TV-Talkrunde

17. September 2020 10:01; Akt: 17.09.2020 13:31 Print

«Und die Österreicher jodeln durch die Gegend»

LUXEMBURG – Jean Asselborn war am Mittwoch zu Gast bei «Maischberger. Die Woche». Thema war die Lage der Flüchtlinge in Moria. Der Außenminister teilte mächtig aus.

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Jean Asselborn war am Mittwoch zu Gast bei der TV-Talkrunde von Sandra Meischberger. (Screenshot: ARD)

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Außenminister Jean Asselborn hat am Mittwochabend im ARD-Talk «Maischberger. Die Woche» in Rage geredet. Thema der Sendung war die Lage im abgebrannten Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos und eine mögliche Lösung für das Elend.

Als der österreichische Politiker Lukas Mandl zugeschaltet wurde, redete sich der Sozialdemokrat aus dem Großherzogtum in Rage. «Es werden permanent Menschen gerettet und nach Malta gebracht, dann geht die Kommission ans Telefon und fragt: Wer macht mit? Und fünf oder sechs Länder sind dabei. Und die Österreicher jodeln vielleicht durch die Gegend. Alle anderen Länder müssen schauen, was mit den Menschen geschieht», polterte Asselborn und pochte auf eine gemeinsame europäische Lösung der Krise.

« ...und Österreich schickt Dixi-Klos »

Asselborn warf Österreich fehlende Hilfsbereitschaft vor: «Wir sind eine Wertegemeinschaft und müssen die Menschen aus der Situation bekommen - und Österreich schickt Dixi-Klos. Das können wir nicht akzeptieren.»

Mandl reagierte beherrscht auf die emotionalen Worte Asselborns: «Ich plädiere für eine Abrüstung der Worte. Wir müssen uns in Europa nicht gegenseitig mit Kraftausdrücken bezeichnen. Ich weise zurück, dass wir unsolidarisch sind.» Eine Aussage, die den LSAP-Politiker nur noch mehr auf die Palme brachte: «Verdammt noch mal! Ich kann mir in meinem kleinen Kopf nicht vorstellen, dass man die Unmenschlichkeit in diesem Europa der Werte auch noch verteidigt.»

Der Österreicher entgegnete, dass sein Land mehr Kinder aufgenommen habe als Deutschland oder Luxemburg. «Hilfe in der Not ist wichtig, aber eine langfristige Ausrichtung der Politik ist auch wichtig», sagte Mandl. Seiner Meinung nach solle das Lager in Lesbos wieder aufgebaut und die Fluchtursachen in den Ländern bekämpft werden.

(sw/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • De_klenge_Fuerzkapp am 17.09.2020 10:42 Report Diesen Beitrag melden

    Der träumt zuviel. Das Problem mit den Flüchtlingen sollte anders angepackt werden . . . das Problem muss von dort wo die her kommen gelöst werden, statt alle hier her zulocken.

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  • Henri2 am 17.09.2020 12:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    dee soll Velo fueren a sech aus der Politik zeréckzéien, et ass laang iwwerfälleg

  • Ventouxklettrer am 17.09.2020 11:32 Report Diesen Beitrag melden

    Weniger eigene PR-Show betreiben,und sich den hausgemachten Problemen stellen,wäre intelligenter.Es gibt auch Luxemburger die Hilfe brauchen,und es werden immer mehr.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Carlo am 20.09.2020 15:48 Report Diesen Beitrag melden

    De Jhang reegt wéinstens Gespréicher un. Déi meescht kennen emol net de Numm vu senge Viirgänger

  • Erzengel Gabriel am 19.09.2020 21:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    O Ho

  • Jean am 19.09.2020 16:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Lëtzebuerg stierft aus

  • Cram am 19.09.2020 14:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    An un all dei Hierken hei dei sou domm schwätzen , wa mer mei sou Leit hätten dei sech net just em sech kemmeren da wär d Welt flait besser, awer denken Dir geiftvoch leiwer en Trump wielen sou wei dei schäffecher dat man dei keng Meenung hun!!!

  • Steph am 18.09.2020 23:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Besser wäre er würde sich für die Luxemburger einsetzen die selber zu "Flüchtlingen" werden und ins Ausland "flüchten" da sie sich hier keine Wohnung oder ein Haus mehr leisten können!