Martin Selmayr

21. Februar 2018 11:22; Akt: 21.02.2018 11:29 Print

Junckers «Bad Boy» erhält neuen Top-​​Job in Brüssel

Martin Selmayr, bisher Stabschef von Jean-Claude Juncker, wird als erster Deutscher Generalsekretär der EU-Kommission. Der Jurist gilt in Brüssel als wichtiger Strippenzieher.

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Zwischen 2010 und 2014 arbeitete Selmayr als Kabinettschef der luxemburgischen Kommissarin Viviane Reding.

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Der Deutsche Martin Selmayr wird künftig einen der wichtigsten Posten innerhalb der EU-Kommission besetzen. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker kündigte am Mittwoch an, dass sein bisheriger Kabinettschef Selmayr künftig als Generalsekretär der mächtigen Behörde arbeiten werde. Der deutsche Jurist folgt auf den Niederländer Alexander Italianer, der sein Amt zum 1. März aufgibt.

Als Chef des Generalsekretariats wird der 47 Jahre alte Selmayr dafür zuständig sein, die Entscheidungsprozesses der Kommission zu leiten. Das Generalsekretariat ist zudem Schnittstelle zwischen der Kommission und den anderen Organen und Einrichtungen der EU. Der Posten ist zeitlich nicht beschränkt: Die Irin Catherine Day übte die Funktion der Generalsekretärin zehn Jahre lang aus. Kommissionschef Juncker, der seit 2014 im Amt ist, hatte bekanntlich angekündigt, 2019 nicht noch einmal als Chef der obersten EU-Behörde zu kandidieren.

«Monster von Berlaymont»

Juncker sagte, er denke, Selmayr habe alle Fähigkeiten, die für den Job notwendig seien. Schon jetzt galt der enge Vertraute des EU-Kommissionschefs als mächtigster Beamter in Brüssel. Der Jurist mit Doktortitel der Uni Passau arbeitete als Sprecher und Kabinettschef der Luxemburger Kommissarin Viviane Reding, bevor ihn Juncker 2014 an Bord seines Wahlkampfteams und später als Chef in sein Kabinett holte.

Selmayr steht im Ruf, ein Workaholic zu sein, der mitunter auch mit harten Bandagen spielt. Sein Spitzname: «Monster von Berlaymont» (der Hauptsitz der EU-Kommission, Anm.). Vergangenen Oktober soll Selmayr Details aus den Brexit-Verhandlungen an Medien ausgeplaudert haben, was er jedoch energisch zurückwies.

(L'essentiel/dpa/afp/jt)

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  • remo raffaell am 01.03.2018 18:19 Report Diesen Beitrag melden

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