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15. Juli 2020 17:00; Akt: 15.07.2020 17:11 Print

Tönnies darf jetzt wieder schlachten

Wegen des Ausbruchs war die ganze Region wieder in den Lockdown geschickt worden. Nun hat das Unternehmen ein Hygienekonzept vorgelegt.

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Ein Mitarbeiter arbeitet an einem Händedesinfektionsgerät beim Eingang der Fabrik. (Bild: keystone-sda.ch)

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Rund vier Wochen nach einem massiven Corona-Ausbruch darf Deutschlands größter Fleischbetrieb Tönnies an seinem Hauptstandort in Nordrhein-Westfalen wieder schlachten.

Die Stadtverwaltung hat den angeordneten Produktionsstopp für die Schlachtung am Mittwoch mit sofortiger Wirkung aufgehoben. Damit kann das Unternehmen in Rheda-Wiedenbrück bei Gütersloh wieder Tiere von Landwirten annehmen und die Produktion schrittweise hochfahren.

Für die Zerteilung der Tiere hat die Stadt Rheda-Wiedenbrück vorerst noch keine Genehmigung erteilt. Für diesen Produktionsschritt soll es am Donnerstag zunächst nochmals eine Begehungen der Behörden geben.

Zwischen 20.000 und 25.000 Schweine täglich

Gutachter sollen sich beispielsweise Trennelemente aus Plexiglasscheiben anschauen. Am Freitag soll der Bereich nach Angaben der Stadt zunächst in einem Probebetrieb wieder aufgenommen werden.

Bei Tönnies in Rheda-Wiedenbrück würden normalerweise pro Tag je nach Marktlage zwischen 20.000 und 25.000 Schweine geschlachtet. 30.000 sind von den Behörden genehmigt. Durch den Produktionsstopp in Deutschlands größtem Schlachtbetrieb hatte sich ein Stau bei den Schweinemästern gebildet. Sie wurden ihre Tiere nicht los und in den Ställen wurde der Platz eng.

Bei Tönnies hatten sich rund 1400 Arbeiter nachweislich mit dem Coronavirus infiziert, die meisten von ihnen Osteuropäer. Die ersten Fälle waren nach Tests Mitte Juni bekannt geworden. Vorübergehend waren deshalb zusätzliche Corona-Einschränkungen des öffentlichen Lebens für den Kreis Gütersloh und auch für den Nachbarkreis Warendorf verhängt worden.

(L'essentiel/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • René Petry am 17.07.2020 08:22 Report Diesen Beitrag melden

    Super, endlich ist der Nachschub an Billigfleisch wieder gewährleistet. Auf, in den Discounter jenseits der Mosel!

  • Pia am 15.07.2020 19:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Fir d'Déieren : Denkt un sie w. e. g!

  • Unfassbar am 16.07.2020 10:57 Report Diesen Beitrag melden

    Mir wäre es lieber, man hätte das Unternehmen zerlegt, nicht die Tiere.

Die neusten Leser-Kommentare

  • René Petry am 17.07.2020 08:22 Report Diesen Beitrag melden

    Super, endlich ist der Nachschub an Billigfleisch wieder gewährleistet. Auf, in den Discounter jenseits der Mosel!

  • Yes am 16.07.2020 21:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dois , Unfassbar seit ihr Veganer ?? Ich schon !

  • dois am 16.07.2020 16:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    well guer net enner welchen zoustaenn Deieren do gehaal an geschluecht gin????

  • Unfassbar am 16.07.2020 10:57 Report Diesen Beitrag melden

    Mir wäre es lieber, man hätte das Unternehmen zerlegt, nicht die Tiere.

  • Gehacktes King am 16.07.2020 10:46 Report Diesen Beitrag melden

    Und wie sieht es in den Unterkünften aus ? Lieber nicht nachschauen...