Kurz als «Baby-Hitler»

23. Januar 2018 17:19; Akt: 23.01.2018 17:18 Print

Justiz ermittelt gegen Satireblatt «Titanic»

Vor einigen Monaten sorgte das deutsche Satiremagazin «Titanic» für große Empörung. Es rief zum Mord am österreichischen Kanzler auf.

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Wegen dieses Titels ermittelt die Berliner Staatsanwaltschaft. (Bild: Screenshot Twitter)

Zum Thema

Das deutsche Satiremagazin «Titanic» befasste sich im Oktober 2017 unter dem Titel «Nazis in Deutschland?!» mit dem Rechtsruck in unserem nördlichen Nachbarland. Besonders an der Partei AfD arbeitete sich die Redaktion in dieser Ausgabe satirisch ab.

Doch auch der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz geriet damals in das Visier des Magazins. «Endlich möglich: Baby-Hitler töten!», titelte das Blatt. Die «Titanic» bezog sich hierbei auf ein moralisches Dilemma, das seit längerer Zeit im Umlauf ist. Die konkrete Frage: «Würden Sie Baby-Hitler bei einer Zeitreise töten?»

Satire darf viel

Nun befasst sich die Staatsanwaltschaft Berlin mit dem Artikel, wie der «Standard» berichtet. Österreichischen Behörden sind hierbei die Hände gebunden, da es sich um ein deutsches Magazin handelt. Viel passieren werde jedoch nicht, erklärten bereits einige Anwälte: Der Leser wisse nämlich, dass es kein tatsächlicher Mordaufruf war, sondern Satire.

Die «Titanic» ließ sich von der Empörung auch nicht einschüchtern. Erst vergangene Woche postete das Magazin erneut ein Bild mit dem Kanzler, als er Angela Merkel in Berlin besuchte.

(L'essentiel/slo)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • dusninja am 23.01.2018 17:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hohohoooo, und natürlich, die nix auf die Reihe bekommen. Da bin ich ja mal gespannt, wie die StA Berlin das begründet, das es ein Aufruf ist. Oder hat jemand unbemerkt eine Zeitmaschine erfunden. Wenn es danach geht, hätte ich auch mehrfach gelüstet. Ich warte nur noch auf die Zeitmaschine.

Die neusten Leser-Kommentare

  • dusninja am 23.01.2018 17:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hohohoooo, und natürlich, die nix auf die Reihe bekommen. Da bin ich ja mal gespannt, wie die StA Berlin das begründet, das es ein Aufruf ist. Oder hat jemand unbemerkt eine Zeitmaschine erfunden. Wenn es danach geht, hätte ich auch mehrfach gelüstet. Ich warte nur noch auf die Zeitmaschine.