Hackerangriff auf EU

24. September 2021 14:41; Akt: 24.09.2021 14:44 Print

EU droht Russland nach Cyberattacken

Die EU macht Moskau für Cyberangriffe auf Abgeordnete, Journalisten sowie Regierungsvertreter verantwortlich. Alle 27 Mitgliedstaaten haben dazu eine Erklärung unterschrieben.

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In aller Klarheit macht die EU Moskau für Cyberangriffe auf Abgeordnete, Journalisten und Journalistinnen sowie Regierungsvertreter und -vertreterinnen verantwortlich. Wegen der «Ghostwriter»-Kampagne sind auch deutsche Ermittelnde schon aktiv.

Die EU wirft Russland gezielte Cyberangriffe vor und droht mit Konsequenzen. Die bösartigen Aktivitäten richteten sich gegen zahlreiche Abgeordnete, Regierungsbeamte und -beamtinnen, Politiker und Politikerinnen sowie Vertreter und Vertreterinnen der Presse und der Zivilgesellschaft in der EU, heißt es in einer kurz vor der Bundestagswahl am Freitag veröffentlichten Erklärung der 27 Mitgliedstaaten. Die Angreifenden würden dabei auf Computersysteme und persönliche Konten zugreifen und Daten stehlen.

Russland wäscht seine Hände in Unschuld

Wegen der Kampagne unter dem Namen «Ghostwriter» hatte vor rund zwei Wochen bereits der Generalbundesanwalt Ermittlungen begonnen. Die Ermittlungen seien wegen des Verdachts geheimdienstlicher Agententätigkeit eingeleitet worden, hieß es. Russlands Außenministerium wies die Vorwürfe damals zurück. «Unsere Partner in Deutschland haben gar keine Beweise für eine Beteiligung der Russischen Föderation an diesen Attacken vorgelegt», sagte Ministeriumssprecherin Maria Sacharowa in Moskau.

Die EU ließ am Freitag hingegen keinen Zweifel daran, dass sie eine russische Beteiligung als erwiesen ansieht. Man fordere Russland dringend auf, die Normen für verantwortungsvolles, staatliches Verhalten im Cyberraum einzuhalten, heißt es in der Erklärung. Die derzeitigen Aktivitäten zielten darauf ab, auch durch Desinformation und Informationsmanipulation demokratische Werte und Prinzipien zu untergraben. Sie seien nicht hinnehmbar. Auch der Name der Kampagne «Ghostwriter» wird konkret erwähnt.

Am Ende der Erklärung wird Russland zudem indirekt mit neuen Sanktionen gedroht. «Die Europäische Union wird sich in den kommenden Sitzungen erneut mit dem Thema befassen und weitere Schritte in Betracht ziehen», heißt es in dem Text.

(L'essentiel/AFP/DPA/pco)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • jean-paul am 25.09.2021 18:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    als erwiesen ansehen bedeutet soviel wie keine ahnung, oder nicht? würden die USA mal nach denselben maßstäben beurteilt wie Russland...

  • Valchen am 24.09.2021 16:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Du Du. Du! Beisen Fanger! An graad Sou efficace! ;-))

  • Georges Grof am 24.09.2021 15:34 Report Diesen Beitrag melden

    Schon bezeichnend, dass die EU wiedermal Russland droht, während sie bei den dauernden Cyberattacken der USA gegen Europa und Russland stillschweigt. Man darf es sich ja mit dem Hegemon nicht verderben, sonst drohen Sanktionen.

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  • jean-paul am 25.09.2021 18:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    als erwiesen ansehen bedeutet soviel wie keine ahnung, oder nicht? würden die USA mal nach denselben maßstäben beurteilt wie Russland...

  • Valchen am 24.09.2021 16:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Du Du. Du! Beisen Fanger! An graad Sou efficace! ;-))

  • Georges Grof am 24.09.2021 15:34 Report Diesen Beitrag melden

    Schon bezeichnend, dass die EU wiedermal Russland droht, während sie bei den dauernden Cyberattacken der USA gegen Europa und Russland stillschweigt. Man darf es sich ja mit dem Hegemon nicht verderben, sonst drohen Sanktionen.