown-Verschärfung

18. Januar 2021 19:09; Akt: 18.01.2021 19:13 Print

Deutschland prüft landesweite Ausgangssperre

In Deutschland sind die Corona-Infektionszahlen rückläufig. Lockerungen sind dennoch nicht in Sicht. Am Dienstag beraten Bund und Länder über mögliche Verschärfungen.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Deutschlands Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Regierungschefs der Länder beraten am Dienstag darüber, ob die harten Lockdown-Auflagen an manchen Stellen weiter verschärft werden müssen. Als sicher gilt, dass die bislang auf Ende Januar befristeten Maßnahmen zumindest verlängert werden. Zwar sieht die Bundesregierung erste Hoffnungszeichen angesichts rückläufiger Infektionszahlen. Sie macht sich zugleich aber Sorgen wegen hochansteckender Virus-Mutationen.

So könnte die nächtliche Ausgangssperre, die in einigen Ländern bereits gilt, nun auch bundesweit kommen. Eine solche drastische Maßnahme würde darauf abzielen, die privaten Kontakte weiter einzuschränken. Für die Bürger hieße das, dass sie nachts ihre Wohnungen und Häuser – bis auf wenige Ausnahmefälle – nicht mehr verlassen dürfen. Eine solche Ausgangssperre gibt es etwa in Bayern. Sie gilt dort von 20 Uhr bis 6 Uhr. In anderen Ländern gibt es aber Widerstand gegen eine bundesweite Regelung – etwa in Niedersachsen, das vergleichsweise niedrige Infektionszahlen hat.

Neben dem Privatleben gilt die Arbeitswelt als ein Bereich, in dem sich das Virus weiter ausbreitet. Doch nach jüngsten Erhebungen der DGB-nahen Hans-Böckler-Stiftung haben die Möglichkeit zum Homeoffice im November – als die Corona-Zahlen stiegen – weniger Arbeitnehmer genutzt, als noch im Juni, wo die Lage entspannter war. Nun wird darüber diskutiert, wie die Quote erhöht werden kann. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil prüft rechtliche Möglichkeiten dazu. Gegen die Pflicht, Homeoffice überall dort zu machen, wo es möglich ist, gibt es allerdings Widerstand in der Wirtschaft.

FFP2-Maskenpflicht

FFP2-Masken haben einen höheren Sicherheitsstandard und schützen anders als die einfachen Alltagsmasken nicht nur die Umgebung, sondern auch die Trägerin oder den Träger selbst. In Bayern sind diese in Strafen und Bahnen sowie in Geschäften vorgeschrieben. Bei der Bund-Länder-Runde am Dienstag dürfte es darum gehen, eine solche Regelung auch bundesweit einzuführen. Eine Rolle spielt auch die Frage, ob Bürger beim Erwerb dieser teureren Masken finanziell unterstützt werden können.

Die Finanzhilfen für Unternehmen in der Corona-Krise sollen aufgestockt werden – dies kündigten Bundesfinanzminister Olaf Scholz und Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier vor dem Bund-Länder-Treffen an. Die monatlichen Hilfen könnten von 500.000 Euro auf 1,5 Millionen Euro steigen, das Antragsverfahren soll vereinfacht werden. Eine entsprechende Vorlage ist in den Ministerien in Arbeit. Seit Wochen klagen Unternehmen und ihre Verbände über Probleme bei der Beantragung und Auszahlung der Hilfen.

Schulen bleiben geschlossen

Eine Öffnung von Kitas und Schulen über den derzeit sehr eingeschränkten Betrieb hinaus zeichnet sich nicht ab. Es ist zu erwarten, dass Bund und Länder die bis Ende Januar geltenden Beschränkungen verlängern. Präsenzunterricht an Schulen soll bis dahin möglichst gar nicht stattfinden, Kitas bieten nur eine Notbetreuung an. Bei der Umsetzung dieser Maßnahmen gibt es erhebliche Unterschiede von Land zu Land.

Künftig soll besser erfasst werden, inwieweit sich die gefährlichen Mutationen des Coronavirus, die sich bislang vor allem in Südafrika und Großbritannien ausbreiten, auch in Deutschland auftreten. Ab Dienstag gilt die Pflicht für alle Labore, mindestens fünf Prozent der positiven Coronatest-Proben auf eine mögliche Mutation hin überprüfen zu lassen. Sinkt die Zahl der Neuinfektionen pro Kalenderwoche unter 70.000, müssen sogar zehn Prozent sequenziert werden. Spahn war vorgeworfen worden, dies in der Vergangenheit vernachlässigt zu haben.

(L'essentiel/AFP)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Jos am 18.01.2021 22:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Man kann leider nur erahnen, was sie eigentlich sagen wollen. Ich vermute, dass sie meinen, dass Deutschland es langsam übertreibt, und da haben die recht

  • Politischer Größ0enwahn u. Übermut am 20.01.2021 15:00 Report Diesen Beitrag melden

    tut selten gut. Sind die Folgen der Weltkriege durch die Deutschen schon vergessen???

  • mp3 am 19.01.2021 14:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    @edsi6 kein Mensch versteht dei Quark...

Die neusten Leser-Kommentare

  • Politischer Größ0enwahn u. Übermut am 20.01.2021 15:00 Report Diesen Beitrag melden

    tut selten gut. Sind die Folgen der Weltkriege durch die Deutschen schon vergessen???

  • mp3 am 19.01.2021 14:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    @edsi6 kein Mensch versteht dei Quark...

  • Jos am 18.01.2021 22:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Man kann leider nur erahnen, was sie eigentlich sagen wollen. Ich vermute, dass sie meinen, dass Deutschland es langsam übertreibt, und da haben die recht

  • edsi6 am 18.01.2021 20:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Was die was aufführen, und der soeder Beyeren klätsch denkt Grenzen waere es nicht besser BRD waere aus der EU würde die dann drin bleiben besser zu Recht kommen. Die BRD möchte daß das Geld kommt und die Leute draußen bleiben, besser noch man macht grosser Bogen mit der BRD, waere auch Fro daß die die zu uns kommen draußen bleiben wie Héicht es eins hand wäscht die andere

    • Watt??? am 19.01.2021 10:12 Report Diesen Beitrag melden

      Wat der Däiwel wëllt dir eis domat soen???? :-o

    • Bach Ch am 19.01.2021 10:54 Report Diesen Beitrag melden

      Oh Gott, was soll das denn sein? Deutsch, luxemburgisch........ Kein Zusammenhang..... @edsi6: lass es, geh zurück in den Kindergarten.

    einklappen einklappen