Wahl in den Niederlanden

16. März 2017 09:45; Akt: 16.03.2017 10:05 Print

«Bravo, Holland» -​​ Luxemburg schnauft durch

LUXEMBURG/AMSTERDAM - Der verhinderte Wahlsieg für Rechtspopulist Geert Wilders freut auch Politiker in Luxemburg. Ein Überblick über die Reaktionen.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Es war das «Viertelfinale», um den Rechtspopulismus in Europa zu stoppen: Die Partei des rechtsliberalen Ministerpräsidenten Mark Rutte hat die Parlamentswahl in den Niederlanden klar gewonnen. Rutte gelang es nach Auszählung von rund 95 Prozent der Stimmen, den rechtspopulistischen Herausforderer Geert Wilders klar abzuwehren. Ruttes Volkspartei kam auf 21,2 Prozent, Wilders' PVV auf 13,1 Prozent.

Die Wahl rief zahlreiche Reaktionen in Europa hervor, auch viele Luxemburger Politiker reagierten erleichtert, dass der Sieg des Populisten verhindert werden konnte. Premier Xavier Bettel, enger Verbündeter von Mark Rutte, schrieb auf Twitter: «Populismus hat sich nicht gelohnt. Gratulation an meine liberalen Freunde.»

Asselborn: «Ergebnis ist Gold wert»

Außenminister Jean Asselborn sieht den Ausgang der Niederlande-Wahl auch als Schlappe auch für Rechtspopulisten in Deutschland und Frankreich. «Das zeigt, dass es keinen Freifahrtschein für die gibt, die Europa kaputt machen wollen», sagte Asselborn am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. «Die Menschen wollen nicht in den Schlamassel des 20. Jahrhunderts zurückgeführt werden.»

Die Niederländer hätten dem Wahlkampf des Rechtspopulisten Geert Wilders gegen Europa eine klare Absage erteilt, sagte Asselborn. «Das Ergebnis in den Niederlanden ist Gold wert auch für die Wahl in Frankreich.» Dass die Chefin der fremdenfeindlichen Front National in der ersten Runde 25 bis 30 Prozent der Stimmen erhalte, hält Asselborn für «unausweichlich». «Das Problem ist, wenn es darüber hinaus geht», sagte er.

Weitere Reaktionen aus Luxemburg zur Wahl in den Niederlanden

Internationale Reaktionen

Ein Sprecher von Angela Merkel zitierte die Bundeskanzlerin mit den Worten: «Ich freue mich auf weiter gute Zusammenarbeit als Freunde, Nachbarn, Europäer.» Der deutsche Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) wertete den absehbaren Wahlausgang als Erfolg für Europa. SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz sagte, den ersten Prognosen zufolge habe die überwältigende Mehrheit der Niederländer der «Hetze von Geert Wilders und seiner unsäglichen Haltung gegenüber ganzen Bevölkerungsgruppen» eine klare Absage erteilt.

Kanzleramtschef Peter Altmaier (CDU) gratulierte geradezu euphorisch: «Niederlande, oh Niederlande, du bist ein Champion! Wir lieben Oranje für sein Handeln und sein Tun! Herzlichen Glückwunsch zu diesem tollen Ergebnis!», schrieb er auf Twitter. Auch EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker freute sich: «Ein Votum für Europa, ein Votum gegen Extremisten», war sein Kommentar.

Der französische Präsident François Hollande feierte den Wahlerfolg von Rutte als «klaren Sieg gegen den Extremismus» gefeiert. Die Werte der Offenheit, des Respekts gegenüber anderen und des Glaubens an Europa seien die einzige Antwort auf Nationalismus und Abschottung, teilte der Pariser Élyséepalast mit.

(jt/dpa/L'essentiel)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Deshalb können Storys, die älter sind als 72 Stunden, nicht mehr kommentiert werden. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Angewiedert am 16.03.2017 18:18 Report Diesen Beitrag melden

    Luxemburg schnauft nicht durch, sicher aber unsere Polit-Schmarotzer die es gerade mal wieder geschafft haben sich durch eine Wahl zu mogeln. Demnächst dann wieder das gleiche Theater .......

Die neusten Leser-Kommentare

  • Angewiedert am 16.03.2017 18:18 Report Diesen Beitrag melden

    Luxemburg schnauft nicht durch, sicher aber unsere Polit-Schmarotzer die es gerade mal wieder geschafft haben sich durch eine Wahl zu mogeln. Demnächst dann wieder das gleiche Theater .......