«Die Zeit läuft davon»

19. Juni 2017 13:57; Akt: 19.06.2017 14:03 Print

Asselborn macht Druck bei Brexit-​​Verhandlungen

BRÜSSEL/LUXEMBURG - Die Brexit-Verhandlungen in Brüssel haben begonnen. In Luxemburg rufen EU-Außenminister derweil zur Eile auf.

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Großbritannien hat am Montag offiziell die Brexit-Verhandlungen mit der Europäischen Union aufgenommen. Der britische Unterhändler David Davis sagte zum Auftakt in Brüssel, seine Regierung strebe einen «positiven und konstruktiven Ton» an, um die vielen mit dem britschen Austritt aus der EU verbundenen Themen, Fragen und Probleme zu lösen.

Er erinnerte an die lange EU-Mitgliedschaft Großbritanniens und stellte fest: «Es gibt mehr, was uns verbindet, als uns trennt.» Daran habe auch das Brexit-Referendum vom 23. Juni 2016 nichts geändert, bei dem eine Mehrheit für den EU-Austritt stimmte.

EU-Chefunterhändler Michel Barnier sagte, zunächst müssten die Fragen geklärt werden, die direkt die Menschen beträfen. Aber auch die Ungewissheiten für die Nutzniesser der EU-Politik und die Auswirkungen auf Grenzen, «insbesondere Irlands», müssten geklärt werden.

Asselborn: «Die Zeit läuft davon»

Derweil riefen in Luxemburg mehrere EU-Außenminister die beiden Parteien zur Eile auf. «Es ist jetzt ein Jahr, dass dieses Referendum stattgefunden hat», sagte Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn mit Blick auf die britische Abstimmung im Juni 2016. «Die Zeit läuft davon.» Und Österreichs Außenminister Sebastian Kurz sagte, man dürfe diesen Zustand, der im Moment herrscht, nicht ewig in die Länge ziehen.

Der britische Außenminister Boris Johnson sagte beim EU-Außenministerrat, er erwarte «eine glückliche Lösung mit Gewinn und Ehre für beide Seiten». Der österreichische Außenminister Sebastian Kurz erklärte, sollten die Verhandlungen ohne Erfolg bleiben, würden beide Seiten verlieren.

Premierministerin Theresa May hatte den Austrittsprozess am 29. März formell begonnen. Nach den EU-Statuten muss er innerhalb von zwei Jahren abgeschlossen werden. May hatte sich für die Verhandlungen durch eine auf den 8. Juni vorgezogene Unterhauswahl ein stärkeres Mandat holen wollen. Stattdessen verloren ihre Konservativen ihre Mehrheit.

(L'essentiel/kaf/sda)

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