Hohe Infektionszahlen

28. Juli 2020 12:34; Akt: 28.07.2020 12:35 Print

Deutschland rät von Ferien in Spaniens Nordosten ab

Wegen des starken Anstiegs der Corona-Infektionen in Spanien rät das deutsche Auswärtige Amt von touristischen Reisen in mehrere Regionen des beliebten Ferienlands ab.

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Das Auswärtige Amt in Deutschland rät von nicht notwendigen touristischen Reisen in die nordostspanischen Regionen Aragon, Katalonien und Navarra ab. Grund für die Empfehlung seien die hohen Corona-Infektionszahlen sowie örtlichen Sperrungen, teilt das Auswärtige Amt auf seiner Internetseite mit.

Auf eine Reaktivierung der formellen Reisewarnung für die stark betroffenen Regionen verzichtete das Ministerium zunächst. Ein solcher Schritt hätte Urlaubern die kostenlose Stornierung von Buchungen ermöglicht. Erst am 21. Juni wurde die Reisewarnung für Spanien aufgehoben, nachdem die Regierung einen 14-wöchigen Notstand beendet hatte.

Erst vor wenigen Tagen führte Großbritannien für seine Bürger eine Quarantänepflicht ein. Wegen wieder steigender Corona-Zahlen müssen alle Reisenden aus Spanien nach der Rückkehr nach Großbritannien in eine zweiwöchige Quarantäne, entschied die britische Regierung am Samstag. Und zwar sofort, praktisch nur mit einigen Stunden Vorwarnung. Auch Norwegen und Belgien haben schon Quarantäneregeln für Spanienrückkehrer erlassen, Frankreich warnt vor Reisen nach Katalonien und in andere Regionen. Nun also auch die Deutschen.

Ausgangssperren in Katalonien möglich

Etwa 280 lokale Corona-Ausbrüche gibt es derzeit nach offiziellen Angaben. Besonders betroffen sind Katalonien mit der Touristenmetropole Barcelona und der Gegend um Lleida sowie die Region Aragón. Kataloniens separatistischer Regionalpräsident Quim Torra, der während des Notstands immer betont hatte, seine Region hätte viel effektiver als die Zentralregierung in Madrid auf die Pandemie reagieren können, steht jetzt im Kreuzfeuer der Kritik.

Am Montag schloss er sogar Ausgangsbeschränkungen für seine Region nicht mehr völlig aus. Ein Alptraum für die Menschen, die schon ab Mitte März 14 Wochen in ihren Häusern ausharren mussten. In Katalonien wie auch im Rest des Landes fehlt es vor allem an Nachverfolgern, um Infektionsketten rasch identifizieren und unterbrechen zu können. Spanien hat nur etwas mehr als 3500 solcher Mitarbeiter, nötig wären aber 8500, wie der Wissenschaftler Álex Arenas El País sagte.

(L'essentiel/Sven Forster)

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