Lust an Politik verloren

02. Dezember 2021 12:21; Akt: 02.12.2021 12:26 Print

Das sind die Gründe für den Rücktritt von Sebastian Kurz

Der ehemalige Kanzler will am Donnerstag seinen umfassenden Rückzug aus der Politik bekanntgeben. Enge Vertraute sehen mehrere Gründe für den Kurswechsel des Star-Politikers.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Um 11.30 Uhr wird der ehemalige Bundeskanzler seine Entscheidung der Öffentlichkeit bei einer Pressekonferenz verkünden. Sebastian Kurz, der am Wochenende Vater geworden ist, will sich damit ins Private zurückziehen und beruflich neu orientieren.

«Begeisterung ging verloren»

Hintergrund sind die Ermittlungen der Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) wegen Untreue, Bestechung und Bestechlichkeit gegen ihn und sein enges Umfeld. Es geht um heikle Chat-Protokolle und frisierte Umfragen aus dem Jahr 2017, die in der Zeitung «Österreich» veröffentlicht wurden und Kurz den Weg ins Kanzleramt geebnet haben sollen. Durch die ständigen Vorwürfe sei «die Begeisterung bei ihm zuletzt merkbar verloren gegangen», sagen enge Vertraute.

Mehr Zeit für Familie

Außerdem will sich der Altkanzler mehr seiner Familie widmen und das neue Babyglück mit seiner Partnerin Susanne genießen. Erst am vergangenen Wochenende sind die beiden Eltern geworden. Stolz postete Kurz am Sonntag ein erstes Foto des jungen Familienglücks auf Facebook. Als der 35-Jährige seinen Sohn Konstantin erblickte, habe es Klick gemacht, der komplette Rückzug aus der Politik sei damit endgültig beschlossene Sache gewesen, heißt es aus seinem Umfeld.

Wie es beruflich für Kurz weitergeht? Er mache sich keine Sorgen, sagen Weggefährten gegenüber «heute.at». Als heißester Kandidat für den Sessel des ÖVP-Chefs wird nun Innenminister Karl Nehammer gehandelt.

(L'essentiel/heute.at/bho)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.