Festnahme in Brüssel

02. Juli 2018 16:49; Akt: 02.07.2018 16:49 Print

Terroranschlag auf Iraner in Frankreich vereitelt

Spezialeinheiten stoppen in Brüssel einen Mercedes mit einem Ehepaar. Im Auto finden sie in einem Kulturbeutel eine Bombe.

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In Belgien wurden zwei Terrorverdächtige festgenommen. (Bild: AFP)

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Wegen eines geplanten Terroranschlags auf eine Versammlung von 25.000 Exil-Iranern in Frankreich sind in Belgien zwei Verdächtige festgenommen worden. Zudem wurden in Frankreich ein möglicher Komplize festgesetzt und in Deutschland ein iranischer Diplomat befragt, wie die Staatsanwaltschaft am Montag in Brüssel weiter mitteilte. Zugeschlagen hätten die Ermittler auf Grund von Geheimdienstinformationen. Bei der Aktion wurde auch Sprengstoff beschlagnahmt.

Ziel der Attentatspläne war den Angaben zufolge eine Veranstaltung der im Iran verbotenen Organisation Volksmudschahedin am 30. Juni in Villepinte in Frankreich - also am vergangenen Samstag. Dort versammeln sich Jahr für Jahr Exil-Iraner zu einer Großkundgebung, um gegen die Machthaber in Teheran zu demonstrieren.

Ein halbes Kilo Sprengstoff

Die beiden belgischen Verdächtigen - ein 38-jähriger Mann und seine 33-jährige Frau, beide mit iranischen Wurzeln - seien in einem Mercedes von Spezialeinheiten der Polizei in Brüssel gestoppt worden. Im Auto hätten sich einem Kulturbeutel rund 500 Gramm des Sprengstoffs TATP und eine Zündvorrichtung gefunden. Diese Bombe sei inzwischen kontrolliert gesprengt worden.

Ein Ermittlungsrichter habe gegen das Paar Haftbefehl wegen eines versuchten Terroranschlags und anderer Delikte erlassen. Die Polizei Antwerpen habe zudem am Samstag fünf Gebäude in verschiedenen Gemeinden durchsucht. Ergebnisse dieser Razzien könnten noch nicht genannt werden.

Auch blieb zunächst offen, wo der iranische Diplomat in Deutschland befragt wurde. Er ist den Angaben zufolge an der Botschaft in Wien tätig. In Zusammenarbeit mit dem belgischen Geheimdienst sowie Behörden in Frankreich und Deutschland sei es gelungen, den Terroranschlagen zu vereiteln, hieß es weiter. Für Belgien bestehe keine Gefahr, stellten die Behörden klar.

(L'essentiel/dpa)