Hotspot-Regionen

14. Oktober 2020 18:28; Akt: 14.10.2020 22:39 Print

Deutschland verschärft Corona-​​Maßnahmen

Da in Deutschland die Fallzahlen sprunghaft steigen, haben sich Bundeskanzlerin Merkel und die Länderchefs getroffen. Erste besprochene Maßnahmen sind bereits durchgesickert.

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Ab 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner soll eine schärfere Maskenpflicht gelten. (Bild: DPA/Frisco Gentsch)

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Aus Sorge vor einer unkontrollierbaren Ausbreitung der Corona-Pandemie mit unabsehbaren Folgen für Bürger und Wirtschaft verschärfen Bund und Länder die Gegenmaßnahmen in Hotspots. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten verständigten sich am Mittwoch auf einheitliche Regeln für Städte und Regionen mit hohen Infektionszahlen. Dazu gehören eine Ausweitung der Maskenpflicht, eine Begrenzung der Gästezahl bei privaten Feiern, Kontaktbeschränkungen im öffentlichen Raum und eine Sperrstunde für die Gastronomie.

Merkel war nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur mit den Beschlüssen jedoch unzufrieden und kritisierte sie massiv. «Die Ansagen von uns sind nicht hart genug, um das Unheil von uns abzuwenden», sagte die CDU-Politikerin nach übereinstimmenden Angaben von Teilnehmern am Mittwochabend während der Sitzung. Mit den nun festgelegten Maßnahmen würden Bund und Länder in zwei Wochen eben wieder hier sitzen. «Es reicht einfach nicht, was wir hier machen.» Die Grundstimmung sei, dass sich jedes Land ein kleines Schlupfloch suche. «Das ist das, was mich bekümmert. Und die Liste der Gesundheitsämter, die es nicht schafft, wird immer länger.»

Die konkreten Beschlüsse des Treffens von Bundeskanzlerin Merkel und den Länderchefs sind:

Beherbergungsverbot

Die Beherbergungsverbote für Urlauber aus innerdeutschen Risikogebieten waren vor den Beratungen am umstrittensten. Bund und Länder fanden auch im Kanzleramt keine Einigung und vertagten das Thema erst einmal bis zum 8. November. Bis dahin soll diese Maßnahme auf ihre Wirksamkeit überprüft werden.

Kontaktbeschränkung

In Städten und Regionen mit stark steigenden Corona-Zahlen sollen sich künftig nur noch maximal zehn Personen im öffentlichen Raum treffen dürfen. Die Begrenzung gilt bei mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. Sollten die neuen Maßnahmen den Anstieg nicht stoppen, sollen sich nur noch bis zu fünf Personen oder die Angehörigen zweier Hausstände im öffentlichen Raum treffen dürfen.

Sperrstunde

In Corona-Hotspots mit Inzidenzwerten von mehr als 50 soll es künftig generell eine Sperrstunde um 23.00 Uhr in der Gastronomie geben.

Private Feiern

Außerdem sollen in Regionen mit stark steigenden Corona-Zahlen private Feiern künftig generell auf maximal zehn Teilnehmer und zwei Hausstände begrenzt werden.

Maskenpflicht

Auch die Maskenpflicht soll erweitert werden. Sie soll ab 35 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in sieben Tagen auch überall da gelten, wo Menschen dichter beziehungsweise länger zusammenkommen.

(L'essentiel/dpa)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Zahlenspiel am 23.10.2020 01:27 Report Diesen Beitrag melden

    Wie bestellt, so geliefert; denn ansonsten wären Drosten u. die Bundeskanzlerin ja blamiert, wenn die Vorraussage zur nächsten Erkältungswelle nicht eintreffen. Allso müssen Infektionszahlen her, wie diese zustande kommen ist eh unwichtig!!!

  • packtiech am 15.10.2020 07:07 Report Diesen Beitrag melden

    Welch ein Schwachsinn, das ändert gar nix an der Situation und wieviele Falsch-Positive gibt es überhaupt in diesem Moment wo man soviel testet?

Die neusten Leser-Kommentare

  • Zahlenspiel am 23.10.2020 01:27 Report Diesen Beitrag melden

    Wie bestellt, so geliefert; denn ansonsten wären Drosten u. die Bundeskanzlerin ja blamiert, wenn die Vorraussage zur nächsten Erkältungswelle nicht eintreffen. Allso müssen Infektionszahlen her, wie diese zustande kommen ist eh unwichtig!!!

  • packtiech am 15.10.2020 07:07 Report Diesen Beitrag melden

    Welch ein Schwachsinn, das ändert gar nix an der Situation und wieviele Falsch-Positive gibt es überhaupt in diesem Moment wo man soviel testet?