Verunreinigtes Grundwasser

20. Dezember 2020 21:29; Akt: 20.12.2020 21:33 Print

Dänemark will getötete Nerze wieder ausgraben

Dänemark tötete wegen einer Virusmutation ab November 15 Millionen Nerze. Die Regierung befürchtet nun, dass die Kadaver das Grundwasser verunreinigen könnten.

storybild

Die Geschichte um die gekeulten Nerze in Dänemark nimmt kein Ende.

Zum Thema
Fehler gesehen?

In Dänemark sollen die Kadaver von vier Millionen Nerzen, die wegen einer Coronavirus-Mutation gekeult worden waren, im kommenden Jahr wieder ausgraben und verbrannt werden. Wie die Regierung am Sonntag mitteilte, sollen so Verunreinigungen des Grundwassers und nahegelegener Seen verhindert werden. Die Exhumierung soll den Angaben zufolge in sechs Monaten beginnen, wenn ein Infektionsrisiko ausgeschlossen werden kann.

Die dänische Regierung hatte im November entschieden, mehr als 15 Millionen Zucht-Nerze töten zu lassen, um die Verbreitung einer mutierten und auf den Menschen übertragbaren Form von Sars-CoV-2 zu verhindern. Viele der Tiere wurden in zwei Massengräbern auf Militäranlagen nahe Holstebro und Karup im Westen Dänemarks vergraben. Die Regierung musste jedoch kurz darauf einräumen, dass durch den Zersetzungsprozess große Menge an Phosphor und Stickstoff im Boden freigesetzt werden könnten.

Nerzhaltung soll verboten werden

Nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums besteht jedoch keine unmittelbare Gefahr einer Verunreinigung des Grundwassers und nahegelegener Seen. Die Nerze könnten daher noch bis Mai in den umstrittenen Massengräbern bleiben.

Die Regierung in Kopenhagen hatte Mitte November mitgeteilt, dass die sogenannte Cluster-5-Mutation ausgemerzt sei. Experten hatten befürchtet, dass diese Variante des Coronavirus die Wirksamkeit von Impfstoffen bei Menschen beeinträchtigen könnte. Am Montag soll in Dänemark ein Gesetz verabschiedet werden, dass die Nerz-Haltung bis 2022 verbietet.

(L'essentiel/AFP)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Karma am 21.12.2020 06:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ma gutt esou."Am Montag soll in Dänemark ein Gesetz verabschiedet werden, dass die Nerz-Haltung bis 2022 verbietet."Daat heescht:Et gētt duerno erem produzéiert?? Traureg, hu gemengt a gehofft daat wären déi letzt arem Déieren déi fir de Profit, Luxus a Gier vu Mënsche dout gemeet gi wäre..Mee d"Mënschheet léiert nët bäi...

  • Da sieht man es wieder am 20.12.2020 21:52 Report Diesen Beitrag melden

    wie schlau die Politiker in ihrer Entscheidung sind.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Karma am 21.12.2020 06:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ma gutt esou."Am Montag soll in Dänemark ein Gesetz verabschiedet werden, dass die Nerz-Haltung bis 2022 verbietet."Daat heescht:Et gētt duerno erem produzéiert?? Traureg, hu gemengt a gehofft daat wären déi letzt arem Déieren déi fir de Profit, Luxus a Gier vu Mënsche dout gemeet gi wäre..Mee d"Mënschheet léiert nët bäi...

  • Da sieht man es wieder am 20.12.2020 21:52 Report Diesen Beitrag melden

    wie schlau die Politiker in ihrer Entscheidung sind.