Ergebnisse in Luxemburg

26. Mai 2014 07:28; Akt: 26.05.2014 15:07 Print

CSV siegt deutlich – Niederlage für LSAP

LUXEMBURG - Ein Triumph für die CSV: Mit 37,65 Prozent der Stimmen hat die Partei eines der besten Ergebnisse in ihrer Geschichte überhaupt erzielt. LSAP geht als großer Verlierer hervor.

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Die CSV ist in der Nacht zum Montag als klare Siegerin der Europawahl in Luxemburg hervorgegangen. Nach dem vorläufigen Endergebnis erreichte sie 37,65 Prozent der Stimmen und liegt somit deutlich vorne vor den anderen Luxemburger Parteien. Mit dem Ergebnis nähert sich die Partei von Jean-Claude Juncker und Viviane Reding dem historischen Rekord von 38 Prozent der Stimmen, die die CSV bei den Legislaturwahlen 2009 erreicht hatte. Bei den Europawahlen vor fünf Jahren hatte die CSV lediglich 31,3 Prozent der Stimmen erhalten. Die Partei kann somit drei Sitze im EU-Parlament behaupten.

Die Déi Gréng verbuchen in Luxemburg das zweitbeste Ergebnis: Für sie stimmten 15,01 Prozent der Wähler ab (2009: 16,8 Prozent). Knapp dahinter landet Premier Bettels Partei DP: Sie errang 14,77 Prozent der Stimmen (2009: 18,6 Prozent). Premier Bettel will laut Radio 100,7 aus den Europawahl-Ergebnissen vorerst keine Niederlage für seine Regierung herauslesen.

Ins Straßburger Parlament ziehen somit Viviane Reding, Georges Bach und Franck Engel (alle CSV), sowie Mady Delvaux-Stehres (LSAP), Charles Goerens (DP) und Claude Turmes (Déi Gréng) ein.

Niederlage für LSAP

Eine Wahlschlappe erleidet laut den vorläufigen Ergebnissen die LSAP: Mit 11,75 Prozent liegt die Partei um die ehemalige Unterrichtsministerin Mady Delvaux-Stehres auf Platz vier und deutlich hinter dem Ergebnis, das sie bei den letzten Europawahlen 2009 eingefahren hat (19,5 Prozent).

«Das ist ein sehr schlechtes Ergebnis», sagte LSAP-Spitzenkandidatin Mady Delvaux-Stehres am Sonntag nach der Bekanntgabe der ersten Wahlergebnisse. «Alle drei Regierungsparteien haben Stimmen verloren, aber das Ergebnis ist besonders hart für die LSAP. Das müssen wir jetzt erstmal verdauen, bevor wir voreilig analysieren. Eine gründliche Analyse wird von Nöten sein.»

Gewinne verzeichneten auch die kleineren Parteien. Die ADR verbesserte sich leicht gegenüber den letzten Europawahlen und erreichte 7,53 Prozent der Stimmen (2009: 7,4 Prozent). Déi Lénk schaffte ebenfalls mit 5,76 Prozent ein besseres Ergebnis als vor fünf Jahren (2009: 3,4 Prozent). Die Piraten errangen 4,23 Prozent der Stimmen, für die KPL stimmten 1,49 Prozent (2009: 1,5 Prozent) und für die PID 1,82 Prozent der Wähler ab.

Hier ist unser Liveticker zum Nachlesen:

automatisches Update
Es tickert für Sie:
Philip Weber
23:34
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Die CSV gewinnt die Europawahl in Luxemburg deutlich. Ins Straßburger Parlament ziehen Viviane Reding, Georges Bach und Franck Engel (alle CSV), sowie Mady Delvaux-Stehres (LSAP), Charles Goerens (DP) und Claude Turmes (Déi Gréng) ein.

Damit verabschieden wir uns für heute. Ab morgen Früh erwarten Sie bei uns - wie gewohnt - die neuesten Nachrichten aus Luxemburg, Europa und der Welt.
23:25
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Für PID-Spitzenkandidaten Jean Colombera ist die Europawahl «ein Erfolg im Vergleich zu den nationalen Wahlen. Mit 1,82 Prozent haben wir hinzugewonnen. Und außerdem: Wir sind nicht die Letzten. Wir können zufrieden sein und werden bei den Kommunalwahlen wieder antreten.»
23:19
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LSAP-Spitzenkandidatin Mady Delvaux-Stehres: «Das ist ein sehr schlechtes Ergebnis. Alle drei Regierungsparteien haben Stimmen verloren, aber das Ergebnis ist besonders hart für die LSAP. Das müssen wir jetzt erstmal verdauen, bevor wir voreilig analysieren. Eine gründliche Analyse wird von Nöten sein.»
23:01
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Premier-Minister und DP-Vorsitzender Xavier Bettel erklärt: «Ich habe Jean-Claude Juncker angerufen, um ihm zu gratulieren. Mit ihm hatte die CSV sieben Kandidaten, und der Siebte hat eine große Rolle gespielt.»

«Ich bin froh, dass Luxemburg wahre Pro-Europäer nach Straßburg entsendet. Die Ergebniss in den anderen ländern machen mich betroffen. Es lehrt uns, dass wir den Bürgern Europa besser erklären müssen.»
22:54
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Obwohl seine Wahl so gut wie gesichert ist, will Charles Goerens «Das Ergebnis nicht kommentieren. Bisher sind es nur Spekulationen.» Angesichts des «Traumergebnisses bei der letzten Wahl, wird es schwierig sein, diesen Rekord zu schlagen.»
22:50
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Nach Angaben von Piraten-Chef Sven Clement wird seine Partei bei «etwa vier Prozent der Stimmen» landen. Damit sei das Ergebnis höher als erwartet, gerechnet habe man eher mit drei Prozent.

Die Ergebnisse der Schwesterparteien - vor allem in Deutschland und Österreich - seien «enttäuschend», so Clement. Das Resultat in Luxemburg zeige, «dass die Partei keine Modeerscheinung ist. Auch er sei «schockiert», dass so viele Menschen Rechts wählten und zeigte sich «glücklich, dass es solch eine Partei hier nicht gibt.»
22:07
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Marc Angel (LSAP): «Wir haben unsere Ziele nicht erreicht - Das ist offesichtlich. Es war ein sehr stark personifizierter Wahlkampf und es gab den "Juncker-Effekt". Die Luxemburger wollen ihn an der Spitze der Kommission sehen. Und es gibt eine gute Nachricht. Parteien, die Europa nicht befürworten, haben nicht gewonnen.»
21:50
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Nach Informationen von L'essentiel landet die LSAP bei 12 Prozent und wäre damit nur vierte Kraft im Lande. Im Hauptquartier der Partei in der Rue Chimay ist die Stimmung gedrückt, den offiziellen Ergebnissen wird mit Angst entgegengefiebert.
21:47
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Ganz anders ist die Stimmung bei der LSAP, auch wenn Mady Delvaux-Stehres ins Parlament einziehen wird. Die Partei wird Stimmen im Vergleich zu 2009 eingebüßt haben.
21:42
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Feststimmung bei der CSV: Viviane Reding, Spitzenkandidatin der Partei, erklärt: «Die CSV hat gewonnen, die Menschen haben gewonnen». Die Vize-Präsidentin der Europäischen Kommission moniert die schlechten Prognosen, die ihrer Partei im Vorhinein gemacht wurden: «Alle Analysen der Pseudo-Experten haben sich als falsch herausgestellt.»

Nach Informationen von L'essentiel gewinnt die CSV 6 bis 7 Prozentpunkte im Vergleich zur Wahl 2009 - ein historisches Hoch.
21:30
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Georges Bach (CSV) vermeldet via Facebook: «Et gesäit no engem gudden Owend fir d'CSV aus.» (Zu Deutsch: «Es sieht nach einem guten Abend für die CSV aus.»)
21:24
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Nach Angaben von Tageblatt.lu liegt die Wahltbeteiligung in Luxemburg, wo Wahlpflicht herrscht, bei 90 Prozent.
21:20
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Die CSV-Abgeordnete Nancy Arendt schreibt auf ihrem Facebook-Profil: «Mir soen all eise Wieler Villmools Merci! Elo heescht et waarden.» (Zu Deutsch: Wir bedanken uns bei all unseren Wählern. Jetzt heißt es abwarten.»)
21:18
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Die Wahlleitung teilt soeben mit, dass es jetzt «in Besitz des vollständigen Ergebnisses für das Großherzogtum» sei, dieses aber nicht vor 23 Uhr veröffentlicht würden.
21:12
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Bei Déi Lénk wundert man sich über den Mangel an Informationen. Und das obwohl die Wahllokale seit 14 Uhr geschlossen sind, so Serge Urbany:
21:07
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Angesichts des «katastrophalen Wahlergebnisses» in Frankreich, zeigt sich der Grünen-Politiker Claudes Turmes «enttäuscht von von der französischen Grenzgängern, die sich nicht für Politik interessieren. Ohne Europa würden sie an der Grenze fünf Stunden im Stau stehen.»

Mit dem europaweiten Ergebnis zeigt sich Turmes zufrieden. Denn trotz der Wirtschaftskrise, in der ökologische Visionen bei vielen nicht gerade höchste Priorität hätten, hätten die Grünen in Österreich hinzugewinnen können und in Belgien ihre Sitze halten können.
20:59
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Claudes Turmes erklärt gegenüber L'essentiel, er sei «glücklich über den Wahlkampf. Déi Gréng ist es gelungen, das Land für Themen wie das Freihandelsabkommen TTIP zu sensibilisieren.» Außerdem sei er «hoch motiviert», was seine anstehende Arbeit im Parlament angeht, wo er Mehrheiten für Veräderungen in der Umwelpolitik gewinnen wolle.
20:53
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Die vorraussichtlich nicht berücksüchtigte LSAP-Kandidatin Cátia Gonçalves macht ihrem Entsetzen über den Erfolg des Front National in Frankreich via Facebook Luft: «Traurig für Frankreich, traurig für Europa... Wehret den Anfängen.»
20:46
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Der Wahlabend schreitet voran, und die Vermutungen erhärten sich. Gut informierte Kreise bestätigen gegenüber L'essentiel, dass sich die Spitzenkandidtaen - wie eben beschrieben - durchsetzen und ins Parlament einziehen werden.
20:20
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Wenn die Prognosen stimmen, könnten für die CSV Viviane Reding, Georges Bach und Franck Engel ins Parlament einziehen. Viviane Reding, Spitzenkandidatin der Partei, würde den Sitz von Astrid Lulling einnehmen, die nicht mehr kandidiert hat. Spitzenkandidaten der anderen Parteien sind Mady Delvaux-Stehres (LSAP), Charles Goerens (DP) und Claude Turmes (Déi Gréng). Sie haben die besten Chancen, berücksichtigt zu werden.
20:07
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Das hieße, dass die CVP weiter drei Abgeordnete nach Straßburg schickt. LSAP, DP und Déi Gréng auch in der neuen Legislatur mit jeweils einem Politiker vertreten sind.
20:03
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Aus gut informierten Kreisen heißt es in Luxemburg, die CSV sei der große Gewinner. Die LSAP hätte große Einbußen zu verzeichnen, auch die DP verliere Stimmanteile, während sich Déi Gréng halten. An der Sitzverteilung ändere sich nichts.
20:00
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Auch EU-Ausländer, die im Großherzogtum leben, sind hier zur Wahl zugelassen. Laut offiziellen Zahlen haben sich 21'650 von ihnen für die Wahlregistriert. Vor fünf Jahren waren es 17'340. Das ist ein Plus von 24,8 Prozent.
19:58
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Bevor es aber Ergebnisse gibt, hier einige Fakten zur Wahl: 262'873 Bürger haben sich für die Wahl in Luxemburg registrieren lassen. Das sind 9,2 Prozent mehr als noch 2009 bei der letzten Europawahl.
19:56
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Herzlich Willkommen zum L'essentiel-Ticker zu den Europawahlen. Wir halten Sie den Abend über auf dem Laufenden, was sich in Luxemburg und Europa tut. Das Großherzogtum wird sechs Abgeordente nach Straßburg entsenden. Die Ergebnisse aus den 637 Wahlbüros des Landes werden für 23:30 Uhr erwartet.
18:09
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Nach dem Wahlsieg der Konservativen in Österreich bedankt sich Jean-Claude Juncker via Twitter bei der ÖVP.


(if/L'essentiel)

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