26. März 2015 13:43; Akt: 26.03.2015 18:23 Print

Das war Kopilot Andreas Lubitz

Der 27-jährige Andreas Lubitz riss am Dienstag mit einem Airbus A320 150 Menschen in den Tod. Sein Elternhaus wird bereits von Polizisten bewacht.

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Andreas Lubitz (27) stammt aus Montabaur in Rheinland-Pfalz. An der Seite von Patrick S. flog er am Dienstag mit einem Airbus A320 von Barcelona Richtung Düsseldorf. Doch das Flugzeug kam nie an. Über den französischen Alpen stürzte es ab, 150 Menschen starben. Nach neusten Erkenntnissen saß Lubitz alleine im Cockpit, als die Maschine in eine Felswand prallte – und er hat sie bewusst zum Absturz gebracht.

Andreas Günter Lubitz, so sein voller Name, war ein begeisterter Pilot. Er war ein langjähriges Mitglied eines Fliegervereins. Als Jugendlicher habe er als Segelflugschüler gestartet und es schließlich zum A320-Piloten geschafft, schreiben seine betroffenen Kollegen auf der Vereinsseite. Es sei sein Traum gewesen. «Den Traum, den er jetzt so teuer mit seinem Leben bezahlte.» Bekannte sagen auf ntv, dass Lubitz ein unnauffälliger Mensch gewesen sei. «Wir hätten ihm so etwas niemals zugetraut.» Mittlerweile wird das Haus seiner Eltern von Polizisten bewacht. Sie sollen Journalisten fernhalten. Lubitz' Familie ist derzeit unterwegs zur Unglücksstelle.

2013 wurde Lubitz in die Datenbank der Federal Aviation Administration (FAA) aufgenommen. Im September 2013 stieg er direkt nach einem Training in der Verkehrsflieger-Schule der Lufthansa in Bremsen bei der Billigtochter German Wings ein. Der Mann habe bis zu dem Absturz 630 Flugstunden absolviert, wie das Unternehmen bestätigte.

Besonderes Interesse für Airbus A320

Sein Facebook-Profil zeigt: Lubitz interessierte sich besonders für den Flugzeugtyp A320. Er folgte einer Seite, auf der erfahrene Piloten verschiedene Szenarien, technische Informationen und operative Fragen diskutierten. Am 24. März 2015 riss Lubitz schließlich mit genau diesem Flugzeugtyp 150 Menschen in den Tod.

Laut der Bürgermeisterin von Montabaur, Gabriele Wieland, lebte Lubitz mit seinen Eltern in Montabaur (Rheinland-Pfalz) und hatte auch einen Wohnsitz in Düsseldorf, wo der Germanwings-Flug am Dienstagmorgen landen sollte.

Die Familie des Kopiloten ist am Donnerstag zum Unglücksort in den französischen Alpen gereist. Dass ihr Verwandter Flug 4U9525 gekidnappt und 150 Menschen in den Tod gerissen haben soll, erfuhren sie laut Lufthansa noch vor der Mitteilung der Staatsanwaltschaft in Marseille.

(jt/vro/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Michael R. am 26.03.2015 16:29 Report Diesen Beitrag melden

    Er war leider psychisch krank und in psychologischer Behandlung. Es leiden immer mehr Menschen an Psychokrankheiten.

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  • Beat am 26.03.2015 22:19 Report Diesen Beitrag melden

    Ist das schon alles? Das fragen sich manchmal strebsame Menschen, nachdem sie ihre aufwändige Ausbildung erfolgreich abgeschlossen haben. Die stete Herausforderung fehlt auf einmal, und nach einiger Zeit schleicht sich bereits eine gewisse Routine ein. Das könnte auch hier ein Ansatz zum folgenschweren Entscheid des Copiloten gewesen sein. Zumal die Piloten, anders als in der Kabine, kaum Kontakt haben mit den Passagieren. Eine gewisse Einsamkeit ist da also auch vorhanden.

  • Karsten Kreft am 26.03.2015 16:14 Report Diesen Beitrag melden

    Unglaublich und schmerzhaft. Wer sich umbringen will der springt doch von der Brücke oder ähnliches, aber nimmt keine 16-jährigen Schülergruppen und Babies mit. Was für ein Typ !

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Monika Lang am 27.03.2015 21:08 Report Diesen Beitrag melden

    Auch seine Eltern haben bei dem Unglück ein Kind verloren - dies bei allem Respekt bitte nicht aus den Augen verlieren

  • Beat am 26.03.2015 22:19 Report Diesen Beitrag melden

    Ist das schon alles? Das fragen sich manchmal strebsame Menschen, nachdem sie ihre aufwändige Ausbildung erfolgreich abgeschlossen haben. Die stete Herausforderung fehlt auf einmal, und nach einiger Zeit schleicht sich bereits eine gewisse Routine ein. Das könnte auch hier ein Ansatz zum folgenschweren Entscheid des Copiloten gewesen sein. Zumal die Piloten, anders als in der Kabine, kaum Kontakt haben mit den Passagieren. Eine gewisse Einsamkeit ist da also auch vorhanden.

  • Lisa Wein am 26.03.2015 21:03 Report Diesen Beitrag melden

    Wie kann ein Mensch so etwas schlimmes machen und in Kauf nehmen das 150 andere Menschen sinnlos sterben,das ist so grausam.Ein Unglück,Terroranschlag oder technisches Versagen ,das ist schon furchtbar,aber wissentlich in den Tod zu stürzen,das kann man kaum fassen.

    • Schnelzer Anton am 27.03.2015 10:02 Report Diesen Beitrag melden

      Es gibt Menschen die sind zu allem fähig.

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  • Gabi Seifert am 26.03.2015 20:46 Report Diesen Beitrag melden

    Man hat einen schuldigen gefunden,der sich nicht mehr wehren kann. Ich glaube nicht daran, dass er es getan hat.....

    • Esperanza Martinez am 27.03.2015 08:25 Report Diesen Beitrag melden

      wenn rassistische oder nicht sachbezogene Beiträge gemacht werden dürfen, dass schon gar nicht die von Fr.Seifert. Glauben?...der Co-Pilot sass alleine vor den Fliegerinstrumenten, und seelenallein entschlossen die Maschine gegen die Alpen zu zerschellen. Glauben? Die Fakten liegen vor, ein Aufnahmegerät - brauchen Sie etwa ein Video als Beweisstück?

    • Schnelzer Anton am 27.03.2015 10:00 Report Diesen Beitrag melden

      Wer soll es dann getan haben, wenn jemand von Innen die Tür verriegelt und den Hebel umlegt auf Sinkflug da hat der französische Staatsanwalt vollkommen Recht aber so einer kann doch nicht vollkommen gesund sein, das müsste doch den Pschychologen auffallen bei einer genauen Durchsuchung bzw. Prüfung.

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  • Laura Wendel am 26.03.2015 16:56 Report Diesen Beitrag melden

    Ich glaube persönlich er war ein Psychopath. Ein Psychopath pflegt eiskalte Überlegungen und ist selbst eine eiskalte Natur, was er hinter einem perfekt gespielten Wesen von Charme, Aufrichtigkeit, Nettigkeit, Geselligkeit und Verständigkeit usw. versteckt, folglich sein Psychopathie-Wesen in der Regel von den Mitmenschen nicht erkannt wird. Diese Maskerade bricht erst dann zusammen, wenn er als Psychopath entlarvt wird, wenn diese nicht funktioniert oder wenn er sein wirkliches Ziel erreicht hat. Als Psychopath hat er die Eigenschaft, alles, was er auch immer angeht und unternimmt, zur Perfektion zu bringen.

    • Juliane H. am 26.03.2015 18:50 Report Diesen Beitrag melden

      Frau Wendel, woher wollen Sie wissen was der Andreas für ein Mensch war? Immer gleich diese Gerüchte verstreuen, bringt niemand weiter. Vielleicht warten wir erst einmal die Ermittlungen ab. Es ist ganz furchtbar was da passiert ist und macht einen sprachlos.

    • Campanula Carpatica am 26.03.2015 22:59 Report Diesen Beitrag melden

      Ja, Frau Wendel, diese Kriterien charakterisieren den Psychopathen recht gut. Völlig unverständlich, dass weder die Lufthansa noch ihre Ableger keine psychopathologischen Abklärungen vorgenommen haben/ vornehmen -bei Verkehrspsychologischen Prüfungen, insofern Passagiere befördert werden- ist dies im Strassenverkehr PFLICHT.

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