«Das ist traurig»

18. Juli 2019 07:20; Akt: 18.07.2019 07:35 Print

Asselborn bei Streit um Seenotrettung pessimistisch

Gibt es doch noch einen Durchbruch im Streit um die Seenotrettung im Mittelmeer? Die EU-Innenminister beraten sich in Helsinki.

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Laut Jean Asselborn, sich bislang nicht genügend Länder bereiterklärt,die Initiative zur Seenotrettung zu unterstützen. (Bild: DPA)

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Innenminister der EU-Staaten haben sich bei Gesprächen in der finnischen Hauptstadt Helsinki zunächst vergeblich um eine Einigung auf eine Übergangsregelung zur Verteilung von im Mittelmeer geretteten Migranten bemüht. Es hätten sich bislang nicht genügend Länder bereiterklärt, bei einer von Deutschland und Frankreich vorangetriebenen Initiative mitzumachen, sagte der luxemburgische Minister Jean Asselborn (LSAP) am späten Mittwochabend der Deutschen Presse-Agentur. Neben Luxemburg sagten demnach bei dem Treffen lediglich Portugal und Finnland ihre grundsätzliche Unterstützung zu.

Hinzu kämen nach derzeitigem Stand lediglich noch drei bis vier am Abend nicht vertretene EU-Staaten, sagte Asselborn. Insgesamt sei man damit bei nicht einmal zehn Ländern. «Das ist traurig», sagte er.

Die Gespräche sollen an diesem Donnerstag fortgesetzt werden. Der deutsche Innenminister Horst Seehofer äußerte sich am Mittwochabend zunächst nicht. Der CSU-Politiker hat zuletzt stark für das Projekt geworben und dringt auf eine schnelle Einigung.

Die geplante Übergangsregelung soll verhindern, dass Italien und Malta Schiffen mit geretteten Menschen die Einfahrt in ihre Häfen untersagen. Beide Staaten hatten dies in der Vergangenheit mehrfach getan, weil sie befürchteten, mit der Verantwortung für die Migranten von den EU-Partnern alleine gelassen zu werden. Infolge dessen hatten Menschen auf privaten Rettungsschiffen oft tagelang an Bord ausharren müssen, bis eine Lösung gefunden war.

Für Aufsehen sorgte zuletzt vor allem der Fall der «Sea-Watch 3». Die deutsche Kapitänin Carola Rackete hatte das Schiff Ende Juni nach tagelangem Warten unerlaubt in einen italienischen Hafen gesteuert, um dort gerettete Migranten an Land bringen zu können. Gegen sie wird nun in Italien ermittelt.

(L'essentiel/dpa)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • lauter Hypocriten am 18.07.2019 11:34 Report Diesen Beitrag melden

    An wou sinn dann d'Fransousen? No baussen den groussen Humanist eraus henken lossen an dann awer selwer d'Häfen zoumachen an den Italiener genau dat dann virwerfen.

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  • svendorca am 18.07.2019 08:28 Report Diesen Beitrag melden

    mach et wéi de Jang ( Asselborn ), de Léit Schokola em de Mond schmiéren da kens de zu eppes,..Übergangsregelung!..oje, Italien Johrelang henke geloss, alo bemol wellen se hellefen?..schumt iech das der mat Ligen hausséieren musst goen..

Die neusten Leser-Kommentare

  • lauter Hypocriten am 18.07.2019 11:34 Report Diesen Beitrag melden

    An wou sinn dann d'Fransousen? No baussen den groussen Humanist eraus henken lossen an dann awer selwer d'Häfen zoumachen an den Italiener genau dat dann virwerfen.

    • Heintje am 18.07.2019 18:20 Report Diesen Beitrag melden

      genau,et soll mol esu een Boot mat honert Flüchtlingen zu Monaco an den Hafen fueren,da fällt den Albert vum Hocker.

    • jempy am 19.07.2019 09:52 Report Diesen Beitrag melden

      Zu Monaco kommen se mat enger Yacht un!

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  • svendorca am 18.07.2019 08:28 Report Diesen Beitrag melden

    mach et wéi de Jang ( Asselborn ), de Léit Schokola em de Mond schmiéren da kens de zu eppes,..Übergangsregelung!..oje, Italien Johrelang henke geloss, alo bemol wellen se hellefen?..schumt iech das der mat Ligen hausséieren musst goen..