Schengen

12. Oktober 2018 11:23; Akt: 12.10.2018 11:24 Print

Deutschland wird kritisiert wegen Grenzkontrollen

LUXEMBURG – Die Bundesrepublik und andere europäische Länder bekommen wegen Kontrollen an den Grenzen im eigentlich kontrollfreien Schengenraum Gegenwind in der EU.

storybild

«Die Bürger Europas müssen weiterhin das Gefühl haben, frei herumreisen zu können», sagte EU-Innenkommissar Dimitris Avramopoulos. (Bild: DPA/Sebastian Willnow)

Zum Thema

Deutschland gerät wegen Schengen-Kontrollen an seinen innereuropäischen Grenzen zunehmend in die Kritik der Europäischen Union. «Die Bürger Europas müssen weiterhin das Gefühl haben, frei herumreisen zu können», sagte EU-Innenkommissar Dimitris Avramopoulos am Freitag vor einem Treffen der EU-Innenminister in Luxemburg. «Ich kann mir ein Europa mit geschlossenen Binnengrenzen nicht vorstellen.»

Im Schengen-Raum, dem insgesamt 26 europäische Länder angehören, gibt es in der Regel keine stationären Personenkontrollen an den Grenzen. Deutschland kontrolliert seine Grenze zu Österreich seit Herbst 2015, nachdem sich Zehntausende Flüchtlinge und andere Migranten von Griechenland über die Balkan-Route auf den Weg nach Westeuropa gemacht hatten. Die Kontrollen laufen am 11. November aus und wurden bislang nicht verlängert. Neben Deutschland kontrollieren derzeit fünf weitere europäische Länder zumindest Teile ihrer Schengen-Grenzen. Sie begründen das mit Sicherheitsproblemen, die aus der Flüchtlingskrise resultierten.

Avramopoulos zufolge sind einige dieser Vorbehalte begründet. Zugleich betonte er jedoch, die EU habe in den vergangenen Jahren viel für die Sicherheit der Europäer getan. «Dieser Fortschritt muss von den Bürger wahrgenommen werden». Luxemburgs Minister Jean Asselborn sagte, er glaube, «dass man sehr schnell zurückkommen soll zu der Normalität, dass Schengen Schengen ist und nicht ein System, was verbogen werden kann.»

(L'essentiel/dpa)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Jos am 12.10.2018 13:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wäre alles kein Problem, wenn man das machen würde, was man uns versprochen hat und Bedingung für den offenen Schengenraum ist: strenge Kontrollen an allen Aussengrenzen des Schengenraumes, die natürlich auch komplett abgesichert sein müssen. Ich lasse auch nicht mein Haus offen stehen und wundere mich dann, dass sich unbekannte Menschen in den Zimmern aufhalten.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Jos am 12.10.2018 13:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wäre alles kein Problem, wenn man das machen würde, was man uns versprochen hat und Bedingung für den offenen Schengenraum ist: strenge Kontrollen an allen Aussengrenzen des Schengenraumes, die natürlich auch komplett abgesichert sein müssen. Ich lasse auch nicht mein Haus offen stehen und wundere mich dann, dass sich unbekannte Menschen in den Zimmern aufhalten.