Glyphosat

09. November 2017 09:10; Akt: 09.11.2017 16:07 Print

«Fünf Jahre sind uns viel zu lang»

LUXEMBURG/BRÜSSEL – Die Europäische Kommission hat am Donnerstag die Zulassung des umstrittenen Herbizids Glyphosat erneut diskutiert. Luxemburgs Standpunkt ist eindeutig.

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Gegen eine Verlängerung des umstrittenen Herbizids Glyphosat wurde bereits häufiger demonstriert.

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Angesichts der noch immer geteilten Meinung der Mitgliedstaaten über Glyphosat, wird die Europäische Kommission am Donnerstag einen neuen Vorschlag vorlegen, um die Lizenz für dieses umstrittene Herbizid anstelle von zehn Jahren «nur» um fünf Jahre zu verlängern.

Fünf Wochen. Dies ist die verbleibende Zeit bis zum Ablauf der aktuellen Lizenz am 15. Dezember. Die Uhr tickt also und die europäische Exekutive ringt um die Mehrheit, um eine Entscheidung zu treffen, ob Glyphosat in der EU weiterhin verwendet werden soll oder nicht.

Nachdem sie die Mitglieder des zuständigen Fachausschusses befragt hatte, entschied die Kommission, die ursprünglich geplante Abstimmung am 25. Oktober zu vertagen. In Brüssel soll nun bei einem Expertentreffen am Donnerstag der Vorschlag eine Verlängerung der Glyphosat-Lizenz um fünf statt zehn Jahre diskutiert werden. Die Europäische Agentur für Lebensmittelsicherheit (Efsa) hat dafür grünes Licht gegeben.

Keine Mehrheit nach Etgen

«Ich glaube nicht, dass die Kommission eine Mehrheit für eine Fünfjahreslizenz hat», erklärte der luxemburgische Landwirtschaftsminister Fernand Etgen in der Tageszeitung Luxemburger Wort. Für das Großherzogtum sei eine Verlängerung um fünf weitere Jahre «viel zu lang».

Wird in der geplanten Abstimmung keine Mehrheit erreicht, wird ein Berufungsausschuss eingesetzt. Wiederholt sich dieselbe Situation, wird die Entscheidung von der Kommission getroffen. Gesundheitskommissar Vytenis Andriukaitis hat jedoch wiederholt die Idee zurückgewiesen, die alleinige Verantwortung für eine solche Entscheidung zu übernehmen, indem er darauf bestand, dass sie mit den Mitgliedstaaten «geteilt» werden sollte. Mehrere «Staaten hatten für 15 Jahre gestimmt.» Der niedrigste Kompromiss, den sie akzeptieren wollten, seien sieben Jahre.

(chb/L'essentiel)

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