Handelsstreit

22. Juni 2018 16:59; Akt: 22.06.2018 17:10 Print

USA droht mit Strafzöllen auf europäische Autos

Seit dem heutigen Freitag sind die Strafzölle der EU auf verschiedene US-Importe aktiv. Präsident Trump droht deshalb mit Vergeltung

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Besonders deutsche Autohersteller wären von den angedrohten Strafzöllen betroffen. (Bild: DPA)

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US-Präsident Donald Trump hat im Handelsstreit mit der EU erneut mit Strafzöllen auf europäische Auto-Importe gedroht. Wenn die Europäische Union nicht bald ihre langjährigen Zölle und Barrieren für US-Produkte «niederbricht und beseitigt», würden die USA einen 20-prozentigen Tarif auf alle aus der EU eingeführten Autos verhängen, schrieb Trump am Freitag im Kurzbotschaftendienst Twitter.

Die EU hatte kurz zuvor als Reaktion auf die seit Anfang Juni geltenden US-Aufschläge auf Aluminium und Stahl aus Europa Gegenzölle auf eine Reihe von US-Produkten in Kraft gesetzt. Die neuen EU-Zölle betreffen US-Waren im Gesamtwert von 2,8 Milliarden Euro, darunter neben Eisen- und Stahlprodukten etwa auch Jeans, Whiskey und Harley-Davidson-Motorräder.

Vor allem deutsche Hersteller betroffen

Die nun von Trump erneut angedrohten Strafzölle auf Autos würden besonders die deutschen Hersteller hart treffen. Deutschland exportierte im vergangenen Jahr Pkw im Wert von knapp 22 Milliarden Euro in die USA. Nach Angaben der europäischen Statistikbehörde Eurostat entspricht das mehr als der Hälfte aller Autoexporte der EU in die USA.

Trump hatte im Mai beim Handelsministerium eine Prüfung in Auftrag gegeben, ob die EU-Autoeinfuhren den nationalen Sicherheitsinteressen der USA schaden. Er hatte bereits die Strafzölle auf Aluminium und Stahl mit dem Schutz der nationalen Sicherheitsinteressen begründet.

Autos aus der EU werden in den USA bislang mit 2,5 Prozent Zöllen belegt, umgekehrt sind es für US-Automobile in der EU zehn Prozent. Allerdings erheben die USA 25 Prozent auf Lastwagen und Pick-ups, während diese in den EU mit durchschnittlich 14 Prozent belegt werden.

(L'essentiel/afp)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Maxim am 22.06.2018 21:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wei hun geduet en geif Europa kanada asw net unpaacken. Ligner

  • Knouter am 25.06.2018 10:07 Report Diesen Beitrag melden

    Dat heescht just dass nemmen nach di Raich an Merica mat BMW Mercedes & Co remfueren an di Kleng kaafen sech d'Amischlitten - well di Erhéigung get dach herno vum Client gedroen

  • Luluburg am 23.06.2018 19:55 Report Diesen Beitrag melden

    Heimadder erklären ech den Mister Donald Trump, Präsident vun den USA als "persona non grata" an wärt hien bei mengen nächsten Gipfeltreffen net mei inviteieren!????????

Die neusten Leser-Kommentare

  • Knouter am 25.06.2018 10:07 Report Diesen Beitrag melden

    Dat heescht just dass nemmen nach di Raich an Merica mat BMW Mercedes & Co remfueren an di Kleng kaafen sech d'Amischlitten - well di Erhéigung get dach herno vum Client gedroen

  • Luluburg am 23.06.2018 19:55 Report Diesen Beitrag melden

    Heimadder erklären ech den Mister Donald Trump, Präsident vun den USA als "persona non grata" an wärt hien bei mengen nächsten Gipfeltreffen net mei inviteieren!????????

  • so what am 23.06.2018 18:23 Report Diesen Beitrag melden

    Und somit werden die deutschen Premiummarken endlich wieder richtig Premium in den USA

  • remo raffaelli am 23.06.2018 10:18 Report Diesen Beitrag melden

    Keng Oprégung , moar ass et erem anecht, datt ass an bleiwt en Möllen !

  • Maxim am 22.06.2018 21:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wei hun geduet en geif Europa kanada asw net unpaacken. Ligner