Tod in Dresden

22. Januar 2015 17:27; Akt: 22.01.2015 17:55 Print

Mitbewohner soll Eritreer umgebracht haben

Ein 20-jähriger Flüchtling aus Eritrea wurde vor einer Woche in der Pegida-Stadt Dresden ermordet. Jetzt fällt der Verdacht auf seinen Mitbewohner.

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Nach dem Tod des 20-jährigen Eritreers haben viele Menschen in Dresden ihre Symphathie mit den Flüchtlingen bekundet. (Bild: DPA)

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Ein Mitbewohner soll den Flüchtling aus Eritrea in Dresden vor gut einer Woche getötet haben. Gegen den Mann sei Haftbefehl wegen Totschlags erlassen worden, sagte Jan Hille von der Dresdner Staatsanwaltschaft am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Einem Bericht von bild.de zufolge legte der Landsmann des Opfers im Verhör ein Geständnis ab. Laut Hille handelt es sich um einen 26-Jährigen.

Die Leiche des 20 Jahre alten Eritreers war am 13. Januar im Hof eines Plattenbaus im Stadtteil Leubnitz-Neuostra gefunden worden. Dort hatte der Asylbewerber mit sieben anderen Flüchtlingen aus Afrika in einer Wohnung gelebt.

Die Polizei hatte zunächst mitgeteilt, dass an der Leiche keine Hinweise auf Fremdeinwirkung festgestellt worden seien. Nach der Obduktion gaben die Behörden dann bekannt, dass der Mann durch Messerstiche in Hals und Brust getötet worden war. Es gab Kritik an der Polizei, weil sie nicht sofort auch an eine fremdenfeindliche Tat gedacht habe.

(L'essentiel/dpa)

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