Antisemitismus-Vorwurf

06. Oktober 2021 09:04; Akt: 06.10.2021 09:21 Print

Hotelmitarbeiter nach Vorwürfen vorerst beurlaubt

Nach Antisemitismus-Vorwürfen des Musikers Gil Ofarim sind zwei Mitarbeiter eines Leipziger Hotels beurlaubt worden – vorerst für die Dauer der Ermittlungen.

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Nach Antisemitismus-Vorwürfen des Musikers Gil Ofarim sind zwei Mitarbeiter eines Leipziger Hotels beurlaubt worden. Dies gelte zunächst für die Dauer der Ermittlungen, sagte eine Sprecherin der Marriott-Gruppe am Mittwochmorgen.

Ofarim hatte in einem am Dienstag veröffentlichten Instagram-Video berichtet, wegen seiner Davidstern-Kette beim Einchecken in das «Westin Hotel» von Mitarbeitern nicht berücksichtigt worden zu sein. Er erzählte, wie er sich in eine Schlange eingereiht habe. Immer wieder seien Personen vorgezogen worden. Als er nach 15 Minuten an der Reihe gewesen sei, habe er gefragt, was das solle. Der Mitarbeiter habe geantwortet: «Um die Schlange zu entzerren», dabei habe Ofarim ja selbst darin gestanden. Daraufhin habe «irgendeiner aus der Ecke» gerufen, dass er seinen Stern einpacken solle. Auch der Hotelmitarbeiter habe gesagt: «Packen Sie Ihren Stern ein.»

Staatsanwaltschaft prüft Unterlagen

Die Polizei nahm Ermittlungen auf und wollte nach eigener Aussage am Mittwoch der Staatsanwaltschaft die Ermittlungsunterlagen zur rechtlichen Prüfung vorlegen. Ob Ofarim Anzeige erstattete, war am Mittwochmorgen zunächst unklar.

Der Davidstern ist eines der bekanntesten Symbole, die mit dem Judentum verbunden werden. Er besteht aus einem Hexagramm, das durch zwei ineinander verwobene gleichschenklige Dreiecke gebildet wird. Obwohl das Hexagramm als jüdisches Zeichen bereits im 7. Jahrhundert vor Christus vorkommt, schmückt der Davidstern erst seit dem Mittelalter Synagogen und seit 1948 die Flagge des Staates Israel. Während des Nationalsozialismus wurde der Davidstern den Juden als Stigma («Judenstern») aufgezwungen.

(L'essentiel/dpa)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • LichtinsDunkel am 06.10.2021 18:19 Report Diesen Beitrag melden

    ..wo ist er denn hingeraten?? So viele Leute vorgezogen und kein einziger Zeuge? Waren das alles taube Nazischergen?

  • Hasneschädel am 06.10.2021 18:17 Report Diesen Beitrag melden

    Oha! Da hoffe ich mal, dass Herr O richtig liegt. Wahrscheinlich ist er tatsächlich nicht korrekt behandelt worden, aber die Rassismuskarte muss dann aber auch sitzen.

  • packtiech am 06.10.2021 15:40 Report Diesen Beitrag melden

    wenn er die Coronaimpfung kritisiert hätte dann wäre er bestimmt entlassen worden...

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Die neusten Leser-Kommentare

  • LichtinsDunkel am 06.10.2021 18:19 Report Diesen Beitrag melden

    ..wo ist er denn hingeraten?? So viele Leute vorgezogen und kein einziger Zeuge? Waren das alles taube Nazischergen?

  • Hasneschädel am 06.10.2021 18:17 Report Diesen Beitrag melden

    Oha! Da hoffe ich mal, dass Herr O richtig liegt. Wahrscheinlich ist er tatsächlich nicht korrekt behandelt worden, aber die Rassismuskarte muss dann aber auch sitzen.

  • jean-paul am 06.10.2021 15:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    geht doch nicht über eine vorverurteilung. wenn ein jude die opferkarte spielt, muss es schliesslich stimmen.

  • packtiech am 06.10.2021 15:40 Report Diesen Beitrag melden

    wenn er die Coronaimpfung kritisiert hätte dann wäre er bestimmt entlassen worden...

    • @packtiech am 06.10.2021 18:17 Report Diesen Beitrag melden

      Du muss dach net ënnert AAAAALLLLLL f***ing Artikel eppes mat Corona schreiwen...... Hues Du kee Liewen??

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  • Jos am 06.10.2021 14:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Da wir wohl alle nicht dabei waren: bevor medial der eine oder der andere vorverurteilt wird wäre es hilfreich, wenn Polizei und Staatsanwaltschaft hier entsprechend untersuchen würden was WIRKLICH vorgefallen ist. Danach können wir alle gerne unser eigenes Urteil fällen.