Irischer Premier

01. Dezember 2020 09:57; Akt: 01.12.2020 10:13 Print

Brexit-​​Deal könnte Ende der Woche stehen

Irlands Premierminister Micheál Martin hat eine baldige Einigung zwischen Großbritannien und der Europäischen Union im Ringen um ein Handelsabkommen in Aussicht gestellt.

storybild

Micheàl Martin (l.) und Boris Johnson (r.) haben am Freitagabend am Telefon über den Stand der Verhandlungen gesprochen. (Bild: DPA/Brian Lawless/Archivbild)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Einen Monat vor dem Ende der Brexit-Übergangsphase hält der irische Premier Micheál Martin eine Einigung auf einen Handelspakt bis Ende der Woche für möglich. Das «Endspiel» zwischen Großbritannien und der Europäischen Union sei nun erreicht, sagte Martin der Irish Times. Er sei «hoffnungsvoll», dass man sich auf einen Deal einige. Martin hatte am Freitagabend mit dem britischen Premier Boris Johnson telefoniert.

Ähnlich optimistisch hatte sich Martin allerdings auch schon vor etwa einer Woche geäußert - doch noch immer streiten die Unterhändler beider Seiten. Die Gespräche kommen seit Monaten nur schleppend voran. Gerungen wird vor allem um drei Bereiche: faire Wettbewerbsbedingungen, Fischereirechte und Instrumente gegen Verletzung des künftigen Abkommens. EU-Unterhändler Michel Barnier hielt sich auch am Dienstag zu Gesprächen in London auf. Auf britischer Seite leitet Chefunterhändler David Frost die Runde.

Übergangsfrist endet

Ein Vertrag müsste noch vor dem Jahresende ratifiziert werden. Denn dann endet die Übergangsphase nach dem britischen EU-Austritt von Ende Januar und Großbritannien verlässt auch den EU-Binnenmarkt und die Zollunion. Ohne Anschlussvertrag drohen Zölle und hohe Handelshürden. Die Wirtschaft fürchtet schwere Verwerfungen.

Im südenglischen Raum Dover wird mit massiven Behinderungen wegen der Grenzkontrollen gerechnet. Tausende Lastwagen könnten sich in der Region am Ärmelkanal stauen. Auch bei einem Handelspakt wird es Prognosen zufolge unter anderem wegen zusätzlichen bürokratischen Aufwands zu massiven Behinderungen kommen. Deshalb soll dort künftig ein Expertenteam rund um die Uhr im Einsatz sein, um mit modernster Software große Störungen zu verhindern. Duncan Buchanan vom britischen Verband für Straßengüterverkehr, ist nach BBC-Angaben trotzdem pessimistisch: Er erwartet etwas «zwischen Schock und Katastrophe».

(L'essentiel/DPA)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Léon am 01.12.2020 22:01 Report Diesen Beitrag melden

    Stopper tout ce cirque ça commence à fatiguer.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Léon am 01.12.2020 22:01 Report Diesen Beitrag melden

    Stopper tout ce cirque ça commence à fatiguer.