Beitrittsverhandlungen

26. Juni 2018 18:38; Akt: 26.06.2018 20:48 Print

EU will Gespräche mit Albanien und Mazedonien

LUXEMBURG – Die Europaminister haben sich am Dienstag auf einen Fahrplan für die Aufnahme von Beitrittsgesprächen mit Albanien und Mazedonien geeinigt.

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Albanien und Mazedonien haben vor der Aufnahme in den EU-Klub noch einen weiten Weg vor sich. (Bild: DPA/Georgi Licovski)

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Die EU-Staaten haben der Aufnahme von Beitrittsverhandlungen mit den Balkanländern Albanien und Mazedonien grundsätzlich zugestimmt. Die Länder müssen aber Reformfortschritte nachweisen, bevor dann Ende kommenden Jahres die ersten Gespräche beginnen könnten, wie Diplomaten am Dienstag nach Verhandlungen der Europaminister in Luxemburg berichteten.

Mit der Aufnahme der Beitrittsverhandlungen will die EU die beiden Länder für ihre Reformbemühungen belohnen und sie zu weiteren Fortschritten bewegen. Albanien und Mazedonien hätten «bemerkenswerte Fortschritte» gemacht, sagte der deutsche Europastaatsminister Michael Roth.

«Loch» inmitten der EU

Zudem spielen sicherheitspolitische und wirtschaftliche Interessen der EU eine Rolle. Die Balkanstaaten liegen inmitten der EU und grenzen an Mitgliedsländer wie Griechenland, Bulgarien, Rumänien, Ungarn und Kroatien. Als besonders heikel gilt in Brüssel das «Loch» inmitten der EU, da Russland, China und die Türkei ihren Einfluss in der Region derzeit deutlich ausbauen.

«Wir alle​ müssen anerkennen, dass Frieden, Stabilität und Demokratie im Westbalkan eine herausgehobene Bedeutung für uns alle in der Europäischen Union haben», kommentierte Roth.

Jahrelange Verhandlungen

Bis Albanien und Mazedonien wirklich Mitglied der Europäischen Union werden, dürften aber noch etliche Jahre vergehen. Grund sind unter anderem erhebliche Defizite in Bereichen wie Rechtsstaatlichkeit, Unabhängigkeit der Justiz und Kriminalitätsbekämpfung. Ob die Kriterien erfüllt sind, entscheiden die Mitgliedsstaaten in jeweils einzelnen Abstimmungen.

Dass Beitrittsgespräche bei Rückschritten auch vollkommen zum Stillstand kommen können, zeigt aktuell das Beispiel Türkei. Die Verhandlungen mit dem Kandidatenland begannen bereits 2005, liegen aber wegen der Entwicklungen in dem Land derzeit de facto auf Eis.

(L'essentiel/dpa)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Philippe am 26.06.2018 20:59 Report Diesen Beitrag melden

    Ein Loch mitten in der EU? Es wird sehr lange dauern, bis diese Länder den wirtschaftlichen Standard Deutschlands oder Frankreichs nahe kommt.

  • Saupreis am 27.06.2018 11:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    na toll. Noch mehr bankrotte Länder, die wir mit Steuergelder hoch päppeln müssen....Wann hört das endlich auf?

  • Knouterketti am 26.06.2018 19:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Albanien an Mazedonien brauchen mir net an der EU

Die neusten Leser-Kommentare

  • remo raffaelli am 04.07.2018 14:31 Report Diesen Beitrag melden

    An watt machen mer matt Albanien an Mazedonier ? seou arm ewéi Griechenland , elo sin mer gerett.Watt hun mer Holzkäpp an der EU.

  • journalist am 27.06.2018 13:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    dat gëtt kaméidi an nach mi terorismus europa brauch eng nei equipe di mi jonk ass an nik esou sturr ass wi di mer lo hunn , well dat ceet schief aus.....

  • Saupreis am 27.06.2018 11:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    na toll. Noch mehr bankrotte Länder, die wir mit Steuergelder hoch päppeln müssen....Wann hört das endlich auf?

  • Lux am 27.06.2018 08:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Angscht... dass Russland se an de sach stecht????

  • Lux am 26.06.2018 21:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ohhhh hun mer angesch dass Russland se kritt?????