Rückstände auf Toiletten

06. Dezember 2021 11:07; Akt: 06.12.2021 16:11 Print

Im britischen Parlament wird gekokst und gekifft

Der Sprecher des Unterhauses will mit Drogenspürhunden gegen den Konsum im Parlamentsgelände vorgehen. Ein Dealer soll sogar bei einem Parlamentarier angestellt gewesen sein.

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Wenn es nach Sir Lindsay Hoyle geht, drehen im Parlament in London bald Drogenspürhunde ihre Runden. Mit dieser Maßnahme will der Sprecher des Unterhauses gegen den grassierenden Drogenkonsum in den britischen Regierungsgebäuden vorgehen.

Bei einer Untersuchung von zwölf Toilettenbereichen wurden in allen außer einem Spuren von Kokain nachgewiesen, wie «BBC» berichtet. Extra brisant: In einigen der Sanitärbereichen, in denen Kokain gefunden wurde, haben nur Personen mit einem Parlamentspass Zutritt.

Kiffen und Kokain

Auch das Kiffen scheint bei den britischen Parlamentsmitgliedern beliebt zu sein: Vor kurzem wurden zwei Dealer verhaftet, außerdem berichteten Personen, auf dem Parlamentsgelände immer wieder Cannabis gerochen zu haben. Diesem grassierenden Konsum sagt Hoyle nun den Kampf an: «Während das Parlament alle Personen, die mit Drogenmissbrauch zu kämpfen haben, unterstützt, müssen Gesetzesbrecher mit ernstzunehmenden Strafen rechnen», so der Parlamentspräsident zu «Sky News».

Vom Dealer zum Parlament-Angestellten

Ein ehemaliges Parlamentsmitglied soll seinen Dealer sogar als Mitarbeiter aufgeführt haben. Dadurch sei der Dealer für die Drogen, mit denen er den Politiker belieferte, direkt vom Parlament bezahlt worden. Eben jenes Parlamentsmitglied soll sich aber auch nicht gescheut haben, sich die Hände selber schmutzig zu machen: Wie «Sky News» schreibt, habe der Parlamentarier die Drogen selbst weiterverkauft. Eine Assistentin wurde wegen Kokainkonsums bereits entlassen.

700 Millionen im Kampf gegen Drogen

Die Kampfansage gegen die Drogenkonsumenten unter den höchsten Politikerinnen und Politikern Englands kommt nicht von ungefähr: Mit einer breit angelegten Kampagne und härteren Strafen will die britische Regierung den Kampf gegen Drogen verstärken, dafür sollen 700 Millionen Pfund investiert werden. Nun müssen die Politiker aber zuerst mal vor der eigenen Tür kehren.

(L'essentiel/Benedikt Hollenstein)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Octopus am 06.12.2021 14:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hei um Gericht waren jo och schon Ofstrechen ob den Toiletten gemaat gin, scho vergiess?

  • Eddi2 am 06.12.2021 16:28 Report Diesen Beitrag melden

    Kann ee mir eng Plaz soen wou NET gekokst gëtt?

  • Rob am 06.12.2021 16:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    de Boris as op Enzuch

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Die neusten Leser-Kommentare

  • JOHNNY am 07.12.2021 17:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ass bei eis bestemmt net anescht… Oder wei kann e sos erklären, dass souvill Brach do erauskennt?

  • Anders sieht es am 07.12.2021 17:19 Report Diesen Beitrag melden

    in anderen Staaten nicht besser aus

  • mp3 am 07.12.2021 11:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dat erklärt den Brexit. Niichtern konnt een net sin als dei decideiert hun auszetrieden.

  • Eddi2 am 06.12.2021 16:28 Report Diesen Beitrag melden

    Kann ee mir eng Plaz soen wou NET gekokst gëtt?

  • Rob am 06.12.2021 16:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    de Boris as op Enzuch

    • Wer hat den mann mit dem koks bestellt am 08.12.2021 16:20 Report Diesen Beitrag melden

      Joo normal nee :)

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