Deutschland

28. April 2020 16:32; Akt: 28.04.2020 18:24 Print

Diese Strafen gelten ab Dienstag für Verkehrssünder

Am heutigen Dienstag tritt in Deutschland eine neue Verkehrsordnung in Kraft. Die Novelle sieht unter anderem erheblich höhere Strafen für Raser und Falschparker vor.

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(Bild: Bernd von Jutrczenka)

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Wer zu schnell fährt, unerlaubt eine Rettungsgasse nutzt oder auf einem Radweg hält, muss sich künftig auf härtere Strafen einstellen. Von diesem Dienstag an gelten in Deutschland neue Regeln im Straßenverkehr. Die Novelle der Straßenverkehrsordnung sieht innerorts wie außerorts strengere Ahndungen für Verstöße vor. Demnach gelten für Raser und Falschparker wesentlich höhere Bußgelder – auch Fahrverbote sollen eher verhängt werden.

Nach der neuen Verordnung darf etwa auf Schutzstreifen für Radfahrer am Straßenrand nicht mehr gehalten werden. Sonst drohen bis zu 100 Euro Strafe und ein Punkt im Fahreignungsregister, also in «Flensburg». Bisher war Halten dort bis zu drei Minuten lang erlaubt. Parken in zweiter Reihe wurde bisher mit 20 Euro geahndet, nun sind es 55 Euro. Wer dabei andere behindert oder gefährdet, riskiert sogar eine noch höhere Strafe bis zu 110 Euro.

«Lappen» schneller weg

Wer im Stau unerlaubt durch eine Rettungsgasse für Einsatzfahrzeuge fährt, kann mit bis zu 320 Euro Strafe, einem Monat Fahrverbot und zwei Punkten bestraft werden. Bislang drohte so eine Strafe nur, wenn Autofahrer keinen Platz für eine Rettungsgasse bildeten.

Auch Raser werden künftig härter bestraft: In Ortschaften reichen von nun an 21 Stundenkilometer mehr als erlaubt, um 80 Euro Strafe, einen Punkt und einen Monat Fahrverbot zu kassieren (bisher 31 km/h). Außerorts liegt die Grenze bei 26 Stundenkilometern. Anders als bisher kann schon beim ersten Mal der Führerschein für einen Monat weg sein. Außerdem: Wer bis zu 20 Stundenkilometer zu schnell fährt, muss – innerorts wie außerorts – künftig auch mit doppelt so hohen Bußgeldern rechnen wie bisher.

Mehr Sicherheit für Radfahrer

Neue Regeln gelten auch beim Überholen von Radfahrern, Fußgängern und Elektro-Tretrollern. Zu ihnen muss innerorts von nun an mindestens 1,5 Meter Abstand gehalten werden, außerorts sind 2 Meter notwendig. Bislang war lediglich ein «ausreichender Seitenabstand» vorgeschrieben.

Mit der geänderten Straßenverkehrsordnung soll vor allem der Verkehr für Radfahrer und Fußgänger sicherer werden. Auch für Carsharing, also gemeinsam genutzte Autos, und Autos mit Elektro-Antrieb soll es Vorteile geben. Für sie können etwa Parkplätze künftig einfacher ausgewiesen werden.

(L'essentiel/dpa)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Marco am 26.05.2020 08:47 Report Diesen Beitrag melden

    Hat der Staat Geldeinbusse gehabt durch die Corona Krise muss jetzt das Geld wieder eingenommen werden durch höhere Geldstrafen schämt euch.

  • Bilderberger am 15.05.2020 21:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sehr gut, die hälfte der Radfahrer sin Verkehrsrowdys, die sich mit nicht legalen Fahrrädern auf der Straasse befinden, un die andere Hälfte ist Suizidar.

  • Jos am 28.04.2020 17:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sehr gut. Es gibt nur 2 Methoden, um jemanden zu vernünftigem Verhalten zu erziehen: Einsicht oder Sanktion. Manchen fehlt eben die Einsicht...

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  • Marco am 26.05.2020 08:47 Report Diesen Beitrag melden

    Hat der Staat Geldeinbusse gehabt durch die Corona Krise muss jetzt das Geld wieder eingenommen werden durch höhere Geldstrafen schämt euch.

  • Bilderberger am 15.05.2020 21:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sehr gut, die hälfte der Radfahrer sin Verkehrsrowdys, die sich mit nicht legalen Fahrrädern auf der Straasse befinden, un die andere Hälfte ist Suizidar.

  • Jos am 28.04.2020 17:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sehr gut. Es gibt nur 2 Methoden, um jemanden zu vernünftigem Verhalten zu erziehen: Einsicht oder Sanktion. Manchen fehlt eben die Einsicht...