Attacke in Halle (D)

15. Januar 2020 19:19; Akt: 15.01.2020 19:26 Print

Unbekannte schießen auf Büro von SPD-​​Politiker

Immer wieder erhält der Bundestagsabgeordnete Karamba Diaby Gewalt- und Morddrohungen. Nun wurde auf sein Büro geschossen.

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In der Nacht auf Mittwoch haben Unbekannte das Büro des SPD-Bundestagsabgeordneten Karamba Diaby beschossen. Wie der Spiegel schreibt, geht die Polizei davon aus, dass die Täter eine Softair-Waffe nutzten.

Bei dem Fenster handelt es sich um eine Doppelscheibe. Während die erste Scheibe Einschusslöcher vorweist, hielt die zweite Scheibe dem Angriff stand.

Gegenüber der Bild sagte der im Senegal geborene Abgeordnete Diaby: «Ich lasse mich aber nicht einschüchtern. Das werden diese Leute niemals schaffen. Diese Menschen, die mit Waffen rumschießen und Angst verbreiten wollen, sind nicht die Mehrheit.» Der Staatsschutz und die Polizei haben Ermittlungen eingeleitet.

Immer wieder Attacken

Die SPD-Chefin Saskia Esken schrieb auf Twitter: «Ich bin ehrlich geschockt, zu welchen Mitteln feige Kriminelle greifen, um Andersdenkende einzuschüchtern.»

Karamba Diaby ist seit dem Jahr 2013 Mitglied des Deutschen Bundestags. Seit Jahren erhält der 58-jährige Gewalt- und Morddrohungen aus der rechtsradikalen Szene. Dieser Angriff sei jedoch ein neues Level für ihn, so Diaby gegenüber dem Spiegel.

(L'essentiel/fss)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Kritiker am 16.01.2020 08:29 Report Diesen Beitrag melden

    Wenn AFD-Politiker angegriffen u. deren Büros zerstört werden, sind das Mittel zum Zweck einer guten Sache. Aber bei einem SPD-Politiker ist das kriminell. Eine Schande, wenn in einer deutschen Demokratie nach zweierlei Maß gemessen wird. Straftat bleibt Straftat u. muß als solches auch gerecht behandelt werden!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Kritiker am 16.01.2020 08:29 Report Diesen Beitrag melden

    Wenn AFD-Politiker angegriffen u. deren Büros zerstört werden, sind das Mittel zum Zweck einer guten Sache. Aber bei einem SPD-Politiker ist das kriminell. Eine Schande, wenn in einer deutschen Demokratie nach zweierlei Maß gemessen wird. Straftat bleibt Straftat u. muß als solches auch gerecht behandelt werden!

    • Selbstverständlich am 19.02.2020 09:41 Report Diesen Beitrag melden

      Doch, jeder Angriff wird als Straftat behandelt, auch die auf die AfD. Wobei der einzige tödliche Angriff in Deutschland Walter Lübcke traf, der bei der CDU war, sich für Flüchtlinge engagierte - der Rechtsextremist Stephan Ernst gilt als dringend tatverdächtig. 2015 gab es die Masserattacke auf Henriette Reker, ebenfalls wegen ihrer Flüchtlingspolitik, sie hat nur knapp überlebt. Sie sehen, Verhamlosungen sind für niemanden gut.

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