81 Verletzte

05. Juni 2016 13:07; Akt: 05.06.2016 13:11 Print

Katastrophenfall – «Rock am Ring» abgebrochen

MENDIG - Blitzeinschläge und 81 Verletzte – die über 90.000 Besucher von «Rock am Ring» müssen bis zum Mittag abreisen. Das Musikfestival wurde endgültig abgesagt.

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Die Besucher von «Rock am Ring» müssen abreisen. (Bild: DPA)

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81 Verletzte am Freitag, Unterbrechung für sieben Stunden am Samstag – und am Sonntag wurden am Musikfestival Rock am Ring» endgültig die Stecker gezogen: Die zuständige Gemeinde Mendig annullierte die Genehmigung für die Fortsetzung der Veranstaltung mit über 90.000 Besuchern, wie eine Sprecherin des Veranstalters am frühen Sonntagmorgen mitteilte.

Die Besucher des Festivals in der Eifel wurden um Verständnis gebeten und aufgefordert, das Gelände auf dem Flugplatz Mendig bis Sonntagmittag zu verlassen. «Ich könnte heulen», wandte sich Festival-Veranstalter Marek Lieberberg am Samstagabend an die Besucher, «aber wir müssen uns höherer Gewalt beugen.»

Am Samstagabend hatte es nach zwischenzeitlicher Unterbrechung noch einmal ein Konzert auf zwei Bühnen gegeben. Dabei jubelten Zehntausende von Rockfans der kalifornischen Band Red Hot Chili Peppers zu. Die Musiker konnten ihre Hits wie «Dani California» und «The Getaway» spielen. Zwei Stunden nach Mitternacht trat auch noch die Berliner Rockband The BossHoss auf, vor Tausenden Menschen auf dem völlig verschlammten Gelände.

Zuvor war das Festival wegen Unwetterwarnungen für sieben Stunden unterbrochen worden. Auch am späten Nachmittag ging noch einmal ein heftiges Gewitter mit Starkregen über dem Festivalgelände nieder.

«Mulde im Boden suchen»

Die Veranstalter hatten die Besucher bereits am Freitagmittag vor möglichen Blitzeinschlägen gewarnt und via Facebook Sicherheitshinweise herausgegeben: «Meidet die unmittelbare Nähe zu jeglichen metallenen Aufbauten auf dem Gelände (z.B. Lichttürme, Lautsprechertürme, etc.)», «Begebt Euch zur Sicherheit in die Autos» oder «Mulde im Boden suchen und in der Vertiefung mit geschlossenen Füssen in die Hocke gehen.»

Doch es half alles nichts: Am Freitagabend schlugen Blitze nahe der Bühnen ein, auf den Campingplätzen wurden zahlreiche Zelte zerstört,insgesamt 81 Besucher wurden verletzt. Zwei Personen mussten wegen Blitzeinschlags sogar reanimiert werden.

«Alles tun, dass keine neuen Verletzten hinzukommen»

Daraufhin beschlossen die Veranstalter nach einem Krisengespräch mit dem rheinland-pfälzischen Innenminister Roger Lewentz, das Festival wegen weiterer Unwetterwarnungen zu unterbrechen. «Wir müssen alles dafür tun, dass keine neuen Verletzten hinzukommen», sagte Lewentz.

Die ersten Festival-Besucher brachen daraufhin schon am Samstagnachmittag auf. Die meisten aber harrten aus und wurden am Samstagabend noch einmal belohnt. Das Zwillingsfestival «Rock im Park» in Nürnberg mit zeitversetztem Programm besuchten ebenfalls Zehntausende. Auch dort gab es am Samstag starken Regen.

(L'essentiel/gux/sda)

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