Fall Skripal

26. März 2018 14:54; Akt: 26.03.2018 18:33 Print

Deutschland und USA weisen Diplomaten aus

Die Affäre um den Giftanschlag auf einen russischen Ex-Agenten eskaliert. Deutschland weist vier Diplomaten aus, die USA 60 russische Geheimdienstmitarbeiter.

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Wegen des Giftanschlags auf den früheren russischen Doppelagenten Sergej Skripal auf britischem Boden will Deutschland vier russische Diplomaten ausweisen. Die Betroffenen hätten einen nachrichtendienstlichen Hintergrund, berichtet die Süddeutsche Zeitung. Die Entscheidung solle am frühen Nachmittag bekannt gemacht werden.

Ein ähnlicher Schritt werde in Berlin von Frankreich und anderen westlichen Staaten aus der EU erwartet. Möglicherweise werde die Entscheidung zeitgleich offiziell bekannt gemacht. Der Schritt wird dem Bericht zufolge einerseits mit der Solidarität zu Großbritannien begründet, andererseits mit der fehlenden Kooperation Russlands bei der Aufklärung über Chemiewaffeneinsätze.

Die USA weisen wegen eines Russland zugeschriebenen Giftangriffs auf einen ehemaligen Doppelagenten in Großbritannien 60 russische Geheimdienstmitarbeiter aus. Außerdem werde das russische Konsulat in Seattle geschlossen, gab das Weiße Haus am Montag in Washington bekannt.

Skripal und Tochter im Koma

Der Fall Skripal löste eine schwere Krise in den Beziehungen zwischen London und Moskau aus. Nachdem Großbritannien die Ausweisung von 23 russischen Diplomaten angeordnet hatte, reagierte Russland mit einem entsprechenden Schritt.

Skripal und seine Tochter Julia waren am 4. März in der südenglischen Stadt Salisbury vergiftet worden. Die beiden befinden sich weiter im Koma im Krankenhaus, ihr Zustand wird von den Ärzten als ernst, aber stabil bezeichnet.

Die britische Regierung macht Russland für den Giftanschlag verantwortlich und geht davon aus, dass dabei ein Gift der Nowitschok-Gruppe aus sowjetischer Produktion zum Einsatz kam. Russland weist dies von sich und bestreitet auch die Herstellung von Nowitschok.

(L'essentiel)

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