Berlin

20. September 2016 18:03; Akt: 20.09.2016 18:21 Print

Piraten-​​Politiker soll vor Suizid Mann getötet haben

In der Wohnung des verstorbenen Berliner Abgeordneten Gerwald Claus-Brunner ist ein zweiter Leichnam gefunden worden. Laut Polizeibericht wurde der junge Mann mit «stumpfer Gewalt» getötet.

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Ein Abschiedsbrief des 44-jährigen Piraten-Politikers Gerwald Claus-Brunner hatte am Montagmittag zur Öffnung dessen Wohnung in Berlin-Steglitz durch die Polizei geführt. Dort entdeckten die Beamten die Leichen zweier Männer. Ihnen habe sich ein «schauriges Bild» geboten, heißt es in der Mitteilung der Polizei.

Weil die Situation auf ein Tötungsdelikt schließen ließ, ermittelte daraufhin die Mordkommission. Nun liegen erste Ergebnisse vor: «Die heutigen durchgeführten Obduktionen ergaben, dass der 44-jährige Wohnungsmieter sich selbst das Leben genommen hatte. Bei dem anderen Toten, einem jüngeren Mann, bei dem die Identität noch nicht abschließend geklärt, ist stellte man bei der Autopsie fest, dass er einige Tage zuvor durch stumpfe Gewalt gegen den Oberkörper getötet wurde», steht weiter in der Pressemitteilung.

Missbraucht und dann getötet?

Bei dem zweiten Toten handle es sich um einen Mann mit Jahrgang 1987, bezieht sich der «Spiegel» auf die Staatsanwaltschaft.

Claus-Brunner habe diesen erst missbraucht und dann getötet, bevor er sich selbst durch einen Stromschlag das Leben nahm, schreiben die «Bild» und der «Tagesspiegel» unter Berufung auf Polizeikreise. Demnach ist es schon vor mehreren Tagen zu der Tat gekommen.

Die Ermittlungen der Mordkommission und der Staatsanwaltschaft Berlin dauern weiter an.

Claus-Brunner war den Berliner Piraten 2009 beigetreten. Am Montag teilten diese den Tod ihres Mitglieds auf Twitter mit:

(L'essentiel/20 Minuten)

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