300 Millionen Pfund

30. September 2021 13:31; Akt: 30.09.2021 13:42 Print

Brexit kommt britischen Fischern teuer zu stehen

Verhandelt die britische Regierung nicht mehr Rechte für ihre Fischer heraus, müssen die Fischer mit Einbußen von 64 Millionen Pfund jährlich rechnen, so eine Studie.

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Fischerei war eines der emotionalsten Themen bei den Brexit-Verhandlungen zwischen Großbritannien und der EU. (Bild: DPA/David Keyton)

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Der Brexit kostet die britischen Fischer einer Branchenstudie zufolge bis 2026 rund 300 Millionen Pfund (knapp 350 Millionen Euro) Einbußen. Wenn die britische Regierung nicht in Verhandlungen mit internationalen Partnern mehr Rechte heraushandele, seien Verluste von 64 Millionen Pfund pro Jahr zu erwarten, teilte der Verbund der britischen Fischereiorganisationen (NFFO) am Donnerstag mit. Dies stehe in starker Diskrepanz zur Ankündigung der Regierung, dass die Branche bis 2026 dank des Brexits 148 Millionen Pfund mehr einnehmen werde.

Fischerei war eines der emotionalsten Themen bei den Brexit-Verhandlungen zwischen Großbritannien und der EU. Bis zuletzt stritten beide Seiten um eine Quotenregelung, mit der EU-Fischer weiterhin in britischen Gewässern fischen könnten. Wegen des Versprechens, dass Großbritannien nach einem EU-Austritt die Kontrolle über seine Gewässer zurück erlangen werde, hatten viele Fischer für den Brexit geworben und gestimmt.

«Die Gelegenheit, die Fischereiindustrie wiederzubeleben, wurde vertan»

Ein Dreivierteljahr nach dem endgültigen Austritt aus der EU zeigte sich die Branche nun desillusioniert. «Die beste Gelegenheit seit einer Generation, die Fischereiindustrie des Vereinigten Königreichs wiederzubeleben und unsere Küstengemeinden zu unterstützen, wurde vertan», sagte NFFO-Chef Barrie Deas.

Kritik gab es auch an der Quotenregelung. Zwar habe Großbritannien auf dem Papier hier zugelegt, hieß es in der Studie. Allerdings handle es sich dabei vor allem um Fische, die aus verschiedenen Gründen gar nicht gefischt würden. Fehlende Abkommen mit Norwegen sowie den Färöer-Insel und Grönland, die beide zu Dänemark gehören, hätten zudem die Fangmöglichkeiten für große Teile der britischen Flotte reduziert, hieß es.

(L'essentiel/dpa)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Rudi Ratlos am 30.09.2021 20:36 Report Diesen Beitrag melden

    Bald hat die Flotte auch keinen Treibstoff mehr, wegen dem fehlenden Transportpersonal.

  • Kreckelneckel am 01.10.2021 08:06 Report Diesen Beitrag melden

    Ech mengen lo misst och deen läschten op de Insel verstan hunn, dat déi Brexit Parteien just waarm Loft geblosen hunn. Dat gett nach batter déi nächst Joren.

  • de Krätzert am 30.09.2021 22:20 Report Diesen Beitrag melden

    keen fish & chips méi !!??¨just nach chips ?? dann hun ech belsch Fritten aawer léiwer

Die neusten Leser-Kommentare

  • Lilalo am 01.10.2021 10:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Emmer nemmen Korinten aus dem EUKuch gepickt, lo setzen se an der Scheiss, bravo Streihkapp Boris, Äddi....

  • Kreckelneckel am 01.10.2021 08:06 Report Diesen Beitrag melden

    Ech mengen lo misst och deen läschten op de Insel verstan hunn, dat déi Brexit Parteien just waarm Loft geblosen hunn. Dat gett nach batter déi nächst Joren.

  • de Krätzert am 30.09.2021 22:20 Report Diesen Beitrag melden

    keen fish & chips méi !!??¨just nach chips ?? dann hun ech belsch Fritten aawer léiwer

  • Rudi Ratlos am 30.09.2021 20:36 Report Diesen Beitrag melden

    Bald hat die Flotte auch keinen Treibstoff mehr, wegen dem fehlenden Transportpersonal.