Anschläge in Spanien

21. August 2017 08:18; Akt: 21.08.2017 20:18 Print

Mutmaßlicher Attentäter von Barcelona ist tot

Die Polizei meldete per Twitter, dass sie den gesuchten Younes Abouyaaqoub erschossen hat. Alle Infos zum Nachlesen in unserem Newsticker.

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20.01 Uhr

Der Imam, der die Attentäter von Barcelona und Cambrils islamistisch radikalisiert haben soll, ist tot. Wie die katalanische Polizei am Montagabend mitteilte, starb Abdelbaki Es Satty vergangene Woche bei der Explosion in einem Haus in Alcanar südlich von Barcelona. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Terrorzelle dort Bomben für Anschläge zusammenbasteln wollte.

19.30 Uhr

Nach vier Tagen auf der Flucht ist der mutmaßliche Todesfahrer von Barcelona bei einem Großeinsatz der Polizei in einem Weinberg rund 50 Kilometer westlich von Barcelona erschossen worden. Das teilte die katalanische Polizei am Montag mit und bestätigte damit spanische Medienberichte. Der 22-jährige Younes Abouyaaqoub habe möglicherweise einen Sprengstoffgürtel getragen; Rundfunkberichten zufolge wurde er deshalb von einem Roboter untersucht, nachdem er niedergeschossen worden sei.

Der Einsatz wurde ausgelöst, als ein Winzer einen schnell durch seinen gesperrten Weinberg fahrenden Wagen meldete. Das berichtete die Tochter des Winzers, Roser Venura. Sie sagte, ein Polizeihubschrauber und «viele Polizeiautos» seien zu dem Weinberg Ventura Soler zwischen den Orten Sadurni d'Anoia und Subirats gekommen.

18.23 Uhr

Die Polizei in Katalonien hat nach eigenen Angaben den Attentäter von Barcelona erschossen. Der am Montag im Ort Subirats in der Nähe der katalanischen Hauptstadt erschossene Verdächtige sei Younes Abouyaaqoub, teilte die Polizei über den Onlinedienst Twitter mit.

17.34 Uhr

Die Polizei twitterte, dass sich ein Sprengstoffroboter dem in Subirat niedergeschossenen Mann nähert. Ob der Mann noch lebt oder tot ist, wurde noch immer nicht mitgeteilt.

16.56 Uhr

Nach den Anschlägen von Barcelona und Cambrils am vergangenen Donnerstag hat die Polizei in der Nähe der katalanischen Hauptstadt am Montag einen Mann erschossen. Nach Angaben aus Ermittlerkreisen könnte es sich bei dem erschossenen Mann in Subirats um den Fahrer des Lieferwagens handeln, der den Anschlag in Barcelona verübt hatte.

Nach Younes Abouyaaqoub wurde europaweit gefahndet. Die Zeitung La Vanguardia hatte zuvor bereits gemeldet, dass der Hauptverdächtige des Anschlages auf der Flaniermeile Las Ramblas gefasst oder getötet worden sei.

15.53 Uhr

Nach den Terroranschlägen mit mindestens 15 Toten in Katalonien haben die Sicherheitsbehörden der spanischen Region bei der Suche nach dem flüchtigen Attentäter Younes Abouyaaquoub um Mithilfe gebeten. Die Regionalpolizei veröffentlichte am Montag unter anderem auf Twitter Fahndungsbilder des 22-jährigen Marokkaners.

Der junge Mann habe kurzes Haar und sei etwa 1,80 Meter groß, heißt es unter anderem. Nach Erkenntnissen der Behörden war Abouyaaquoub der Mann, der am vorigen Donnerstag auf Barcelonas Touristenmeile Las Ramblas mit einem Lieferwagen gezielt Passanten überfuhr und dabei mindestens 13 Menschen tötete.

Rund 50 Verletzte wurden am Montag noch in Krankenhäusern behandelt. Neun von ihnen befanden sich nach Angaben des katalanischen Innenministeriums noch in «kritischem Zustand».

Auf der Flucht habe Abouyaaquoub später auf dem Unigelände in Barcelona auch einen 34-jährigen Spanier erstochen, um an den Wagen des Mannes zu gelangen, so die Behörden.

13.39 Uhr

Die Behörden haben nach Angaben des katalanischen Justizministers Carles Mundó alle 15 Opfer der Anschläge in der spanischen Region von vergangener Woche identifiziert. Es handele sich um acht männliche Opfer, darunter zwei minderjährige, und sieben Frauen, sagte Mundó bei einer Pressekonferenz am Montag. Dabei nannte der katalanische Innenminister Joaquim Forn auch die höhere Zahl der Todesopfer bei den Anschlägen.

Das neue Opfer sei ein Mann, der erstochen in einem Auto gefunden worden sei, das vermutlich von einem der Angreifer verwendet worden sei, um vom Tatort zu fliehen, sagte Forn. Die vorherige Todesopferzahl hatte bei 14 gelegen. Davon kamen 13 bei einem Anschlag mit einem Transporter auf der Promenade Las Ramblas in Barcelona am Donnerstag ums Leben. Eine Frau wurde Stunden später in Cambrils getötet.

13.16 Uhr

Der flüchtige Attentäter von Barcelona, Younes Abouyaaquoub, wird in ganz Europa gesucht. Es gebe zwar keine Indizien dafür, dass der Fahrer des Lieferwagens die spanische Region Katalonien verlassen habe, sagte der katalanische Innenminister Joaquim Forn dem Sender Catalunya Radio am Montag.

Man werde sich aber mit den europäischen Polizeieinheiten koordinieren, «da er (der Attentäter) in allen europäischen Ländern gesucht wird», so Forn.

11.50 Uhr

Der flüchtige Attentäter von Barcelona, Younes Abouyaaquoub, wird in ganz Europa gesucht. Es gebe zwar keine Indizien dafür, dass der Fahrer des Lieferwagens die spanische Region Katalonien verlassen habe, sagte der katalanische Innenminister Joaquim Forn dem Sender Catalunya Radio am Montag.

Man werde sich aber mit den europäischen Polizeieinheiten koordinieren, «da er (der Attentäter) in allen europäischen Ländern gesucht wird», so Forn.

11 Uhr

Das beim vereitelten Terrorangriff im spanischen Cambrils genutzte Auto ist laut einem Medienbericht weniger als eine Woche zuvor im Pariser Großraum von einem Verkehrsradar geblitzt worden. Der schwarze Audi A3 sei zu schnell gefahren, berichtete die Regionalzeitung «Le Parisien» am Montag auf ihrer Internetseite. Die Pariser Polizei teilte auf Anfrage mit, ihr lägen dazu keine Informationen vor. Auch die Pariser Staatsanwaltschaft äußerte sich nicht und verwies auf die Terrorermittlungen in Spanien.

Wie die Zeitung unter Berufung auf Sicherheitskreise berichtete, gebe es in dem Fall zur Zeit keine Anhaltspunkte für Verbindungen nach Frankreich. Nach der Terrorattacke in Barcelona kam es zu dem vereitelten Angriff in der südlich gelegenen Küstenstadt Cambrils, dabei wurde eine Frau von den Verdächtigen auf der Flucht überfahren.

9.50 Uhr

Der katalanische Innenminister Joaquim Forn hat bestätigt, dass Younes Abouyaaquoub das letzte nach den Anschlägen von Barcelona und Cambrils noch flüchtige Mitglied der verantwortlichen Extremistenzelle ist. «Alles deutet darauf hin», dass der 22-jährige Marokkaner Younes Abouyaaquoub der Fahrer des Transporters gewesen sei, der bei dem Anschlag mit 13 Toten und Dutzenden Verletzten in Barcelona eingesetzt wurde, sagte Forn dem Sender Catalunya Ràdio.

Die spanische Polizei hat am Montag die Suche nach Abouyaaquoub fortgesetzt. Die Beamten suchten in der gesamten Region im Nordosten des Landes an der Grenze zu Frankreich.

9.23 Uhr

Die spanische Polizei hat am Montag die Suche nach dem mutmaßlichen letzten Mitglied der für die Anschläge in Barcelona und im nahegelegenen Cambrils verantwortlichen Terrorzelle fortgesetzt. Die Beamten suchten in der gesamten Region im Nordosten des Landes an der Grenze zu Frankreich. Die Polizei bestätigt nun, dass es sich um den 22-jährigen Marokkaner Younes Abouyaaquoub handelt.

9.04 Uhr

Die Polizei hat erneut eine Wohnung in Ripoll durchsucht. In den frühen Morgenstunden hätten katalonische Beamte in der Unterkunft im Stadtteil Sant Pere unter anderem zwei Taschen und einen Karton mit Material sichergestellt, berichteten spanische Medien.

Augenzeugen sprachen demnach von einem «beachtlichen Polizeieinsatz» mit Beamten in Uniform und Zivil. Die örtliche Polizei habe eine Straße in der Altstadt für den Verkehr gesperrt. Mehrere Quellen bestätigten der Tageszeitung «La Vanguardia», während des Einsatzes sei «großer Lärm» zu hören gewesen.

8.35 Uhr

Nach den Anschlägen in Barcelona und Cambrils untersuchen die Ermittler verstärkt die Rolle des verschwundenen Imams Abdelkadi Es Satty. Der Imam sei in den vergangenen zwei Jahren nach Belgien sowie nach Marokko und Frankreich gereist, berichtete die spanische Zeitung «El País» am Montag unter Berufung auf nicht näher genannte Quellen.

Insbesondere werde ein Aufenthalt Es Sattys 2016 in der belgischen Gemeinde Machelen untersucht, hieß es in spanischen Medien. Laut «El País» stand der Imam möglicherweise auch in Kontakt mit einem Anführer der Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS). Es Satty wird verdächtigt, die jungen Männer hinter den Anschlägen von Barcelona und Cambrils radikalisiert zu haben. Es Satty wohnte in der Kleinstadt Ripoll in Katalonien. Von dort und von dem Ort Alcanar aus soll die zwölfköpfige Terrorzelle aus agiert haben. Ein Einwohner Ripolls sagte, seit der Imam Es Satty vor zwei Jahren in den Ort gekommen sei, habe es dort einen «Wandel» gegeben.

Es Satty wurde seit Dienstag nicht mehr gesehen. Nach Informationen von «El País» wurde er möglicherweise bei der Explosion eines Hauses in Alcanar getötet. In dem Haus hortete die Terrorzelle laut Polizei mindestens 120 Gasflaschen – offenbar waren damit noch weitaus verheerendere Anschläge geplant. Durch die Explosion in der Nacht zum Donnerstag wurden die ursprünglichen Anschlagspläne offenbar durchkreuzt.

8.17 Uhr

Im Zusammenhang mit dem Anschlag von Barcelona beschäftigt die Ermittler ein weiterer mysteriöser Todesfall. Bisher sei man aber nicht in der Lage gewesen, eine Verbindung des Opfers zu den mutmaßlichen Terroristen herzustellen, sagte Polizeichef Josep Lluis Trapero am Sonntag.

Der Tote war in einem Auto gefunden worden, das kurz nach der Terrorattacke auf den Ramblas eine Polizeisperre durchbrochen hatte und schließlich von der Polizei mit Schüssen gestoppt worden war. Allerdings war der Tote offenbar nicht der Fahrer. Er habe auf dem Rücksitz gesessen und keine Schusswunde gehabt, sagte Trapero. Es werde untersucht, ob der Mann möglicherweise ein weiteres Opfer der Terrorzelle gewesen sei und der Fahrer nach den Schüssen der Polizei geflüchtet sei.

8.14 Uhr

Mit einer Messe in der Kathedrale Notre-Dame in Paris hat Frankreich an die Opfer der Terrorattacken in Barcelona und Cambrils erinnert sowie an alle Opfer anderer Angriffe und Naturkatastrophen in diesem Sommer. Der Erzbischof von Paris, Kardinal André Vingt-Trois, sagte, er wisse leider, dass diese Morde eine ganze Nation traumatisieren könnten. «Die Präsenz der Kirche kann jedem helfen, diesen Leidensweg zu überstehen.»

In den vergangenen Jahren war Paris verstärkt im Visier von Terroristen. Vor Notre-Dame versuchte ein algerischer Doktorand im Juni, die Polizei mit einem Hammer zu attackieren. 2016 scheiterte eine von einer weiblichen Angreiferin geplante Terrortat nahe dem Gotteshaus.

7.59 Uhr

Angehörige und Nachbarn der mutmaßlichen Attentäter erklärten, sie seien schockiert von den Nachrichten. Alle jungen Männer stammten aus Ripoll. Sie seien gut integriert gewesen, hätten Spanisch und Katalanisch gesprochen. Die Mutter eines mutmaßlichen Angreifers, Halima Hychami, erklärte, ihr Sohn habe ihr gesagt, er fahre in den Urlaub und werde am 25. August zurückkommen. Sein jüngerer Bruder soll ebenfalls Teil der Zelle gewesen sein

7.46 Uhr

Nach Behördenangaben sind bei den beiden Anschlägen mehr als 120 Menschen verletzt worden. Die Opfer stammten nach vorläufigen Angaben aus 35 Ländern. Nach bisherigen Erkenntnissen sind unter ihnen keine Luxemburger.

Alle 13 Opfer von Barcelona wurden mittlerweile von Behörden und Angehörigen identifiziert. Es handelt sich um vier Spanier, darunter ein Dreijähriger, drei Italiener, zwei Portugiesinnen, einen Amerikaner, einen Kanadier, eine Belgierin und einen siebenjährigen australischen Jungen, der seit Donnerstag als vermisst gegolten hatte.

7.30 Uhr

Die Ermittler legen immer mehr Einzelheiten über die Terrorzelle offen. So hätten ihr zwölf Männer angehört – teilweise noch Jugendliche, sagte Polizeichef Josep Lluis Trapero am Sonntag auf einer Pressekonferenz. In ihrem Stützpunkt in Alcanar lagerten sie demnach mehr als 100 Butangasflaschen, mit denen sie offenbar einen noch verheerenderen Anschlag verüben wollten.

Als es zur Explosion in dem Haus gekommen war, kamen möglicherweise zwei Mitglieder der Zelle ums Leben. Darunter könnte nach Ansicht der Ermittler auch der Imam Abdelbaki Es Satty gewesen sein. Es wird vermutet, dass er in seiner Moschee in der Kleinstadt Ripoll die jungen Attentäter radikalisierte und damit der ideologische Kopf der Zelle gewesen ist. Das wollte Trapero allerdings nicht bestätigen.

(L'essentiel/nxp/sda/dapd/afp)

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