Aufbauprogramm

22. Mai 2020 07:42; Akt: 22.05.2020 07:47 Print

EU-​​Kommission plant Milliarden-​​Paket für Mobilität

Der klimafreundliche Umbau der Autoindustrie und eine «Renaissance der Schiene» sollen in der EU vorangetrieben werden – sobald die Coronakrise vorbei ist.

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In rund zwei Millionen Ladesäulen für E-Autos soll ein zweistelliger Milliardenbetrag investiert werden: Ein Elektroauto vom Type BMW I3 an einer Ladesäule. (Archivbild) (Bild: Keystone/Sven Hoppe)

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Ein europäisches Aufbauprogramm nach der Coronakrise soll einem Medienbericht zufolge mit mehr als 100 Milliarden Euro den klimafreundlichen Umbau der Autoindustrie beschleunigen und zugleich eine «Renaissance der Schiene» einleiten.

Allein 40 bis 60 Milliarden Euro könnten für die Entwicklung von emissionsfreien Autoantrieben mobilisiert werden, berichten die Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Freitagausgaben) unter Berufung auf Pläne aus der engeren Führung der EU-Kommission.

Zudem solle ein zweistelliger Milliardenbetrag in rund zwei Millionen Ladesäulen vor allem für E-Autos investiert werden. Weitere 40 Milliarden Euro umfasse demnach ein Bahn-Investitionspaket, das vor allem auf den Ausbau wichtiger Schienenkorridoren ausgerichtet sein soll.

«Kaufprämien mit der Gießkanne».

Streit droht dem Bericht zufolge wegen des geplanten Vorhabens, innerhalb der nächsten zwei Jahre mit rund 20 Milliarden Euro den Kauf von neuen, «sauberen» Autos zu fördern. Darauf hätten führende Spitzenmanager der europäischen Autoindustrie bei einem Treffen mit EU-Kommissaren gedrängt und auf den dramatischen Absatzeinbruch wegen der Corona-Krise verwiesen. Im Entwurf aus der Kommission sei aber nur von klugen Anreizen die Rede, die einen Nachfrageschub für saubere Fahrzeuge auslösen könnten.

Grünen-Europapolitiker Sven Giegold warnt vor «Kaufprämien mit der Gießkanne». Dies würde dem Prinzip widersprechen, öffentliches Geld für zusätzliche öffentliche Leistungen zu geben, sagte der Sprecher der deutschen Grünen im EU-Parlament den Funke-Zeitungen. «Wenn teure Kaufanreize erwogen werden, so müssen die geförderten Autos tatsächlich erheblich umwelt- und klimafreundlicher sein als die gesetzlichen Standards.»

(L'essentiel/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Jean Schmidt am 23.05.2020 10:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Onméiglech, déi ginn sech einfach net. Emissiounsfräi an der Gesamtbilanz vun engem Fortbewegungsmëttel gëtt et net. Selwer e Velo gëtt net Emissiounsfräi, bei der Produktioun enstinn nun emol Emissiounen. Et muss en dach déi ganz Rechnung kucken. Et ass jo schéin lokal keng Emissiounen méi ze produzéieren, mee dofir dannn awer em esou méi am Produktiounsland vunn den Eenzelstécker, wéi Batterie. Emissiounsreduzéiert ass dat richtegt Wuert. An do gehéiert den Elektroauto am Verglach zum Verbrenner secher net dozou.En ginn jo well genuch geléiert Leit, déi dat ausféierlech belëen. Ech froën mech, wat den Poliker hieren Fokus well ass? Volleksvertrieder sinn se schon laang net méi. Mee Lobbyvertrieber, virun allem EU ?????

Die neusten Leser-Kommentare

  • Jean Schmidt am 23.05.2020 10:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Onméiglech, déi ginn sech einfach net. Emissiounsfräi an der Gesamtbilanz vun engem Fortbewegungsmëttel gëtt et net. Selwer e Velo gëtt net Emissiounsfräi, bei der Produktioun enstinn nun emol Emissiounen. Et muss en dach déi ganz Rechnung kucken. Et ass jo schéin lokal keng Emissiounen méi ze produzéieren, mee dofir dannn awer em esou méi am Produktiounsland vunn den Eenzelstécker, wéi Batterie. Emissiounsreduzéiert ass dat richtegt Wuert. An do gehéiert den Elektroauto am Verglach zum Verbrenner secher net dozou.En ginn jo well genuch geléiert Leit, déi dat ausféierlech belëen. Ech froën mech, wat den Poliker hieren Fokus well ass? Volleksvertrieder sinn se schon laang net méi. Mee Lobbyvertrieber, virun allem EU ?????