Die Trumps in London

12. Juli 2018 17:00; Akt: 13.07.2018 09:49 Print

Finstere Mienen vor dem Dinner bei May

Der US-Präsident besucht derzeit Großbritannien. Es wird mit heftigen Protesten gerechnet. Premierministerin Theresa May lud die Trumps zum Galadinner ein.

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US-Präsident Donald Trump ist am Donnerstagnachmittag auf dem Flughafen Stansted bei London gelandet. Bei seinem mehrtägigen Besuch in Großbritannien will er unter anderem Premierministerin Theresa May treffen, die er wenige Stunden vor dem Besuch noch für einen «weichen» Brexit kritisierte.

Überschattet von der Regierungskrise in Großbritannien hat May Trump zu einem Galadinner empfangen. Am festlichen Abendessen in Blenheim Palace nahe Oxford nahmen auch zahlreiche Wirtschaftsvertreter teil. May legt viel Wert darauf, die «besondere Beziehung» zwischen London und Washington zu beschwören. Von Trump erhofft sie sich baldige Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen für die Zeit nach dem Brexit.

Trump ist bekanntermaßen ein Freund pompösen Zeremoniells. May hatte ihn bereits kurz nach seiner Amtseinführung als Präsident zu einem Staatsbesuch mit der Queen in London eingeladen. Wohl aus Angst vor Protesten wurde das aber auf einen Arbeitsbesuch reduziert. Der Empfang in Blenheim Palace dürfte ein Versuch sein, Trump zu etwas zu entschädigen.

100.000 Protestierende in London erwartet

Die Polizei rechnet mit heftigen Protesten gegen Trump aus der Bevölkerung und hat sich deshalb auf einen der größten Einsätze der jüngeren Vergangenheit vorbereitet. Die Initiative «Stop Trump» erwartet für Freitag allein in London etwa 100.000 Teilnehmer.

Während des Nato-Gipfels wurde Trump gefragt, was er von den Protesten in London halte. Er sagte: «Klar wird es Proteste geben, aber ich glaube, die Leute in Großbritannien, Schottland und Irland werden mich sehr mögen. Ich besitze ja Land in Irland, ich besitze überall Land.»

Aktivisten verbringen die Nacht vor Trumps Unterkunft

Aktivisten sollen sich zudem vorgenommen haben, Trump in der Nacht um den Schlaf zu bringen. Der Präsident übernachtet in der Botschafterresidenz Winfield House. Am Abend wollen sich dort Demonstranten mit Töpfen, Pfannen, Trommeln und Vuvuzelas treffen und dafür sorgen, dass er kein Auge zumacht. Ob er allerdings den Krach überhaupt hören wird, ist ungewiss, weil die Anlage stark gesichert wird.

Der Londoner Bürgermeister Sadiq Khan ruft die Protestierenden dazu auf, friedlich zu bleiben. Alle, die Chaos stiften oder gegen das Gesetz verstoßen wollen, seien «nicht willkommen».

Treffen mit Queen Elizabeth II. geplant

Am Freitag besichtigt Trump ein Militärgelände und eine Truppenübung, bevor er zu Gesprächen und einem Arbeitsessen mit May auf dem Landsitz Chequers eintrifft. Später werden Trump und seine Frau Melania von Queen Elizabeth II. auf Schloss Windsor empfangen. Das Wochenende verbringt der Präsident in einem seiner Golfclubs in Schottland.

(L'essentiel/sil/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • remo raffaelli am 13.07.2018 08:03 Report Diesen Beitrag melden

    Mam Matcho Trump géif ech mech nie un en Dësch sëtzen ! Dén ass fir déi ganz Welt geféierlech an och nett ganz gebaakt !

Die neusten Leser-Kommentare

  • remo raffaelli am 13.07.2018 08:03 Report Diesen Beitrag melden

    Mam Matcho Trump géif ech mech nie un en Dësch sëtzen ! Dén ass fir déi ganz Welt geféierlech an och nett ganz gebaakt !