Fünf Beispiele

10. August 2018 07:35; Akt: 10.08.2018 08:46 Print

In diesen Fällen hätte Elon Musk besser geschwiegen

Viele feiern Elon Musk als Celebrity-CEO. Der Social-Media-affine Manager tut sich und seinen Fans aber nicht nur Gefallen, wie diese fünf Beispiele zeigen.

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Tesla-Chef Elon Musk ist als junger, unkonventioneller Milliardär einer der meistbeachteten CEOs der Welt. Allerdings hat das Nachteile: Wenn der exzentrische Firmenchef einen etwas frechen Tweet absetzt, sehen das Millionen von Menschen – das hat nicht selten negative Konsequenzen. Das sind fünf Fälle, in denen Musk das Falsche gesagt und sich deswegen Ärger eingehandelt hat:

• «Wir gehen von der Börse»

Musk hat kürzlich die US-Börse in Aufregung versetzt, weil er auf Twitter verkündete, er werde den Autobauer möglicherweise privatisieren.

Konsequenz: Für die Aktie war der Tweet gut: Sie schoss um rund 11 Prozent in die Höhe und schloss den Tag bei 380 US-Dollar ab. Die amerikanische Börsenaufsicht SEC hat allerdings laut dem «Wall Street Journal» eine Untersuchung eingeleitet. Sollte Musk es ernst meinen, will die Behörde wissen, warum die Mitteilung über Twitter und nicht über das übliche Verfahren für wichtige Firmennachrichten veröffentlicht wurde.

• «Tesla ist so bankrott, man glaubt es kaum»

Ein Aprilscherz, der für manche etwas nahe an der Realität lag: Musk twitterte am ersten Tag des Monats April, dass der Autohersteller komplett bankrott sei. Dazu veröffentlichte er kurz darauf noch ein Bild von sich selbst, wie er ohnmächtig an einem Model 3 lehnt.

Konsequenz: An der US-Börse büsste die Tesla-Aktie am Folgetag zeitweise fast 8 Prozent ihres Werts ein. Zudem wurde der CEO kritisiert, der Witz sei geschmacklos – schließlich folgte er direkt auf den schlechtesten Börsenmonat des Unternehmens seit sieben Jahren.

• «Sorry, Pädo-Typ»

Das Höhlendrama von Thailand beschäftigte auch Elon Musk, der mit einem U-Boot helfen wollte. Doch dann entfachte sich ein Streit zwischen Musk und dem Höhlenexperten vor Ort, Vernon Unsworth. Der Tesla-Chef bezeichnete den Taucher als Pädophilen.

Konsequenz: Auf Twitter hagelte es sofort Kritik: «Warum bezeichnen Sie einen Helden als pädophil? Was ist los mit Ihnen?», schrieb ein Benutzer. Unsworth sagte zur Nachrichtenagentur AFP zudem, er ziehe es in Betracht, Musk wegen Verleumdung zu verklagen. Mittlerweile ist der Originaltweet gelöscht und Musk hat auf Twitter eine Entschuldigung veröffentlicht.

• «Trottelfragen sind nicht cool»

Kritische Journalistenfragen lehnte Musk Anfang 2018 auf ziemlich unhöfliche Weise ab, diesmal nicht auf Twitter, sondern bei einem Konferenztelefonat zu den Quartalszahlen. Das Unternehmen hatte einen Verlust von 710 Millionen Dollar bekanntgegeben, mehr als je zuvor in einem Quartal. Die übergangenen Fragen bezogen sich auf diesen Rekordverlust und die Zukunft des Unternehmens.

Konsequenz: Musks unprofessionelles Verhalten wurde zumindest kurzzeitig von den Investoren abgestraft: Noch während der Telefonkonferenz verlor die Tesla-Aktie 4,7 Prozent ihres Werts.

• «Die Medien melden nur genug Wahrheit, um ihre Lügen zu vertuschen»

Musk gibt sich auf Twitter immer mal wieder frustriert wegen der Medienberichte über Tesla. Seiner Meinung nach publizieren große Medienkonzerne Lügen und haben deshalb das Vertrauen der Bevölkerung verloren, schrieb der CEO etwa im Mai.

Konsequenz: Musks Schuss ging nach hinten los. Der Angriff auf die Medien hatte nur noch mehr negative Berichterstattung zur Folge. Um sich zu verteidigen, nahmen Journalisten den Tweet zum Anlass, erneut aufzulisten, wie Tesla regelmäßig für Schlagzeilen sorgt: «Produktionsengpässe, 700 Angestellte zu entlassen und tödliche Unfälle verdienen die Berichterstattung», schrieb etwa «The Atlantic».

(L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Luxusburger am 10.08.2018 09:47 Report Diesen Beitrag melden

    Hun Leit neicht besseres ze dinn wei sich iwwer sou Dommheeten opzeregen. Eent muss en em loossen seng E-Autoen sin 1000x besser wei Konkurrenz wat Reichweit mat enger Stroumfellung ubelangt. Virwaat gin net mei E-Autoen entweckelt vun den europäeschen Auto-Hirsteller (wei VW, Audi, BMW etc etc) Wann ech kuken wat en Elektro BMW i3 kascht an wei Reichweit as ouni Range Extender dat as dach lachhaft.Dat selwecht kann ech immer den E-up an E-Golf soen.

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  • Luxusburger am 10.08.2018 09:47 Report Diesen Beitrag melden

    Hun Leit neicht besseres ze dinn wei sich iwwer sou Dommheeten opzeregen. Eent muss en em loossen seng E-Autoen sin 1000x besser wei Konkurrenz wat Reichweit mat enger Stroumfellung ubelangt. Virwaat gin net mei E-Autoen entweckelt vun den europäeschen Auto-Hirsteller (wei VW, Audi, BMW etc etc) Wann ech kuken wat en Elektro BMW i3 kascht an wei Reichweit as ouni Range Extender dat as dach lachhaft.Dat selwecht kann ech immer den E-up an E-Golf soen.