Reaktionen zu «Drecksloch»

12. Januar 2018 07:32; Akt: 12.01.2018 07:34 Print

«Nun sind wir sicher, dass Trump ein Rassist ist»

Der US-Präsident hat afrikanische Länder, El Salvador und Haiti als «Dreckslöcher» bezeichnet. Die Reaktionen bleiben nicht aus.

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«Er hat eigentlich Make America White Again gemeint»: US-Präsident Donald Trump. (Archivbild) (Bild: Shawn Thew)

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US-Präsident Donald Trump hat mit einer Bemerkung mal wieder für Furore gesorgt. Während eines Treffens mit demokratischen und republikanischen Senatoren stellte der Präsident am Donnerstag die Frage, warum die USA die Einreise von Menschen aus «Drecksloch-Ländern» erlaubten – und spielte damit auf afrikanische Länder, El Salvador und Haiti an. Reaktionen aus Washington im Überblick:

«Präsident Trumps Kommentare sind nur ein weiterer Beweis für seine rassistisch unsensiblen und ignoranten Ansichten. Es bekräftigt außerdem die Bedenken, die wir jeden Tag hören, dass der Make America Great Again-Slogan des Präsidenten in Wirklichkeit ein Code für Make America White Again (auf Deutsch etwa: Macht Amerika wieder weiß) ist.» Der republikanische Senator Cedric Richmond, Vorsitzender des Black Caucus im US-Kongress.

«Ich freue mich darauf, eine genauere Erklärung zu den Kommentaren des Präsidenten zu bekommen. Amerika ist unter anderem so besonders, weil wir die Besten und Schlauesten der Welt bei uns willkommen heißen, ohne Rücksicht auf ihr Heimatland.» Der republikanische Senator Orrin Hatch.

«Trumps Kommentare sind unfreundlich, spaltend, elitär (...). Dieses Verhalten ist für das Oberhaupt unserer Nation inakzeptabel.» Die republikanische Abgeordnete Mia Love, deren Familie aus Haiti stammt.

«Er versucht, mich zurückzugewinnen.» Ann Coulter, rechtskonservative Kommentatorin

«Die Stellung der USA als moralische Instanz in der Welt ist durch den unbedarften, kaltschnäuzigen und ungefilterten Rassismus, der wiederholt von Präsident Trump vertreten wird, beschädigt worden. Seine Entscheidung, Obszönitäten zu benutzen, um afrikanische, zentralamerikanische und karibische Länder zu beschreiben, ist nicht nur ein Tiefpunkt für diesen Präsidenten, sondern ein Tiefpunkt für unsere Nation.» Die Bürgerrechtsorganisation NAACP, die sich für die Rechte von ethnischen Minderheiten in den USA einsetzt.

«Präsident Trump ist konstant ehrlich über den weißen Nationalismus hinter seiner Einwanderungspolitik gewesen. Seine letzte Salve steht im direkten Kontrast zu der Entscheidung des Kongresses aus dem Jahr 1965, die rassistischen Quoten pro Land aus der Vergangenheit abzuschaffen und unsere Einwanderungspolitik auf eine Linie mit der Ära der Bürgerrechte zu bringen.» Lorella Praeli, Direktorin des Bereich Einwanderungspolitik und Kampagnen der Bürgerrechtsorganisation ACLU.

«Wir können nun mit hundertprozentiger Sicherheit sagen, dass der Präsident ein Rassist ist, der nicht die in unserer Verfassung oder in der Unabhängigkeitserklärung bewahrten Werte teilt.» Der demokratische Abgeordnete Luis Gutiérrez.

«Er hat sich selbst als untauglich präsentiert, unwissend über die Geschichte dieses Landes und die Geschichte der Mitwirkung, die Einwanderer, vor allem haitianische Einwanderer, in diesem Land haben.» Der demokratische Senator Kwame Raoul, dessen Eltern in den 1950er Jahren aus Haiti in die USA kamen.

(L'essentiel/chk)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • guy Michels am 12.01.2018 08:59 Report Diesen Beitrag melden

    wer genug Geld hat, darf auch laut denken....

  • Anabel am 12.01.2018 08:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dee Mēnsch ass eng Gefor fir déi ganz MënschheetWéi kann esou ee Mann esou vill Muecht kréien.Dee misst dach gezwonge ginn zréckzetrieden."Maein ass méi grouss wéi daein"Onzourechnungsfäheg an onberechenbar.Iergentwann huet deen ee Land esou mat sengen domme Geschwaetz beleidegt datt et knuppt.

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  • loshein am 12.01.2018 14:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ech liesen iwwerall ‚Drecksloch‘. Hien huet Schäisslach gesot, dann iwwersetzt et och w.e.g. esou. Et gëtt kee Grond fir dee Rassist ze schounen a séng Wierder ze ‚verschéineren‘.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • loshein am 12.01.2018 14:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ech liesen iwwerall ‚Drecksloch‘. Hien huet Schäisslach gesot, dann iwwersetzt et och w.e.g. esou. Et gëtt kee Grond fir dee Rassist ze schounen a séng Wierder ze ‚verschéineren‘.

    • Jewn-Marie am 12.01.2018 18:50 Report Diesen Beitrag melden

      Richtig! Drecksloch heißt übersetzt 'dirty hole'' und 'shit hole' steht eben für Sch...loch! Wen pikierts, wenn etwas von Präsident Trump losgetreten wird?

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  • guy Michels am 12.01.2018 08:59 Report Diesen Beitrag melden

    wer genug Geld hat, darf auch laut denken....

  • Anabel am 12.01.2018 08:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dee Mēnsch ass eng Gefor fir déi ganz MënschheetWéi kann esou ee Mann esou vill Muecht kréien.Dee misst dach gezwonge ginn zréckzetrieden."Maein ass méi grouss wéi daein"Onzourechnungsfäheg an onberechenbar.Iergentwann huet deen ee Land esou mat sengen domme Geschwaetz beleidegt datt et knuppt.

    • El Capitan am 15.01.2018 08:21 Report Diesen Beitrag melden

      Sou schlemm as et och net. A ville Saachen gin ech dem Trump recht. Bon et muss gesoot gin dat hien net emmer dei richteg Wuerwahl hellt. Gin mer him mol eng Chance anstatt ze versichen mat Skandaler hien vum Posten vum President vun den USA eroof ze geheien wellen.

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