Atomkraftwerk

30. September 2019 15:47; Akt: 30.09.2019 16:05 Print

Akw Fessenheim geht im Sommer 2020 vom Netz

Frankreichs Energiegigant EDF wird nach der Schließung des Atomkraftwerks im elsässischen Fessenheim mindestens 400 Millionen Euro Entschädigung vom Staat erhalten.

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Das umstrittene Atomkraftwerk im elsässischen Fessenheim soll seinen Betrieb bis zum Sommer kommenden Jahres endgültig einstellen. Der erste Reaktor werde am 22. Februar 2020 vom Netz genommen, teilte der französische Betreiber EDF mit. Der zweite Reaktor solle dann am 30. Juni folgen.

Frankreichs Energiegigant EDF wird nach der Schließung des Atomkraftwerks im elsässischen Fessenheim nach eigenen Angaben mindestens 400 Millionen Euro Entschädigung vom Staat erhalten. Hinzu kämen gegebenenfalls zusätzliche Zahlungen für Gewinneinbußen, erklärte EDF am Montag in einer Mitteilung. Das Geld werde unter anderem für den Rückbau der Anlagen und die berufliche Umorientierung der Mitarbeiter verwendet.

Fessenheim ist das älteste noch laufende Atomkraftwerk Frankreichs

Konzernchef Jean-Bernard Lévy lobte in der Mitteilung die Arbeit der Angestellten in Fessenheim und versprach, dass das Unternehmen bei deren beruflicher Umorientierung helfen werde.

Das Akw Fessenheim in unmittelbarer Nähe zur deutschen Grenze ist seit 1977 am Netz und damit das älteste noch laufende Kernkraftwerk Frankreichs. Kritikern gilt es schon seit Jahrzehnten als Sicherheitsrisiko. Das Datum der endgültigen Abschaltung der Reaktoren wurde bereits mehrmals verschoben.

Anfang des Jahres unterzeichnete der damalige französische Umweltminister François de Rugy im elsässischen Volgelsheim ein «Zukunftsprojekt» für die Region. Die Gegend soll demnach ein europäisches Aushängeschild für nachhaltiges Wirtschaften werden. Auch die Bahnverbindung zwischen Colmar und Freiburg solle im Zuge dessen eventuell wiederbelebt werden.

(l'essentiel/dpa)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • kaa am 30.09.2019 20:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Cattenom, wini?

  • Julie am 01.10.2019 01:06 Report Diesen Beitrag melden

    Der Akw-Betreiber EDF entsorgt sein Müll über Veolia in Kalabrien, wo Menschen an dem Giftmüll sterben ( Bericht Arte 2017 ). Anstatt diese Leute zu Rechenschaft zu ziehen bezahlt der Staat noch eine Entschädigung von 400 Millionen um ein marodes Akw abzuschalten. Der grösste Skandal aber ist und bleibt die Arroganz der Franzosen überhaupt solche Katastrophen an der Grenze zu anderen Ländern zu betreiben ( Cattenom )

Die neusten Leser-Kommentare

  • Julie am 01.10.2019 01:06 Report Diesen Beitrag melden

    Der Akw-Betreiber EDF entsorgt sein Müll über Veolia in Kalabrien, wo Menschen an dem Giftmüll sterben ( Bericht Arte 2017 ). Anstatt diese Leute zu Rechenschaft zu ziehen bezahlt der Staat noch eine Entschädigung von 400 Millionen um ein marodes Akw abzuschalten. Der grösste Skandal aber ist und bleibt die Arroganz der Franzosen überhaupt solche Katastrophen an der Grenze zu anderen Ländern zu betreiben ( Cattenom )

  • kaa am 30.09.2019 20:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Cattenom, wini?