Klimagipfel

25. September 2019 14:20; Akt: 25.09.2019 14:23 Print

Kanzlerin Merkel bietet Greta Thunberg Paroli

In ihrer Rede beim Klimagipfel hat Thunberg den Staats- und Regierungschefs «Verrat» an ihrer Generation vorgeworfen. Die Deutsche Kanzlerin hält dagegen.

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Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel hat der harten Kritik der jungen Klimaschutzaktivistin Greta Thunberg an den politischen Verantwortungsträgern teilweise widersprochen. Merkel äußerte sich am Dienstag (Ortszeit) in New York im Gespräch mit Journalisten kritisch über Thunberg.

In ihrer Rede beim Uno-Klimagipfel am Montag habe die 16-Jährige ihrer Ansicht nach «nicht ausreichend zum Ausdruck gebracht», welche Chancen moderne Technologie sowie Innovationen für den Klimaschutz eröffneten, hieß es von Merkel.

Die Rolle von Technologie und Innovation vor allem im Energiesektor und beim Energiesparen sei ein Punkt, in dem sie Thunberg widerspreche, sagte die deutsche Kanzlerin. Das am Freitag beschlossene Klimaschutzpaket der deutschen Regierung setze auf diese Möglichkeiten. Merkel hatte sich am Montag am Rande des Gipfels mit Thunberg zu einem Gespräch getroffen. Zu dessen Inhalt wollte die Kanzlerin aber nichts sagen.

«Jeder Mensch fühlt sich angesprochen»

In ihrer Rede beim Klimagipfel hatte Thunberg den versammelten Staats- und Regierungschefs wütend «Verrat» an ihrer Generation vorgeworfen. «Sie lassen uns im Stich», rief sie aus. Thunberg warf der internationalen Politik vor, die drohende Klimakatastrophe nach wie vor zu verharmlosen und an die «Märchen von ewigem Wachstum» zu glauben.

Auf die Frage, ob sie sich von der Kritik Thunbergs direkt angesprochen gefühlt habe, entgegnete Merkel nun: «Jeder aufmerksame Mensch hört zu und fühlt sich damit auch angesprochen.» Zu ihrer eigenen Rede bei dem Gipfel sagte die deutsche Kanzlerin, sie habe darin «mit Überzeugung» dargelegt, wie ihre Regierung ihrer internationalen und nationalen Verantwortung für den Klimaschutz gerecht werden wolle.

Fox News entschuldigt sich

Weniger sachliche Kritik als von Angela Merkel gab es von Seiten des Fox-Sendungsgastes Michael Knowles. Er hatte davon gesprochen, dass die «Klima-Hysterie-Bewegung nichts mit Wissenschaft zu tun habe» und Thunberg als «mental krankes Kind» bezeichnet, das von ihren Eltern ausgenutzt werde. Ein weiterer Sendungsgast, Christopher Hahn, unterbrach Knowles mit den Worten: «Schämen Sie sich!».

Thunberg geht offen mit ihrem Leben mit dem Asperger-Syndrom um und bezeichnete die Krankheit in einem Post auf Instagram im August gar als als «Supermacht». Nichtdestotrotz hat sich Fox in einem Statement bei Greta Thunberg offiziell für die Äußerungen von Michael Knowles entschuldigt.

(L'essentiel/kat/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • sputnik am 25.09.2019 16:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mutti mit Kind abzugeben . Top Zustand,zu nichts zu gebrauchen.

  • dusninja am 25.09.2019 17:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nur, das Kind kann nix dafür. Bei Mutti mit dem Klimapäckchen ist das schon anders. Alles vertagt auf 2021 und danach...

  • Jacques am 25.09.2019 20:39 Report Diesen Beitrag melden

    Der Titel ist zu reißerisch und negativ wenn man den Text liest.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Jacques am 25.09.2019 20:39 Report Diesen Beitrag melden

    Der Titel ist zu reißerisch und negativ wenn man den Text liest.

  • dusninja am 25.09.2019 17:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nur, das Kind kann nix dafür. Bei Mutti mit dem Klimapäckchen ist das schon anders. Alles vertagt auf 2021 und danach...

  • chris am 25.09.2019 17:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Traureg sou iwert e Kand ze schwetze wat nemen kloer mecht, dass Politik systematesch verseet. Profitgier, Machtgeilheit an Korruptioun amplaz sech fir d’Vollek anzesetzen!

  • sputnik am 25.09.2019 16:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mutti mit Kind abzugeben . Top Zustand,zu nichts zu gebrauchen.