Britischer Wahlkampf

20. November 2019 18:05; Akt: 20.11.2019 18:19 Print

Kritik an Umbenennung von Twitter-​​Account

Die Konservativen twitterten während der Debatte zwischen Premier Johnson und Oppositionschef Corbyn unter dem Namen «factcheckUK». Echte Fakten-Checker und Twitter sind empört.

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Die Konservative Partei von Premierminister Boris Johnson ist erneut wegen angeblicher Irreführung im Wahlkampf in die Kritik geraten. Während des ersten TV-Duells im britischen Wahlkampf änderte die Pressestelle der Tories kurzfristig ihren offiziellen Twitter-Account CCHQ Press in factcheckuk um. Dies könne leicht mit echten Faktencheck-Diensten wie Full Fact oder Fact Check verwechselt werden, monierte die unabhängige Organisation Full Fact am Mittwoch im Kurznachrichtendienst Twitter. «Es ist unangemessen und irreführend für die Pressestelle der Konservativen, ihren Twitter-Account während dieser Debatte in factcheckUK umzubenennen.»

Twitter kündigte im Wiederholungsfall «entschlossene Gegenmaßnahmen» an. Die Labour-Partei sprach von einem «lachhaften Versuch» der Tories, die Zuschauer zu überlisten. «Man kann ihnen kein Wort glauben.» Der Vorsitzende der Konservativen, James Cleverly, wies in einem BBC-Interview hingegen den Vorwurf der Irreführung zurück.

Nach der Debatte wieder alter Name

Nach dem Ende der Debatte im Fernsehsender ITV am Dienstagabend und Protesten wegen der neuen Bezeichnung benannte die Pressestelle ihren Account wieder in den ursprünglichen Namen um.

Die Briten wählen am 12. Dezember ein neues Parlament. In der Debatte griff Johnson seinen Kontrahenten immer wieder scharf wegen dessen Versprechens eines zweiten Brexit-Referendums an. «Werden Sie für den Verbleib oder den Austritt werben?», fragte Johnson. Er selbst präsentierte sich als Macher, der mit seinem nachverhandelten Brexit-Deal dem leidigen Thema bald ein Ende setzen will.

(l'essentiel/dpa)

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