Versprechen eingelöst

31. Juli 2018 07:44; Akt: 31.07.2018 07:47 Print

Frankreich verbietet Handys an Schulen

Der französische Präsident Emmanuel Macron hat ein Wahlkampfversprechen eingelöst: Das Parlament hat ein gesetzliches Handyverbot an Schulen beschlossen.

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«Das ist eine Botschaft an die französische Gesellschaft»: Schüler mit ihren Smartphones auf einem Pausenplatz. (Archivbild) (Bild: Christof Schürpf)

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Das französische Parlament hat ein gesetzliches Handyverbot an Frankreichs Schulen beschlossen. Liberale und Abgeordnete der Regierungspartei La République en Marche stimmten am Montag in letzter Lesung in der Nationalversammlung für die Regelung, während Vertreter linker und konservativer Parteien sich enthielten. Die Initiative war ein Wahlkampfversprechen von Präsident Emmanuel Macron. Die Opposition sieht darin eine Scheinlösung.

Das Handyverbot wird an Vorschulen, Grundschulen und weiterführenden Schulen gelten. Es betrifft demnach Kinder und Schüler im Alter von drei bis 15 Jahren. Französische Gymnasien (Lycées) haben die Möglichkeit, ebenfalls ein Handyverbot einzuführen, sind aber nicht dazu verpflichtet.

Komplettverbot

Die neue Regelung sieht ein Komplettverbot internetfähiger Geräte wie Handys, Tablets und Smartwatches in allen Räumlichkeiten und bei schulischen Aktivitäten auch außerhalb des Schulgebäudes vor. Ausnahmen gibt es für den Gebrauch für den Unterricht selbst sowie für Kinder mit einer Behinderung.

Seit 2010 gilt in Frankreich bereits ein Gesetz, das die Handynutzung während des Unterrichts verbietet. Bildungsminister Jean-Michel Blanquer hielt die bisherige Regelung jedoch für wenig effektiv. Diese habe nicht flächendeckend gegolten und über keine solide Rechtsgrundlage verfügt.

«Botschaft an die Gesellschaft»

Das neue Gesetz befördere Frankreich «ins 21. Jahrhundert», erklärte er. «Es sendet eine Botschaft an die französische Gesellschaft» sowie an andere Länder in der Welt.

Knapp neun von zehn französischen Jugendlichen zwischen zwölf und 17 Jahren besitzen ein Smartphone. Verfechter des neuen Gesetzes argumentierten unter anderem, die Handynutzung störe die Aufmerksamkeit im Unterricht, das Schulklima und reduziere die körperliche Betätigung auf den Schulhöfen.

Kritiker des Verbots erklärten dagegen, die bisherige Regelung sei ausreichend gewesen. Sie warnten zudem vor «logistischen Problemen und den Kosten» für die Aufbewahrung der Handys.

(L'essentiel/chk/afp)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Trimi am 31.07.2018 08:33 Report Diesen Beitrag melden

    do sinn d'Fransousen eis dann awer em Welten viraus. Bei eis bleift den Handy Mobbingmachin Nummer 1. Vun Spillsucht an Selbsdarstellungsdramen net ze schwetzen

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  • jimbo am 31.07.2018 23:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    @Pitti —>>>> mimimimimi Ech geif dat gutt fannen, Moies an de Klasseraum, jiddereen den Handy vir an eng Këscht, natierlech den Apparat aus! Wann en awer schellt, eng Stroof, Retenue etc. Ween sain net ofgett a sech erwesche leisst, dei duebel Stroof!! Keint esou einfach sinn!

  • Nunurs am 01.08.2018 09:26 Report Diesen Beitrag melden

    Lo kann Facebook a Frankraich e ganzen Datacenter während der Schoulzait ausschalten a Stroum spueren.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Nunurs am 01.08.2018 09:26 Report Diesen Beitrag melden

    Lo kann Facebook a Frankraich e ganzen Datacenter während der Schoulzait ausschalten a Stroum spueren.

  • jimbo am 31.07.2018 23:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    @Pitti —>>>> mimimimimi Ech geif dat gutt fannen, Moies an de Klasseraum, jiddereen den Handy vir an eng Këscht, natierlech den Apparat aus! Wann en awer schellt, eng Stroof, Retenue etc. Ween sain net ofgett a sech erwesche leisst, dei duebel Stroof!! Keint esou einfach sinn!

  • Trimi am 31.07.2018 08:33 Report Diesen Beitrag melden

    do sinn d'Fransousen eis dann awer em Welten viraus. Bei eis bleift den Handy Mobbingmachin Nummer 1. Vun Spillsucht an Selbsdarstellungsdramen net ze schwetzen

    • Pitti get an d'Schoul am 31.07.2018 09:13 Report Diesen Beitrag melden

      Egal waat mei domm geet et net, mär giffen sen den Handy net eweg huelen, ech giff hinnen soen dat ech en brauch vir wann en Noutfall as an meng Elteren onbedingt u mech musse kommen. An wat meng Smartwatch ubelangt dei giff ech hinnen och net kampflos ofgin.

    • @Trimi am 31.07.2018 11:31 Report Diesen Beitrag melden

      An Dir mengt, well d'Benotzen vum Handy elo op ausserhalb vun der Schoulzäit limitéiert ass, gëtt kee méi gemobbt? A kee méi spillsüchteg? Think again. an @Pitti get an d'Schoul - Dir sitt einfach just en immens dichtegen. Et ass ee sech selwer am nootsten - wat kënnen déi aaner scho fir Noutfäll hunn, just ÄR zielen, geduert? Ech schätzen Iech op maximal 20 Joër aal. Leien ech richteg?

    • Maxi am 31.07.2018 11:39 Report Diesen Beitrag melden

      @ @ Trimi: Wat soll dei Iwerleeung dann elo. Also kann een hinne se jo losen well et souwisou neischt ännert? Lächerlech. @ Pitti: Du hues dein Num verdingt!

    • Ech 1964 am 31.07.2018 11:46 Report Diesen Beitrag melden

      @Pitti get an d'Schoul ier et den Handy gin ass ,ass een am Notfall och un seng Elteren komm dofir suergt Schoul schonn dat as just eng ausried

    • @Maxi am 31.07.2018 13:20 Report Diesen Beitrag melden

      Hunn ech irgendwou geschriwen, et soll een hinnen se loossen?! Nach eemol liesen w.e.g. Alles wat ech ze bedenke ginn hunn, ass dass des konkret Moossnahm näischt un deenen zwou genannte Saachen ännere wäert. Well gemobbt a gespillt gëtt och no der Schoul. Dass d'Schüler sech méi beweegen a manner op hier Handysbildschiermer kucke sollen, domat sinn ech méi wéi averstan.

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  • GUGU am 31.07.2018 08:17 Report Diesen Beitrag melden

    Eng gutt Sach, awer ech hoffen dat Personal mam gudde Beispill virgeet an hir Geräter och ofgin oder ass et eventuell Gesetz vun Herr ist Herr und Max ist Max.