Vier-Punkte-Plan

04. Juni 2017 14:44; Akt: 04.06.2017 14:47 Print

So will Theresa May den Terror bekämpfen

«Wir sind in den letzten drei Monaten Opfer von drei Terroranschlägen geworden»: Die britische Premierministerin hat ihren Aktionsplan gegen den Terrorismus vorgestellt.

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Im Kampf gegen den Terror hat die britische Premierministerin Theresa May einen Vier-Punkte-Plan vorgestellt.

Erstens müsse die Strömung islamistischer Ideologie besiegt werden, die die jüngsten Anschläge in Großbritannien eine, sagte May mit Bezug auf die Attacken in Manchester und London. Die «bösartige Ideologie des islamischen Extremismus» predige Hass, säe Zwist und fördere das Sektierertum. Die Ideologie behaupte, dass westliche Werte wie Frieden und Demokratie nicht mit dem Islam vereinbar seien. «Dies (der islamische Extremismus) ist als Ideologie eine Perversion des Islam und eine Perversion der Wahrheit», betonte die Politikerin.

Zweitens dürfe das Internet Extremisten keinen Rückzugsort bieten. Vielmehr müsste der virtuelle Raum besser überwacht und reguliert werden, um die Kommunikationswege von Terroristen zu stören. Dazu brauche es internationale Vereinbarungen, so die Regierungschefin.

«Wir sind in den letzten drei Monaten Opfer von drei Terroranschlägen geworden»: Premierministerin Theresa May tritt vor die Presse. (4. Juni 2017) Video: Tamedia/AP

Drittens müssten den Terroristen «sichere Räume» in der realen Welt genommen werden. Das bedeute sowohl militärisches Eingreifen gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien und im Irak. Es werde aber auch in Großbritannien selbst eine neue Gangart benötigt. «Es gibt ... zu viel Toleranz für Extremismus in unserem Land», so May. «Wir müssen viel stärker daran arbeiten, ihn (den Extremismus) aus dem öffentlichen Dienst und der Gesellschaft zu vertreiben.» Mit «Öffentlicher Dienst» meint May vermutlich etwa das Schulwesen.

Viertens müsse die Anti-Terror-Strategie Großbritanniens überarbeitet werden, damit die Polizei und Sicherheitskräfte alle nötigen Mittel gegen Extremisten in der Hand hätten. Dazu gehörten etwa längere Haftstrafen für Terrorverdächtige.

(L'essentiel/mch/sda)

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