Brexit

12. September 2019 10:36; Akt: 12.09.2019 10:36 Print

England droht öffentliche Gewalt bei «No Deal»

Die britische Regierung hat jetzt ein Papier veröffentlicht, das die möglichen Folgen eines EU-Austritts ohne Vertrag darstellt.

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Oh no! Die "Yellowhammer"-Dokumente warnen Premier Boris Johnson vor dramatischen Folgen. (Bild: picturedesk.com)

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Die britischen Vorbereitungen auf die Folgen eines EU-Austritts ohne Abkommen sind laut am Mittwoch veröffentlichten Regierungsdokumenten «auf einem niedrigen Niveau». Im schlimmsten Fall droht demnach öffentliche Gewalt.

Die auf den 2. August datierten Unterlagen warnen, dass bis zu 85 Prozent der britischen Lkw möglicherweise nicht ausreichend auf französische Grenzkontrollen am Ärmelkanal vorbereitet seien. Daher könne die Abfertigungsrate um 40 bis 60 Prozent sinken. Dies werde Folgen für die Versorgung mit Medikamenten und Medizinprodukten haben.

«Öffentliche Unruhen»

Besonders schwer betroffen könnte demnach auch Gibraltar sein, wo Kontrollen an der Grenze zu Spanien drohen. In den britischen Gewässern drohe Streit mit europäischen Fischern, zudem könne es zu «einer Zunahme von öffentlichen Unruhen und Spannungen zwischen Gemeinschaften» kommen. Es drohten «öffentliche Unruhen».

In der Folge von Lieferengpässen bei Medikamenten könnten Krankheiten bei Tieren ausbrechen, die auch die menschliche Gesundheit beeinträchtigen könnten. Auch bestimmte Lebensmittel dürften dem Dokument zufolge knapp werden, verschlimmert durch Hamsterkäufe. In Teilen des Landes könnte es auch zu Kraftstoffengpässen kommen.

Das Parlament hatte die Regierung in London in der vergangenen Woche zur Veröffentlichung der Dokumente unter dem Namen «Operation Yellowhammer» gezwungen.

(L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Superjemp am 12.09.2019 18:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ech hoffen nëmmen de Kachkéis geet hinnen nët aus

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  • Mario am 12.09.2019 19:05 Report Diesen Beitrag melden

    Sin mer mol éierlech, d'Hären an Dammen schéngen dat och sou ze wëllen... Wann ech d'House of Commons sou nokucken, gesinn ech een grouss gespléckt Kinnegräich dat mengt d'EU wär den Grond fir dësen Problem. Wann een mat Diplomatie nemmi weider kennt, ginn et net méi vill Méiglechkeeten...

  • De Xav am 12.09.2019 11:48 Report Diesen Beitrag melden

    "It was their choice"

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Mario am 12.09.2019 19:05 Report Diesen Beitrag melden

    Sin mer mol éierlech, d'Hären an Dammen schéngen dat och sou ze wëllen... Wann ech d'House of Commons sou nokucken, gesinn ech een grouss gespléckt Kinnegräich dat mengt d'EU wär den Grond fir dësen Problem. Wann een mat Diplomatie nemmi weider kennt, ginn et net méi vill Méiglechkeeten...

  • Superjemp am 12.09.2019 18:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ech hoffen nëmmen de Kachkéis geet hinnen nët aus

    • Melanie am 13.09.2019 17:59 Report Diesen Beitrag melden

      Gibt's nicht und gab es nie! Ich habe den bei meinen Besuchen im Ländchen im Gepäck.

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  • De Xav am 12.09.2019 11:48 Report Diesen Beitrag melden

    "It was their choice"

    • Monique am 13.09.2019 09:04 Report Diesen Beitrag melden

      No it wasn't. Se haten dach am Ufank gesot, se géingen et net man wann et just eng knapps Majoritéit géing ginn. 51.9% ass knapps, an et ass nach just esou wäit komm well vill der net woussten, wat se do géinge stëmmen. Se hunn sech selwer belunn, zesumme mat all hiren Awunner déi elo ënner deeër Sturheet an Dommheet do musse leiden...

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