Covid-19-Erkrankung

06. April 2020 07:51; Akt: 06.04.2020 07:52 Print

Boris Johnson ins Krankenhaus eingeliefert

Der britische Premierminister wurde Ende März positiv auf das Coronavirus getestet und hat auch zehn Tage danach noch Symptome. Nun wird er Tests unterzogen.

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Sorge um Großbritanniens Regierungschef: Der britische Premierminister Boris Johnson wurde wegen seiner Covid-19-Erkrankung vorsorglich ins Krankenhaus gebracht. Das teilte der Regierungssitz Downing Street in London am Sonntagabend mit. Er solle dort Tests unterzogen werden.

«Es handelt sich um einen vorsorglichen Schritt, da der Premierminister noch zehn Tage, nachdem er positiv auf das Coronavirus getestet wurde, Symptome hat», hieß es in der Mitteilung.

Der 55 Jahre alte konservative Politiker hatte am 27. März seine Infektion bekannt gemacht und sich in Selbstisolation in seiner Dienstwohnung zurückgezogen. Noch am Freitag meldete er sich mit einer Videobotschaft zu Wort. Er fühle sich zwar besser, habe aber weiterhin Fieber. «Dem Ratschlag der Regierung zufolge muss ich meine Selbstisolation weiterführen», sagte der Premier.

Außenminister ist Stellvertreter

Johnson wirkte erschöpft, trotzdem gab er sich optimistisch. Von seiner Dienstwohnung aus hatte er die vergangenen zehn Tage weiter gearbeitet. Selbst Kabinettssitzungen hatte er per Videokonferenz geleitet. Nun sind seine Ärzte wohl eingeschritten. Ob er die Amtsgeschäfte auch in den kommenden Tagen weiterführen kann, scheint fragwürdig. Sein Stellvertreter wäre nach Medienberichten Außenminister Dominic Raab.

Die Zahl der Toten durch die Coronavirus-Pandemie stieg in Großbritannien am Sonntag um 621 auf 4934 an. Johnsons Regierung steht unter großem Druck, die Zahl der Tests zu erhöhen und medizinisches Personal mit Schutzausrüstung zu versorgen.

US-Präsident Trump hat dem britischen Premierminister Boris Johnson nach dessen Einlieferung ins Krankenhaus eine rasche Genesung gewünscht. «Ich bin voller Hoffnung und sicher, dass er in Ordnung sein wird», sagte Trump am Sonntagabend im Weißen Haus. «Er ist ein starker Mann.» Trump fügte hinzu: «Alle Amerikaner beten für ihn.»

«Es werden bessere Tage kommen»

Königin Elizabeth II. hatte sich am Sonntagabend in einer historischen Fernsehansprache an die Briten gewandt und sie zum Durchhalten aufgerufen. Sie machte aber auch Mut, dass die Pandemie besiegt werden kann. Noch müsse womöglich mehr ertragen werden. «Aber es werden wieder bessere Tage kommen, wir werden mit unseren Freunden vereint sein, wir werden mit unseren Familien vereint sein. Wir werden uns wiedersehen», so die 93 Jahre alte Monarchin.

Abgesehen von den traditionellen Weihnachtsansprachen war es erst die vierte solche Rede des seit 1952 amtierenden britischen Staatsoberhaupts. Zuvor hatte sich Elizabeth II. 2002 beim Tod ihrer Mutter, Queen Mum, sowie vor der Beisetzung Prinzessin Dianas 1997 und während des Golfkriegs 1991 an die Briten gewandt.

Carrie Symonds geht es besser

Auch Johnsons schwangere Verlobte Carrie Symonds, hat nach eigenen Angaben eine Woche mit Symptomen der Lungenkrankheit Covid-19 im Bett verbracht. Das teilte die 32 Jahre alte ehemalige Kommunikationschefin der Konservativen Partei am Samstag per Twitter mit. Getestet worden sei sie aber nicht.

«Nach sieben Tagen Ausruhen fühle ich mich stärker und bin auf dem Weg der Besserung», so Symonds. Schwanger zu sein mit Covid-19 sei offensichtlich beunruhigend, fügte sie hinzu und teilte eine Online-Infobroschüre mit ihren Followern. «Bitte lesen Sie und befolgen Sie die aktuellsten Leitlinien, die ich sehr beruhigend fand», schrieb sie.

Johnson und Symonds hatten erst Ende Februar ihre Verlobung und die Schwangerschaft bekannt gegeben. Das gemeinsame Baby soll im Frühsommer auf die Welt kommen.

(L'essentiel/chk/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Social distancing am 06.04.2020 15:37 Report Diesen Beitrag melden

    Ob wohl noch ein Regierungsvertreter ins Hospital kommt und jedem die Hand schüttelt? Es gab ja schon so einer.

  • Dommsabler am 06.04.2020 11:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    et misst mol esou een Diktator treffen(Weissrussland).den wär gut fort

  • kaa am 06.04.2020 17:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Muss een sech keng Gedanken machen: de Boris huet bestemmt eng Iddi wéi hien duerfir d’EU responsabel machen kann......

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  • kaa am 06.04.2020 17:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Muss een sech keng Gedanken machen: de Boris huet bestemmt eng Iddi wéi hien duerfir d’EU responsabel machen kann......

  • Social distancing am 06.04.2020 15:37 Report Diesen Beitrag melden

    Ob wohl noch ein Regierungsvertreter ins Hospital kommt und jedem die Hand schüttelt? Es gab ja schon so einer.

  • Dommsabler am 06.04.2020 11:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    et misst mol esou een Diktator treffen(Weissrussland).den wär gut fort