Neuauszählung

24. Februar 2020 20:26; Akt: 24.02.2020 21:00 Print

Hamburger FDP scheitert doch an 5-​​Prozent-​​Hürde

Bei der Wahl zur Hamburger Bürgerschaft musste am Montagabend das Ergebnis korrigiert werden. FDP-Spitzenkandidatin zieht als Direktkandidatin trotzdem ins Parlament ein.

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Die Hamburger Liberalen scheitern an der Fünf-Prozent-Hürde, Spitzenkandidatin Anna von Treuenfels-Frowein (Mitte) erringt dennoch Direktmandat. (Bild: DPA/Georg Wendt)

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Die FDP ist bei der Bürgerschaftswahl in Hamburg ganz knapp an der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert. Nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis kamen die Freidemokraten auf 4,9 Prozent und verpassten so den Einzug ins Landesparlament. Allerdings gewann FDP-Spitzenkandidatin Anna von Treuenfels-Frowein in ihrem Wahlkreis Blankenese ein Mandat. Nach ersten Zahlen vom Sonntagabend hatte die FDP noch bei 5,0 Prozent gelegen. Bei der Wahl vor fünf Jahren holte die FDP 7,4 Prozent.

Wie das Landeswahlamt am Montag weiter mitteilte, schaffte auch die AfD den Wiedereinzug in die Bürgerschaft mit 5,3 Prozent (2015: 6,1 Prozent). Stärkste Kraft wurde die SPD von Bürgermeister Peter Tschentscher mit 39,2 Prozent (45,6). Auf Platz zwei landeten die Grünen unter Spitzenkandidatin Katharina Fegebank mit 24,2 Prozent (12,3). Auf die CDU entfielen 11,2 (15,9), auf die Linke 9,1 Prozent (8,5).

Vertrauensverlust durch Wahl in Thüringen

Das endgültige Ergebnis soll am 11. März feststehen. Die konstituierende Sitzung der neuen Bürgerschaft ist für den 18. März geplant.

Die Ereignisse nach der Wahl in Thüringen werden in der FDP als Hauptgrund genannt für das schlechte Abschneiden in Hamburg. Der FDP-Spitzenkandidat Thomas Kemmerich hatte sich hier mit den Stimmen der AfD zum Ministerpräsident wählen lassen. Nachdem Kemmerich die Wahl zunächst angenommen hatte, trat er wenig später zurück. Dadurch sei ein Vertrauensverlust bei den Bürgern entstanden, sagte von Treuenfels. «Das war für uns sehr, sehr schwer in kurzer Zeit wieder aufzuholen.» FDP-Chef Christian Lindner will nun den Mitte-Kurs seiner Partei schärfen.

(l'essentiel/dpa)

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