Trotz positivem Test

13. September 2020 16:40; Akt: 13.09.2020 16:48 Print

US-​​Touristin steckt beim Feiern Dutzende an

Eine junge Amerikanerin hat sich trotz Corona-Infektion ins Nachtleben Bayerns gestürzt und dabei Dutzende andere angesteckt. Der Landkreis musste nun scharfe Maßnahmen ergreifen.

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Am Freitag wurden in Garmisch-Partenkirchen 33 Personen positiv auf das Coronavirus getestet. Den Großteil davon habe man den Kontakt mit einer jungen US-Amerikanerin zurückverfolgen können, so Landkreis-Sprecher Stephan Scharf gegenüber der deutschen Bild: «Weil sie trotz Symptomen meinte, sich vergnügen zu müssen.»

Die 26-Jährige hatte alleine in ihrem Hotel, dem von der US-Armee betriebenen «Edelweiß Lodge», 23 Menschen angesteckt. Zumindest am Dienstagabend soll sie dann auch durch die Lokale gezogen sein, und unter anderem in der Cocktailbar «Peaches» weitere Personen infiziert haben. Laut Scharf gibt es aber auch Hinweise, dass sie bereits am Montag um die Häuser gezogen war. Ebenfalls wird eine Bar-Tour am Mittwoch vermutet.

«Müssen das Nachtleben herunterfahren»

Wie viele Betroffene es nun gibt, lasse sich laut den Behörden nur schwer sagen, weil die Superspreaderin an so vielen Orten gewesen sei. Laut Bild rechnet das Landratsamt mit «zahlreichen Folgeansteckungen».

Durch diesen neuerlichen Anstieg wurde der kritische Wert von 50 Fällen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche im Landkreis überschritten, weshalb die Behörden nun mit scharfen Maßnahmen reagieren: «Wir müssen das Nachtleben herunterfahren», so der Sprecher weiter.

Bis zu 25.000 Euro Strafe

Ab dem heutigen Samstag ist zumindest für eine Woche nun Sperrstunde um 22 Uhr. Maximal fünf Personen dürfen an einem Tisch sitzen. Auch an öffentlichen Orten sind nur noch Gruppengrößen bis fünf Personen erlaubt. Private Feiern dürfen drinnen maximal 50 Besucher haben, bei Veranstaltungen im Freien 100. Wer gegen diese Regeln verstößt, muss tief in die Tasche greifen: die Bußgelder können bis zu 25.000 Euro ausmachen.

(L'essentiel/her)

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