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09. November 2017 11:46; Akt: 09.11.2017 11:47 Print

Zukunft von Glyphosat ist weiterhin offen

Der Unkrautvernichter Glyphosat ist wegen möglicher Gesundheitsrisiken hoch umstritten. Die EU-Länder konnten sich bisher nicht auf eine Verlängerung der Lizenz einigen.

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Wie es mit dem Herbizid in der EU weitergeht, bleibt vorerst ungeklärt.

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Die Zukunft des umstrittenen Unkrautvernichters Glyphosat in Europa ist zunächst weiter offen. Bei einer Abstimmung im zuständigen Expertengremium der EU-Länder am Donnerstag in Brüssel gab es nach Angaben aus EU-Kreisen nicht die nötige Mehrheit für eine Verlängerung der Lizenz. Diese läuft Mitte Dezember aus. Auf dem Tisch lag ein Vorschlag der EU-Kommission für eine Verlängerung um fünf Jahre. In dem Ausschuss sitzen Experten der 28 EU-Länder.

An Glyphosat gibt es viel Kritik. Einerseits ist der Unkrautvernichter sehr wirksam, gilt als preiswert und wird weltweit genutzt. Denn als Total-Herbizid wirkt Glyphosat auf sämtliche grüne Pflanzen. Es hat damit ein so breites Spektrum wie kaum ein anderer Herbizid-Wirkstoff. Andererseits steht Glyphosat auch im Verdacht, Krebs zu erregen und die Umwelt zu schädigen.

Dieschbourg zufrieden

Wissenschaftler sind uneins über das Krebsrisiko durch Glyphosat. Die Internationale Krebsforschungsagentur der Weltgesundheitsorganisation (WHO) stufte den Unkrautvernichter 2015 als «wahrscheinlich krebserregend» für Menschen ein. Die Lebensmittelbehörden Efsa und die Chemikalienagentur Echa kamen aber zu dem Ergebnis, dass die verfügbaren wissenschaftlichen Erkenntnisse für eine solche Einstufung nicht ausreichten. Umweltschützer zweifeln an der Aussagekraft der zugrundeliegenden Studien.

Luxemburg stimmte gegen eine Verlängerung der Lizenz. Umweltministerin Carole Dieschbourg schrieb auf Twitter von einem «guten Ergebnis für unsere Gesundheit und Umwelt».



(L'essentiel/dpa/jt)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Jang am 12.11.2017 13:42 Report Diesen Beitrag melden

    Im Interesse der Menschen und Bienen sollte viel weniger gespritzt werden. Wie oft wollen die in Brüssel noch über Glyphosat abstimmen? Nein ist Nein.

  • kriminelle Realitéit der Erdlebewesen am 13.11.2017 07:44 Report Diesen Beitrag melden

    Anstatt dass die Agrarwirtschaft ihrer Aufgabe gerecht wird, gesunde Lebensmittel für Mensch und Tier zu produzieren, macht sie das genaue Gegenteil: Sie löscht ganz bewusst alles Leben auf Erden aus! ... und wir müssen alle mit Bauchschmerzen agonieren u. zusehen, weil unsere Darmbakterien getötet wurden u. unser ganzes Leben unter den ungewollten Wirkungen tagtäglich leiden, die man uns bewusst verschweigt! Da die vielen Krebsleiden der Pharmaindustrie Geld einspielen, wird die Krebsseuche als 'gottgegeben' hingestellt, obwohl sie durch kriminelle menschliche Dummheit erzeugt wurde ...

  • Stopp déih héichkriminell Liggener!!! am 13.11.2017 07:55 Report Diesen Beitrag melden

    D'Industrie, déih d'Gëfter (Roundup, Glyphosat, Samson, ... ) hierstellt an ënner Liggen an falschen Verspriechen weltweit verdreift an suërglos op d'Aackerland versprëtzen léist muss fir de ganzen ungeriechten Schued opkommen, anstatt, datt sie just de Frick vum Profit anstiechen an op d'Aktionären verdeelen, déih sech domat och mat schëlleg machen, woubei déih ganz Krankheeten an den Doud vun allen Liëwewiësen net matagerechent ass, well déih Krankgemachten mussen kucken, dat sie mat Krankheet, Behënnerung an Doud ouni Hëllef aleng gelooss eens gin! ...

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  • kriminelle Realitéit der Erdlebewesen am 13.11.2017 07:44 Report Diesen Beitrag melden

    Anstatt dass die Agrarwirtschaft ihrer Aufgabe gerecht wird, gesunde Lebensmittel für Mensch und Tier zu produzieren, macht sie das genaue Gegenteil: Sie löscht ganz bewusst alles Leben auf Erden aus! ... und wir müssen alle mit Bauchschmerzen agonieren u. zusehen, weil unsere Darmbakterien getötet wurden u. unser ganzes Leben unter den ungewollten Wirkungen tagtäglich leiden, die man uns bewusst verschweigt! Da die vielen Krebsleiden der Pharmaindustrie Geld einspielen, wird die Krebsseuche als 'gottgegeben' hingestellt, obwohl sie durch kriminelle menschliche Dummheit erzeugt wurde ...

  • Jang am 12.11.2017 13:42 Report Diesen Beitrag melden

    Im Interesse der Menschen und Bienen sollte viel weniger gespritzt werden. Wie oft wollen die in Brüssel noch über Glyphosat abstimmen? Nein ist Nein.