Dürresommer

04. Juli 2019 11:29; Akt: 04.07.2019 11:40 Print

Verkehrsminister will Engpässe verhindern

Tankstellen ohne Benzin, Unternehmen ohne Rohstoffe. Eine Situation wie im Dürresommer 2018 soll sich am Rhein nicht wiederholen. Deswegen will der Minister vorsorgen.

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ARCHIV - 21.11.2018, Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf: Ein Tankschiff fährt bei Niedrigwasser zwischen trocken gefallenden Buhnen auf dem Rhein. (Bild: Federico Gambarini)

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Damit auch bei langen Dürren der Transport über den Rhein ungefährdet bleibt, will der Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) künftig besser vorsorgen. Ein Acht-Punkte-Plan soll helfen, die Versorgungssicherheit für Bürger und Unternehmen aufrechtzuerhalten. Sein Ziel: Prognosen sollen sich verbessern, sodass leichter und passgenauer geplant werden kann. Mit dabei sind auch Vertreter von BASF und Thyssenkrupp, die zu den stark von Niedrigwasser betroffenen Unternehmen gehören.

Der Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt (BDB) lobte die Initiative: «Damit wird anerkannt, dass die Binnenschifffahrt als Verkehrsträger systemrelevant ist, um die Versorgung der Industriestandorte am Rhein sicherzustellen», schrieb der Verband. Die Pläne ermöglichten es der Binnenschifffahrt, dass Transporte auch bei Niedrigwasser besser planbar und länger durchführbar bleiben.

Pegelstände auf Rekordtief

Durch die lang anhaltende Dürre hatte der Rhein im vergangenen Jahr einen Rekordtiefststand erreicht. So lag der Pegel bei Kaub nach Auskunft der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes zeitweise bei 34 Zentimeter. Der Pegel Kaub gilt als wichtige Marke für das Obere Mittelrheintal. Pegelstände werden erst ab einem definierten Nullpunkt gemessen - tatsächlich war die Fahrrinne bei Kaub laut der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung zu dem Zeitpunkt etwa 1,50 Meter tief.

Durch das Niedrigwasser verschmälerte sich die Fahrrinne für Güterschiffe, was viele Unternehmen vor große Probleme stellte. So musste etwa der Chemieriese BASF in Ludwigshafen zeitweise die Produktion eines Kunststoffproduktes stoppen, weil die Rohstofflieferung per Schiff eingeschränkt war. Tankstellen warteten teils vergeblich auf Benzin oder Diesel, Frachtschiffe konnten nur noch deutlich geringer beladen werden, viele Fähren stellten ihren Betrieb ein.

Doch statt sich auf die Politik zu verlassen, sind die Unternehmen am Rhein in Sachen Vorsorge bereits selbst tätig geworden. So hat sich der Branchenriese BASF für ein erneutes Niedrigwasser Transportkapazitäten auf Schiffen mit niedrigerem Tiefgang gesichert.

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