Schuldenkrise

17. August 2012 11:34; Akt: 17.08.2012 13:21 Print

Finnland bereitet sich auf Euro-Ende vor

Brisante Äußerung vom finnischen Außenminister: Sein Land habe Vorbereitungen für den Crash der Euro-Zone getroffen, sagte Tuomioja und riet anderen Staaten zum selben Vorgehen.

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Erkki Tuomiojas Äußerungen dürfte bei den Euro-Rettern für Verstimmung sorgen. (Bild: Keystone)

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Der finnische Außenminister Erkki Tuomioja hat mit Aussagen über einen möglichen Zerfall der Euro-Zone für Wirbel gesorgt. Sein Land habe bereits Vorbereitungen für das Ende der Währungsunion getroffen, sagte er in einem Interview mit der britischen Zeitung «Daily Telegraph».

Er riet anderen europäischen Staaten, ebenfalls Vorkehrungen für ein solches Szenario zu treffen. «Wir müssen uns offen auf die Möglichkeit eines Zerfalls der Euro-Zone vorbereiten», forderte Tuomioja.

Crash wäre nicht das Ende der EU

«Das ist nicht etwas, das jeder in Finnland befürwortet, geschweige denn die Regierung.» Ein Auseinanderbrechen des Euro würde aber nicht das Ende der Europäischen Union bedeuten, so Tuomioja. Im Gegenteil: «Es könnte der EU helfen, besser zu funktionieren.»

Finnlands Europa-Minister Alexander Stubb reagierte umgehend auf die Aussagen seines Kollegen und versuchte Zweifel an der finnischen Unterstützung für den Euro zu zerstreuen. Finnland stehe zu «100 Prozent» zum Euro, sagte Stubb der Nachrichtenagentur Reuters. «Ich will deutlich machen, dass die Spekulationen des Außenministers nicht die Position der Regierung widerspiegeln».

(L'essentiel Online/sda)